Dies ist – in Form einer Kompilierung – das, was die Spielrunde um „Toffer“ im PbeM „Der Weg der Schlange“ erspielte, korrigiert und zusammengeführt von Toffer. Viel Spaß beim Lesen.
Das hier ist normaler Text,
das hier ist ein Spielleiterkommentar oder sonstwie „outplay“ .
18 Von: Guellaouen@gmx.de
Datum: Mi, 13. Mär 2002 1:29
Betreff: DIE SPIELE MÖGEN BEGINNEN! (INTRO)
Hallo ihr Spieler!
Nahezu alle Charaktere sind inzwischen bei mir eingetroffen (bis auf die Finalversion von Dungarn (Dirks Char), aber das hat noch Zeit, und Jens' Finalversion, sowie und Sebastians Charakter (wobei ich Sebi's Charakter schon häufig in Aktion erlebt habe... aber ich will ihn trotzdem!). Jetzt kommt auf jedenfall erstmal ein Intro, mit dem, was bisher geschah und wie die bisher vorhandenen Charaktere so zueinander stehen...
(Mit Dirk, Melanie und Eva schon in Köln gespielt – allerdings hier modifiziert; für das Datum siehe auf der Y!Groups-Seite <http://groups.yahoo.com/group/Die_Alten_Laender/> unter "Datenbanken" die FAQ und die Kalender)
Die Ouvertüre
von Zarathustra spielt im Hintergrund...
Der Weltall. Unendliche
Weiten. Zoom auf eine kleine, eierförmige Galaxis. Zoom auf
einen der Spiralarme. Zoom auf ein System, einen Planeten mit seinem
Mond und dem Asteroidenring.
Untertitel: "Die Welt
Tantras".
Zoom auf einen Kontinent,
Untertitel:
"Fahrton".
Zoom in dessen Osten,
Untertitel:
"Das Kingisische Reich, 29KR 2. Rimda II".
Abbruch
der Musik, Umblende auf eine friedliche, ruhige Hügellandschaft,
Untertitel: "Die Riede, im Kernland des Reiches"
Eine Staubwolke stieg vom trockenen Weg auf, als der Riesenschweinzweispänner über den Brollerhügel auf den Weiler Freidorf zurumpelte. Dungarn, dem einarmigen Zwergenfeinschmied, der den Wagen lenkte, war schon vor Tagen das Singen vergangen. Liv, eine Reisende aus Asprin, döste hinten auf dem Wagen und Penelope, eine Seeoffizierin aus Likandia, die es an Land verschlagen hatte, ging ständig vor sich hinmurmelnd neben den Schweinen her – nach einer Weile hatte die Seefrau aufgegeben, den Wagen mitbenutzen zu wollen: Ihr wurde Landkrank, wenn der Boden sich nicht bewegte (oder besser: So unregelmäßig wie bei einem Karren). Der Tag näherte sich dem frühen Abend, und es wurde Zeit, eine Unterkunft zu finden, wenn die kleine Gruppe nicht auch diese Nacht im Wagen oder im Freien verbringen wollte.
Dungarn hielt den Wagen an, als ihm auf der Reichsstraße 2 (Tamerone-Eching) ein Bauer samt Sense entgegenkam. Kurz wurde verhandelt, Dungarn schliff die Sense und strich zufrieden die Silberstücke ein. Es war kein besonders guter Geschäftstag, aber Reisetage waren das nie. Zudem hatte der Bauer verraten, daß die zuvorliegende Siedlung Freidorf hieß, etwa zwei Stunden weg lag und auch ein Gasthaus beinhaltete. Dungarn und Liv dankten und verabschiedeten sich, Penelope hingegen erklärte: "Nein, an Land sagen sie nicht `Ahoi', da bin ich mir sicher." – und redete danach weiter mit den Zugschweinen. Dungarn zuckte resignierend die Schultern und trieb die Tiere wieder an, in der Hoffnung, daß sie nicht gleichzeitig laufen und einer Irren zuhören konnten.
Eine weitere Stunde später rief Penelope aus: "Captain, seht: Pirat auf Ein Uhr!" und Liv sah in die Richtung, in die Penelope deutete: "Ob schwarz Vermummte, die schwarze Pferde gallopieren lassen und sich eine zappelnde Frau über den Sattel geworfen haben, in dieser Gegend normal sind?". Dungarn brummte: "Unsinn, ich seh nichts." und hielt den Wagen im ruhigen Trott, in dem er schon die gesamte Reise von der holmgardischen Grenze her fuhr. Penelope wollte Einspruch erheben, aber als sie gerade den Mund öffnete, blickte sie verärgert eines der Schweine an und zischte: "Ich bin keineswegs dicker als die geraubte Frau. Und überhaupt, ich wurde auch schon geraubt, die soll sich nur nicht anstellen.". Damit schien für sie die Angelegenheit wohl beendet zu sein. Liv sah dem entschwindenden Reiter noch hinterher, dann ließ sie sich seufzend in den Wagen zurücksinken und sagte sich, daß sie sowieso nie rechtzeitig gekommen wären, um das Rätsel um den Reiter noch zu lösen.
Obwohl die Sonne noch orangerote Strahlen über die Pythonberge warf, ging der Mond im Norden auf, und auch heute war er, wie schon seit etwa 2 Wochen, recht ungewöhnlich: Blaßgrün hing er nah und groß über dem Horizhont und obwohl nun Neumond sein sollte, war das Mondgesicht rund und voll. Als sie Freidorf erreichten, entpuppte sich das "Dorf" als eine Ansammlung von einer Handvoll Gehöfte, einer Station der "Kaiserlichen Post", einem Gemischtwarenladen und dem "Kartell", bei dem der Lack der vier Asse auf dem Holzschild schon lange am Abblättern war. So kurz vor Abend waren die meisten schon von den Feldern heimgekehrt und gerade beim Essen, nur einige Knechte und Mägde waren noch unterwegs, um die Gehöfte nachtfertig zu machen. Dungarn hielt seine Schweine vor dem Kartell und ließ links neben sich ein kleines Treppchen am Wagen herunterklappen, daß er herunterkletterte, bevor er die Schweine an der Tränke anband. Liv und Penelope sahen sich zweifelnd an ob dieses toten Kaffs, zuckten dann aber die Schultern und betraten das Gasthaus.
Außer ihnen schien sonst kein Gast anwesend zu sein und nur ein noch recht junger Mann putzte hinter der Theke Gläser. Der Junge stellte sich als Hannes vor und begrüßte die kleine Gruppe, bevor er nach den Wünschen fragte. Noch bevor die Damen sich zu einer Antwort entschlossen hatten, hatte Dungarn bereits ein kleines Festmahl und ein Einzelzimmer bestellt und veranlaßt, daß seine Tiere in den Stall gebracht würden. Zudem erkundigte er sich danach, ob er im Hof eine Esse aufstellen könne. Hannes bejahte dies, auch wenn er nicht wußte, was es zu bedeuten haben sollte.
Liv und Penelope bestellten sich dann auch etwas zu Abend (Penelopes Wunsch nach Fisch sorgte hier mitten auf dem Lande jedoch für eine Hektik im Gesinde, um ihn noch aus einem Weiher zu angeln) und ebenfalls Einzelzimmer. Wie gewöhnlich hatte Liv sich auch diesmal überschätzt und schob Dungarn nach einer Weile ihren Teller hin, der ihn unter „Zwischenmahlzeit“ verbuchte. Als Penelope sich nach einem Bad erkundigte und sich in die Badestube zurückzog, sobald das Wasser heiß war und Dungarn das "Kartell" noch einmal verließ, sah sich die zurückgebliebene Liv plötzlich mit dem jungen Hannes konfrontiert, der auf sie zukam: „Seid Ihr eine Zaubererin?“, sprach sie der Wirtsjunge zögerlich an. „Sehe ich so aus?“ Verschmitzt lächelnd lehnte sich die Asprinna zurück, ein eifriges Nicken des Jungen begleitete ihre Bewegung. „Und warum willst du das wissen?“ „Ich...“, setzte der Wirtssohn an, geriet in ein leichtes Stammeln, beobachtete aufmerksam die Reaktionen im Gesicht der Fremden, die er bei ihr auslöste, „ich kenne da so ein Mädchen, ich, ich will daß sie mich liebt.“
Die Fremde zog ihre Augenbrauen hoch. Dafür sollte sie so viele Jahre in den Büchern studiert haben, so viele Mühen auf sich genommen, damit ein gerade ins Erwachsenenalter kommendes Kind sie um einen Liebeszauber bittet? Das sollte nicht ihr Schicksal, ihre Aufgabe in der Zeit sein, die sie auf der Welt zubrachte, dessen war sie sich sicher.
„Du willst jetzt schon... du bist doch noch jung, warum brauchst du da Hilfe von Zauberei?“, fragte sie, aber der Junge hatte wohl schon ihren skeptischen Gesichtsausdruck gesehen und wandte sich wieder ab, während die Reisende sich zurücklehnte und sich langsam ihre Lider schlossen, sie merkte es nicht einmal... manchmal durchzog ein Lächeln ihr Gesicht, manchmal legte sich die helle Stirn in Falten... doch als sie ihre Augen öffnete, schien ihr etwas Neues klar geworden zu sein. Lächelnd hob sie den Methumpen dem jungen Wirt entgegen und trank dann aus, um nach Oben zu gehen.
Währenddessen war Dungarn bei Bürger Treibl, dem seit einem Überfall stark näselnden Gemischtwarenhändler und hatte ihm alle Nägel, Hufeisen und andere eiserne Dinge abgekauft, die er bei Einbruch der Dunkelheit noch zu Barren einschmolz, um einen Vorrat zu haben. Danach schälte auch er sich in seinem Zimmer aus Kettenhemd und Lederkleidung und ließ sich ins Bett sinken, um kurz darauf einzuschlafen.
Mitten in der Nacht erwachte Dungarn wieder: Irgendein Idiot wummerte gegen die Wand seines Zimmers! Er schlug ärgerlich ebenfalls gegen die Wand und machte sich Luft: „Ruhe! Laßt die anständigen Bürger mal schlafen!“, bevor er sich umdrehte und wieder einnickte. Kurz darauf wummerte es wieder.
In ihrem Zimmer erwachte Liv und rieb sich die Augen: „Das kann doch nicht wahr sein.“ Sie zog sich schnell Etwas über und ging auf den Gang, um nachzusehen, woher der Lärm käme. Aber da war es schon wieder ruhig. Grummelnd ging sie ins Bett zurück.
Auch Penelope war wach und sah müde zum leergegessenen Teller auf dem Zimmertisch. Sie murmelte: „Schön, daß es dir schmeckt. Aber das hilft mir nicht, das Geschnarche dieses Zwergs zu überhören. Er reagiert ja nicht mal aufs Klopfen.“ Sie kratzte sich am Kopf. „Nein, das glaub ich nicht. Ich werd einfach ein Kissen über meinen Kopf legen.“ Sie zögerte, dann grinste sie höhnisch: „Das interessiert mich so sehr wie Abuk, was du machst, aber Du kommst nicht zu mir ins Bett, vergiß es.“ Dann drehte auch sie sich um, zog ein Kissen über ihren Kopf und schlief nach einer Weile ein.
Etwa so weit waren wir per P&P in Köln gekommen, was jetzt kommt, beschreibt die Ereignisse, die dazwischen passieren, bis die eMail-Aktionen beginnen...
Am nächsten Morgen, also dem 2. Helwet im Abernack 29 (welcher in Likandien der 50. Tag des Frylido ist), stand Dungarn schon weit vor Sonnenaufgang auf und ließ seinen Panzer und die Axt Links liegen, zog sich seine besten Kleider an; er malte mit einem Stück Kohle unter jedes Auge einen schwarzen Strich und band sich um jeden Arm einen braunen Stoffstreifen. Summend ging er hinunter und heraus auf den Hof, wo er seine Esse wieder anfachte – diesmal mit Holz und nicht mit Kohle. Diesmal war er nicht hier, um Metall zu schmelzen. Als das Feuer brannte, zog er ein kleines, braunes Beutelchen hervor und streute kleine Harzkugeln in das Feuer, er atmete den Weihrauch ein und begann, einen länglichen, polierten Stein in seiner verbliebenen Hand zu drehen, während sein Summen zu einem Lied anschwoll, tief, monoton. Der Tag des Gar Ragad, des Festes der Ahnen, war gekommen.
Liv und Penelope trafen sich eine Stunde später unten im Schankraum und sahen beim Frühstück durch die Fenster in den Hof, wo Dungarn sang und Wölkchen produzierte. „Hast Du eine Ahnung, was er da treibt?“, fragte Penelope. Liv schüttelte den Kopf: „Ich weiß, daß heute eins der zwergischen Feste ist, aber um was es geht, weiß ich nicht. Lassen wir ihn besser in Ruhe.“ Penelope murmelte: „Nein ich glaube nicht, daß es damit was zu tun hat.“ Liv sah sie verwirrt an: „Du glaubst nicht, daß er da eine Art Fest feiert?“ Penelope winkte ab: „Ach was, wer redet denn über Zwerge? Es ging um das Plankenfest, das jetzt demnächst irgendwann sein müßte. Wir beiden sind einfach schon zu lang unter Landratten.“ – „Aber ich war nie zur See!“ Verwirrung breitete sich in Liv Liksvik aus – diese Seefrau war verrückt. Penelope nickte: „Eben, sag ich doch. Nur Landratten. Nichtsdestotrotz will ich weiter und wenn der Bärtige da draußen den ganzen Tag Lagerfeuer macht, wird das wohl nichts mehr. Also was ist, kommst du mit oder versauerst du hier in dem Kaff? Gut, dachte ich mir, du kommst mit.“ Und bevor Liv sich‘s versah', hatte Penelope sie nach oben zum Packen gescheucht (nicht daß sie viel gebraucht hätte).
Als sie wieder nach unten kam, winkte Penelope mit zwei Fahrkarten für die Kaiserliche Postkutsche und rauschte die Treppen hoch, um ihren Rucksack zu holen. Liv zahlte für Unterkunft und Essen beim Wirt (dem Alten), und keinen Augenblick später war Penelope auch wieder unten und knallte dem Wirt die Zeche auf den Tisch: „Laß uns verschwinden!“ Liv hielt Penelope auf und wandte sich dann zum Wirt: „Herr Wirt, wenn Meister Dungarn da draußen seine Rituale beendet hat, so sagt ihm doch, wir danken ihm für die Mitfahrt und wünschen ihm eine gute Reise, aber es hätte uns schon weitergezogen. Sagt ihm auch, daß ich... daß wir beide uns über ein Wiedersehen freuen würden.“
Als der Wirt es ihr einmal wiederholt hatte, nickte sie zufrieden und folgte Penelope hinaus zur Poststation, wo die Kutsche gerade eintraf und ein Gast die Kutsche verließ und mit Hilfe einer der Kutscher, einem dicken, schmierigen Mann, der ebensogut am gesunden Ende einer Armbrust am Straßenrand hätte stehen können, sein Gepäck vom Dach entlud. Der andere Kutscher, ebenfalls recht breit gebaut – er hatte einen Morgenstern am Gürtel hängen – gröhlte gerade: "FREIDORF, eine Viertelstunde Aufenthalt. Kutsche fährt weiter nach TAMERONE!" und sprang ab, um dem herbeieilenden Stationsvorsteher beim Auswechseln der vier Pferde zu helfen.
Penelope grinste: „Na, das ist doch schon was anderes als ein Schweinewagen.“ und näherte sich mit Penelope der Kutsche, aus der noch 3 andere Gäste ausstiegen, um sich ein bißchen die Beine zu vertreten: Der eine offenbar ein Magus (in der weißen Robe der Hangoveraner Gilde, so erkannte Liv), der einer atemberaubend gutaussehenden Frau aus dem Wagen half, zudem ein Mann in dem schwarzen Mantel mit dem Totenkopf-und-Fackel-Symbol eines kingisischen Inquisitionsbeamten. Penelope ächzte ein leises „Verdammt“, aber dann fing sie sich und lächelte charmant, als Liv und Penelope am Wagen ankamen. Der Beamte lüpfte den Hut und deutete eine Verneigung an.
Ab hier beginnt die eMail-Spielerei. :-)
19 Von: eva krapf <post@evakrapf.de>
Datum: Mi, 13. Mär 2002 17:24
Betreff: Liv wundert sich am 2.Helwet im Abernack 29
Irgendwie ging Liv gerade alles viel zu schnell. Übermüdet nach einer Nacht, in der sie wegen des ganzen Lärms nicht schlafen konnte, sind ihre Gedanken noch nicht ganz in der Gegenwart angekommen und erst jetzt, als sie vor der Kutsche steht, holen sie sie ein. Erst jetzt wundert sie sich, wie Penelope auf die Idee mit der Kutsche gekommen ist, wo sie es doch auf Dungans Wagen fast nicht ausgehalten hat. Und dann so eine Eile. „Die ist nicht ganz normal.“ Resigniert zuckt sie die Schultern, erst dann bemerkt die große, zu dünne Frau mit dem hüftlangen blonden Haar die anderen Fahrgäste. Liv zwingt sich dazu, trotz der Müdigkeit freundlich zu lächeln, als die drei aussteigen und neigt leicht den Kopf. Eher weil sie überrascht ist, daß hier in diesem Ort überhaupt jemand aussteigt, vergewissert sie sich, ob auch die anderen drei Reisenden ihr Gepäck abladen.
Die junge Frau trägt einen knielangen Rock aus dunklem Leder, dazu eine um den Kragen pelzverbrämte Lederweste der gleichen Farbe. Auch wenn so früh am Morgen die Luft noch eine kühle Frische ausstrahlt, hält sie es nicht für nötig, sich wärmer zu kleiden. Die Asprinna trägt keine Kennzeichen, besondere Kleidung oder besondere Ausrüstung eines speziellen Berufs, auch bewaffnet ist sie nicht, abgesehen von einem kräftigen Wanderstab, der wohl zur Verteidigung in brenzligen Situationen geignet wäre. Ihr einziges Gepäck ist ein fellbesetzter Lederranzen auf ihrem Rücken, sowie ein kleiner Beutel und ein ebenso kleines Messer an ihrem Gürtel. Aus leichten Augenringen funkeln hellblaue Augen im frühen Morgenlicht.
„Danke, Penelope, dass du mir auch eine Fahrkarte für die Postkutsche besorgt hast.“, wendet sie sich an ihre Begleiterin. „Eine seltsame Reisegesellschaft ist das, ob die wohl alle zusammen gehören?“, murmelt sie, „Na da bin ich mal gespannt... eigentlich wollte ich mich heute noch nach diesem Reiter von gestern erkundigen, merkwürdig ist das schon, daß hier so niemand darüber gesprochen hat. So etwas kann doch nicht normal sein! Ob die Zeit noch reicht?“
Für paar Herzschläge zögert sie, dann tritt sie auf den Kutscher zu, „Erst einmal unsere Plätze besetzen....“ murmelnd. „Guten Morgen,“ spricht sie ihn mit einem angedeuteten Nicken freundlich an, „wir haben Fahrscheine für die Kutsche erworben. Ich hoffe, es ist noch genug Platz für zwei Personen.“
20 Von: Jens.Roehling@daimlerchrysler.com
Datum: Mi, 13. Mär 2002 18:11
Betreff: Ryad spürt den Nebel am_2.Helwet_im_Abernack_29
Der Magus streicht seine langen, schneeweißen Haare in seine Kapuze zurück, die an der körperlangen Robe befestigt ist. „Mein Name ist Ryad Mur' Jebit-Umos, seid gegrüßt in unserer bescheidenen Gesellschaft,“ grüßt er die hinzugekommenen Damen und scheint dabei auffallend nervös. Dabei funkeln aus seinem beschatteten Gesicht zwei rote Augen. Dann wendet er sich von Liv ab und wieder seiner Tätigkeit zu, einen etwa zwei Meter langen knorrig gewachsenen Holzstab von dem Staub der Reise zu reinigen, stets ein wenig von der Gruppe entfernt. „Kutscher, wäret Ihr so freundlich, mir Bescheid zu geben, wenn Ihr abfahrt?“ – Mit diesem Satz zieht er sich dann endgültig aus dem Sichtfeld zurück.
Reisen ermüden mich immer, und dann noch in dieser Enge mit all den anderen Menschen. Wie sehne ich mich doch nach den Geräuschen des Waldes zurück, dieser unnachahmliche Geruch frischen Mooses... dachte er, während er feinsäuberlich ein getrocknetes Kraut zerkaute, in ein Pergament wickelte und das Werk schließlich anzündete, um genüßlich den entstehenden Rauch einzusaugen. Eine wohlige Wärme machte sich in seinem Kopf breit, und in seinen Lenden begann sich etwas zu regen. Einen kleinen Moment schloß er die Augen, um dieses Gefühl in sich zu spüren, bevor er sich wieder der Wirklichkeit übergab. Jetzt schien die Welt doch gleich viel freundlicher zu sein. Ein weiterer Zug umnebelte seinen Geist, und wenn er jetzt noch weiter rauchte, würde er nicht mehr ganz bei Sinnen sein. Ach was solls, was soll auf der Reise schon passieren? Er nahm einen weiteren Zug, hielt den Rauch lange in seinen Lungen. Langsam stieß er die Wolke aus seinem Körper, trat den Stummel auf dem Boden aus, um zu den anderen Reisenden zurückzugehen.
„Kameraden, seid gegrüßt! Schön, Euch als Mitreisende zu haben. Mögen wir eine frohe Gesellschaft sein! Mir ist nach Tanzen zu Mute!!!“ brachte er frohgelaunt und überschwenglich zum Ausdruck, während er sich ungelenk im Kreis drehte. „Wo ist denn wohl die nächste Schänke? Ich habe Hunger! Ach, wir stehen ja direkt vor einer, wie dumm von mir. Wirt! Wirt mein Freund! Fahre auf, ich bin völlig ausgehungert! Ich könnte ein Schwein vertreiben...halt...verspeisen! Ich könnte ein Schwein verspeisen, bringt mir gebratenes! Und Met! Jaaaaa, Met, das wäre es jetzt! Nur einen winzigen Schlock!!!“
21 Von: magesty@gmx.at
Datum: Mi, 10. Apr 2002 18:03
Betreff: Auf in die Kutsche! (2. Helwet im Abernack 29)
Penelope sieht Liv verwirrt an: „Karte? Wovon redest Du? Ich hab nur für uns zwei je ne Karte, und was mit Dir ist, mußt du selbst mit dem Kutscher regeln.“ Sie reicht eine der Kutschenkarten nach unten zum Boden und läßt sie dort los, und ein launischer Wind trägt sie wie ein Blatt im Herbstwind in die Kutsche. „Scheint jedenfalls so, als hätte der Kleine seinen Platz schon gefunden.“, nickt sie zufrieden.
Als dieser Jebit-Umos-Raucher mit den komischen Augen sich vorstellt, lehnt sie sich an die Kutsche und murmelt hinein: „Na prima, daß du so ungeduldig bist, jetzt reisen wir schon wieder mit Verrückten... und mit einem Inquisitor. Ich hoffe, daß die likandisch-kingisische Zusammenarbeit so schlecht ist, wie immer berichtet wird...“ Dann wirft sie ihren Rucksack in die Kutsche, meint: „Paß drauf auf, ich sitz da jetzt.“ und lehnt sich wieder an, diese Leute beobachtend. Als Ryad dann so verändert zurückkehrt, schleicht sich ein Lächeln auf ihr Gesicht: „Na vielleicht wird das doch lustiger, als ich dachte...“
22 Von: cptleifbane <Guellaouen@gmx.de>
Datum: Mi, 10. Apr 2002 18:12
Betreff: [GM] »2. Helwet im Abernack 29«
Der Kutscher wendet sich Liv zu und mustert sie, dann erhellt ein breites Grinsen sein Gesicht: „Zwei Personen? Aber sicher doch, wenn ich nur so Fahrgäste wie sie hätte, könnt' ich gleich die doppelte Menge an Gästen befördern.“ Dann lacht er laut und sein Kumpel knufft ihn von oben her, er grinst aber auch.
Nachdem Ryad einige Zeit rumkrakeelt hat, läßt sich auch der Wirt des Kartells an der Tür blicken und überlegt, ob er sich über kommenden Absatz freuen soll oder aber Einen, der nach Ärger riecht, unter sein Dach lassen soll. Aber da die Strecke so befahren auch nicht ist, fällt ihm ein Kompromiß ein und er brummt: „Ich brings raus, wenn's recht ist!“
Der Inquisitor wirft allen einen prüfenden Blick zu, aber er scheint keine besondere Notiz von irgendwem zu nehmen. :-)
24 Von: eva krapf <post@evakrapf.de>
Datum: Mi, 10. Apr 2002 20:06
Betreff: Abreisevorbereitungen (2.Helwet im Abernack 29)
"Die spinnt. Aber ich wiederhole mich." Liv sieht der einen Fahrkarte nach, die durch die Luft flattert. Liv nickt den Kutschern freundlich zu. „Danke, ist noch die Zeit, sich kurz etwas zu Essen zu holen? Habe heute Morgen in der Eile ganz vergessen, Proviant mitzunehmen.“ Dann, sich zu ihrer Reisebegleitung umwendend, geht sie die paar Schritt auf den Einstieg der Kutsche zu. „Sie haben wirklich noch Plätze für uns, Penelope.“ Erst jetzt läßt sie ihren Blick länger auf den Mitreisenden ruhen und mustert sie neugierig. Am kürzesten sieht sie den Inquisitor direkt an. „Ich geh mir noch schnell was zu Essen holen, nicht, daß ich in der Kutsche vor Hunger umkomme. Soll ich dir was mitbringen? Bin gleich wieder da.“
Sie lehnt ihren Stab an die Kutsche, nimmt ihren Ranzen ab und legt ihn auf einen Sitzplatz. Dabei fällt ihr Blick auf den hellen Flecken der Fahrkarte und möglichst unauffällig fischt sie sie hervor. „Dafür lade ich sie mal ein,“ murmelt sie vor sich hin, während Penelope ihre Selbstgespräche führt, „Wäre ja schade, wenns sie das ganze Geld für Nichts ausgibt.“
Als sie sich wieder umdreht und den aufgedrehten Magus sieht, kann sie ein Lachen nicht unterdrücken. Doch auf die Aufforderung zum Tanze geht sie nicht direkt ein. „Liv ist mein Name, bis gleich in der Kutsche!“ Fröhlich eilt sie auf den Wirt zu. „Könnt Ihr mir auch noch ein bißchen Proviant mitbringen? Brot, einige Äpfel, Wurst oder derart? Ich habe das vorhin ganz vergessen. Vielen Dank.“ Kurz wartet sie noch auf eine Antwort, bevor sie sich schon ihrem nächsten Vorhaben zuwendet.
25 Von: chaos_sebi <ser@eutelis.de>
Datum: Mo, 15. Apr 2002 22:18
Betreff: "Der Alte" - 2. Helwet im Abernack 29
Plötzlich ist ein Gezeter zu hören, in einer Sprache, die keiner kennt (außer er hätte seine Wäsche schon einmal bei Iponesen waschen lassen). Einen Augenblick später sieht man auch die Quelle des Lärms: Ein weißhaariger, alter Mann in muffiger Kleidung, der versucht, ein Pferd zu „lenken“ – oder eigentlich eher ein prächtiges Pferd, das nach eigenem Gutdünken einen alten Mann als Gepäck mit sich herumträgt! Das Pferd bewegt sich bis zu den Kutschpferden und bleibt dort stehen. Irgendetwas ist merkwürdig an ihm... aber was?
Der „Alte“ ignoriert alle Blicke und schimpft mit seinem Pferd, es solle nicht stehenbleiben oder doch wenigstens bis zur Türe des Gasthauses laufen. Als er dies sagt, hält er plötzlich inne und stellt erstaunt fest: „Huch! Eine Kutsche. Sagt, könntet ihr mich vielleicht mitnehmen?“ Er schaut zum Kutschbock hoch: „Mein Esel ist immer so stur, er macht nie, was man ihm sagt! Es wäre schön, wenn ihr mich mitnehmen könntet, ich kann auch bezahlen!“
Ohne eine Antwort abzuwarten, plappert er munter weiter: „Gut, dann werde ich meine Sachen mal aufladen.“ und ohne sich weiter aufzuhalten, versucht der „Alte“ von seinem „Esel“ (dem Pferd also) zu steigen und fällt herunter. Schnell rafft er sich auf, murmelt etwas von unfreundlicher Jugend, man hätte ihm ja helfen können, bevor er versucht, seine Sachen auf die Kutsche zu laden, als ob es selbstverstänlich wäre. Dem Kuscher wirft er einen Beutel mit Geld zu, bevor der reagieren und den Alten abwehren kann und steigt sofort ein, während ihr noch kaum wißt, ob ihr protestieren oder lachen sollt. Zum Kutscher sagt er, er möge doch den Esel hinten anbinden und nun losfahren.
Wettstreit der Fertigkeiten wurde verdeckt ausgeführt. Ryad, Jasmina, Inquisitoren und Wirte nicht weiterlesen! Liv, Penelope, und Kutscher können weiterlesen: Als der Alte mit dem Pferd anfängt zu schimpfen, daß es gefälligst nicht stehen bleiben solle, fällt Euch auf, was Euch bisher so merkwürdig vorkam, was ihr aber nicht benennen konntet: Der „Alte Mann“ ist gar keiner, tatsächlich ist er ein Iponese in seinen besten Jahren, der sich die Haare mit Kreide weiß
färbte, das Gesicht geschickt geschminkt hat und versucht, wie ein alter Iponese auszusehen, zu reden und sich zu bewegen!
27 Von: Guellaouen@gmx.de
Datum: Do, 18. Apr 2002 9:47
Betreff: SL - Gerüchte und Informationen
So, mal eben zwischendurch etwas, das jeder gehört haben kann (ich werde solche Gerüchtebriefchen immer wieder mal einstreuen). Der Wahrheitsgehalt sei mal dahingestellt. :-)
Vor einem halben Jahr etwa (im Octon 28) gab es in der Provinz der Alten Länder einen Zwischenfall, der Unmut in der Bevölkerung erregte; offenbar war der gesamte Stadtrat der Provinzhauptstadt Eryn in chaos-kultische Dinge verwickelt und die Stadt stand bis zum Anfang des Jahres unter Militärherrschaft. Da sich ab jener Zeit entweder die Anzahl der Kulte oder zumindest die Anzahl der Aufdeckungen erheblich erhöhten, hat die Inquisition (und haben wohl auch die SEEE-Einheiten) enormen Aufschwung und mehr Einfluß beim Kaiser erlangt.
Teilweise herrschen im sumpfigen Detrowan wieder kriegsähnliche Zustände, weil Einheimische Attentate auf kingisische Soldaten und auch Siedler verüben. Oft findet man an Burgmauern mit (Erd-)Farben Parolen: „Detrowan den Detrowesen!“ und das Symbol des dort vor der Befriedung durch das Kingisische Reich vorherrschenden Schlangenanbeterkultes.
Die Hochburg des Paladinordens der „Mardenser“, die Havelburg, soll Gerüchten nach die eigentliche Hochburg der Chaoskultisten in den mittleren Landen sein, denn: „Die verstecken sich da, wo man sie am wenigsten suchen würde!“. Diese Meinung ist von Mitgliedern der Mardenser energisch bestritten worden (teilweise auch mit Waffengewalt). Dennoch scheinen in der Havelburg Razzien stattgefunden zu haben.
Der Kaiser verhandelt mit Ipon über eine Handelsverbindung. Kenner des alten kingisisch-iponesischen Konflikts vermuten dahinter jedoch eine Finte der iponesischen Regierung.
Die einflußreiche Familie Weinstock unter der Führung des 72jährigen Berold Weinstock ist aus der (KKK) „Kingisischen Kaufmännischen Kommune“ (einer der drei großen Händlergilden) ausgetreten, mit der Begründung, daß diese ein „korrupter Sauhaufen ohne Loyalität zum Kaiser“ sei. Die Weinstocks wurden in der Gründungszeit mit Waffenhandel und später mit dem Handel von Lebensmitteln und vor allem Metallen reich. Da Mitglieder der Familie sich mit der KKK auszusöhnen versuchen, behaupten böse Zungen, die fortschreitende Senilität des Familienoberhauptes habe zum Austritt geführt. Allerdings darf durch die Trennung der Weinstocks von der KKK mit einer Verknappung an Metallen gerechnet werden, solange die Familie keine eigene Infrastruktur aufgebaut hat.
In der als „Riede“ bekannten Region scheint die Aktivität des Regionalhelden „die Riedklinge“ einen neuen Höchststand gefunden zu haben. Der von der Regierung als „Freischärler“ bezeichnete angebliche Kriminelle greift vorzugsweise Reiche und Adlige an, die vom Volk als übermäßig hart oder grausam bezeichnet werden. Außerdem scheint er eine Schwäche für die Töchter dieser Adligen zu haben, bisher werden 3 Entführungen im Zusammenhang mit der Riedklinge gemeldet. Ermittlungen laufen.
28 Von: Jens Röhling <je.ro@gmx.net>
Datum: Mo, 22. Apr 2002 8:55
Betreff: 2. Helwet im Abernack 29 - Bereit zur Abreise
Ryad ruft laut: „He Wirt, vielleicht serviert Ihr es mir als Reiseproviant, aber gebraten muß es sein!“ Dann sinniert er weiter vor sich hin: „Scheint ja bald los zu gehen hier. Das werden ja immer mehr. Iponesen, die nicht reiten können,...“ Wiederum lauter: „He Alter, vielleicht liegt es daran, daß dies ein Pferd ist, das Ihr da bewegt. Ihr sitzt auf dem falschen Tier. Der wird erfreut sein, der Euren Esel geerbt hat...Hihihihihi“ (Anhaltendes Kichern); wieder leise: „Na wenigstens sind sie lustig... Frauen, die Gespenster sehen, die andere scheint ganz vernünftig zu sein.“
Er hüpft zur Kutsche, fuchtelt dabei mit den Armen und gibt für eine halbe Minute irgendwelche altertümlichen Gesänge von sich, bevor er den Alten auf Iponesisch anspricht: „Seid gegrüßt, edler Alter. Mein Name ist Ryad Mur' Jebit Umos. Ich freue mich auf die Reise mit Ihnen. Bestimmt könnt Ihr uns die Reise mit witzigen und lehrreichen Geschichten verkürzen.“
Schließlich wendet er sich Penelope zu: „Verzeiht, edle Dame. Ihr und ihr Begleiter haben sich den Platz reserviert, den ich vor Ihrer Ankuft innehatte. Würde es Euch was aus machen, einen Sitz weiter zu rücken?“ bringt er mit einer tiefen Verbeugung vor, gefolgt von einem langen Kichern.
29 Von: chaos_sebi <ser@eutelis.de>
Datum: Di, 23. Apr 2002 1:39
Betreff: 2. Helwet im Abernack 29 - Bereit zur Abreise -- Der Alte :-)
Der Alte Mann zuckt, schaut sich um und sagt auf Iponesich: „Ein Landsman! Wo seid ihr?“, bevor er Ryad sieht und ihm antwortet: „Oh, ihr sprecht meine Sprache! Mein Name ist Sami Hong.“ Auch dem Rest der Umstehenden stellt er sich als Sami Hong vor. Wieder auf Iponesich und etwas entrüstet spricht er weiter zu Ryad: „Wie? Sehe ich so aus wie ein Geschichtenerzähler? Blos weil ich etwas in die Jahre gekommen bin?“ Er zögert, wird danach aber freundlicher: „Das erinnert mich an eine Geschichte über die »Einsicht eines Hauptmanns der Stadtwache«, ja, so lautet die Geschichte:
»Heute war ich zum ersten Mal seit acht
Jahren nicht beim Schwerttraining. Eigentlich ist dies nichts
Besonderes. Aus dienstlichen Gründen, wegen einer Einladung oder
einer kurzen Krankheit kann es leicht passieren, daß man nicht
zum Training geht. Doch ich bin nicht krank und auch sonst nicht
verhindert, am Training teilzunehmen. Heute wollte ich nicht kämpfen.
Überraschenderweise habe ich den Kampf, die Bewegung, die
Menschen überhaupt nicht vermißt! Warum auch sollte man
als erwachsener Mensch seine befristete Lebenszeit damit verbringen,
einen Sparringspartner über den Platz zu schlagen? Warum mit
irgendwelchen Leuten über Wachpläne, Mannschaftsleistungen
und Termine diskutieren? Solange man sich zu diesen Dingen zugehörig
fühlt, mitmacht, sie als wichtig erachtet, solange macht alles
Sinn. Doch stellt man sich gewissermaßen nur einen Schritt
neben die Dinge, dann sind sie vollkommen
bedeutungslos!
Schwerthaltung, neue Rüstungen, Ranglisten –
alles spielt keine Rolle mehr! Für was hat man geschwitzt, ist
gerannt, hat die Schwerthaltung mühsam korrigiert? Ich empfinde
eine tiefe Beunruhigung. Es ist klar: Nicht nur auf den Schwertkampf
trifft die Subjektivität des Sinngehaltes zu.
Alles aufgeben – Alles erhalten –
Alles aufgeben – Alles behalten. Alles bedeutungslos.
Grenzen
? Loslassen? Zweifeln ?
Es klopft an der Tür. Das
Nachbarskind fragt,ob ich ihm den Schwertkampf beibringen könnte.
Ich
werde es gerne tun.«
So endet die Geschichte."
Nach dieser kleinen Geschichte meint der Alte Hong zu Ryad: „Sei Dir gewiß: Ich werde Dir keine Geschichten erzählen, so alt bin ich nicht, sonst hätte ich nie eine Wäscherei aufgemacht, sondern wäre Barde geworden oder wie ihr das hier nennt.“
30 Von: cptleifbane <Guellaouen@gmx.de>
Datum: Mi, 24. Apr 2002 13:10
Betreff: 2. Helwet im Abernack 29 - Und immer noch trödelt alles!
Einer der Kutscher verneigt sich vor Liv bis zum Boden: „Oh ja, Milaidi, seid versichert es geht bald weiter-“ dann erhebt er sich und lacht: „Aber erst wenn nach unseren Gäulen auch wir gegessen haben, so viel kriegen wir dann auch nicht bezahlt, daß es uns eilt! Also eßt ruhig in Ruhe.“ Lachend fährt er fort, seinem Kumpel dabei zu helfen, die Pferde zu wechseln.
Als sie zum Wirt ruft, was sie wünscht, nickt dieser freundlich – dieses nette Mädel ist nicht so merkwürdig wie der andere Krakeeler da: „Einmal Reiseproviant quer durch den Garten, kommt sofort!“. Zu Ryad brummelt er, sich schon abwendend: „Gebraten, jawoll, Magus. Solang ihr hier nicht herumhext...“, bevor er wieder im Kartell verschwindet.
Der Inquisitor betritt den Gemischtwarenladen, und zwei Knechte begucken neugierig die ausgefallene Gesellschaft, anstatt ihrer Arbeit nachzugehen. Die Sonne steht inzwischen ~35° über dem Horizhont, und ein Mädchen spielt irgendwo ein trauriges Lied auf einer Flöte. Leichter Wind läßt es trotz der Sonne recht kühl sein und ein Schwarm Gänse fliegt in dichter Formation hoch über das Dorf hin. Ein zahnloser Alter erscheint und setzt sich auf eine Holzbank vor dem Gemischtwarenladen und beobachtet die Kutschgäste eine Weile, bevor er die Knechte anmeckert, daß die Jugend ja auch nichts mehr tauge, sie ein faules Pack seien und gefälligst arbeiten sollten, anstatt eine Kutsche wie jede andere auch zu begaffen. Die jungen Männer lachen, verziehen sich aber dann auch...
31 Von: magesty@gmx.at
Datum: Mi, 24. Apr 2002 13:22
Betreff: 2. Helwet im Abernack 29 - Vor dieser blöden Kutsche
Penelope grinst Liv an: „Mach das, Liv, was zu essen ist immer gut. Das was Du auch bestellt hast und – was? Achso, klar, also etwas Sauerkraut gegen Skorbut, man weiß ja nie. Heeee, Dryade oder wie Du heißt, »Weggeschwommen, Platz verkommen«, da sitzen wir jetzt, aber für so ne hübsche Frau wie mich wirst Du den Platz doch sicher gerne räumen oder?“ Verführerisch blinzelt sie Ryad an und sagt dann in einem scharfen Tonfall: „Und hör auf immer so zu fluchen, man muß nett zu den Leuten sein! Entschuldige, Rigald, er meint's nicht so.“ Sie lächelt den Magus wieder an.
32 Von: eva krapf <post@evakrapf.de>
Datum: Mi, 24. Apr 2002 15:00
Betreff: 2. Helwet im Abernack 29 - Liv neugierig
Zufrieden, daß Penelope ihre Aufmerksamkeit bei ihrem kleinen Freund hatte, blickt sie den Wirt dankbar an, als er ihr so zuvorkommend den Proviant verspricht. „Ich danke Euch, macht doch bitte ein schönes Proviantpaket für zwei Personen zurecht. Ich komme gleich, es abzuholen, bevor die Kutsche aufbricht, dann müßt Ihr Euch nicht die Mühe machen, es durch den Garten zu tragen.“ Mit einem freundlichen Zwinkern wendet sie sich ab, dreht sich um und geht auf die Poststation zu, als sie den Alten auf der Bank vor dem Krämerladen bemerkt.
Ohne Umschweife geht sie direkt auf ihn zu und setzt sich neben ihn. Mit ihren hellblauen Augen seinen Blick suchend, redet sie ihn direkt an: „Sagt...“, eine Unterbrechung in ihrem Redefluß tarnt sie damit, daß sie einmal Atem holt, „der Herr, ist es in dieser Gegend normal, daß schwarz gewandete Männer auf schwarzen Pferden durch die Gegend galoppieren und als Begleitung quer über ihrem Sattel liegende Frauen in wehenden Röcken haben?“
Solange sie noch nicht die Reise in der Kutsche auf sich nehmen muß, will sie die Zeit genießen, während der sie noch so unverschämt viel Platz hat und streckt die Beine aus. „Denn gestern sah ich so einen Reiter sich von diesem Ort entfernen und als wir hier ankamen, schien es, als gehe das Leben seinen Gang. So nehme ich an, es kann keine Entführung gewesen sein, da sonst hier sicher nicht diese Ruhe geherrscht hätte.“ Die Füße übereinander schlagend wartet sie auf Antwort. Dem Iponesen wirft sie nur einen kurzen Blick zu, als sich ein Grinsen auf ihrem Gesicht ausbreitet. Doch beachtet sie ihn vorerst nicht weiter.
34 Von: cptleifbane <Guellaouen@gmx.de>
Datum: Fr, 26. Apr 2002 3:30
Betreff: Re: 2. Helwet im Abernack 29 - Liv neugierig
Der Alte blickt weiter auf die Kutsche und das Treiben darum herum und sieht nicht zur Seite – nicht zu Liv. Erst scheint er Liv vollständig ignorieren zu wollen, dann sieht er sie doch an, prüfend, musternd. „In derer Geeschend...“, beginnt er leise im tiefkingisischen Dialekt, bevor er den Blick wieder auf die Kutsche richtet, „...es es üblisch, daß Leude, die wo sisch ney ze benemme wisse, uff ihrn Fehlverhalde uffmergsam gemachd werdde. Des Anwesen, wo am Bach stehd, geherd dem Mann, der – so schwazze bese Zunge – seid seim Eindreffe privaade Feiern vonneren stark gestieschene Gemeindesteuern aasrichd. Offenbar es em die Lust am Feiern vergange, un dey Anwohner leide middem unnerem Verlust von saaer Tochdr. S'es zuu schad, daß wer nur dumme Bauern sin un em ned beierer Suche helfen könn.“, erklärt er, ohne eine Miene zu verziehen. „'r suchd awwer nach dem Bobbelsche von Hardtwigs, wie mer hert, weil der zer selwen Zeit verschwand wie die Tochter vom Vogt... Isch glaab ja, daß der Bub dem Mädsche schee Aure gemacht het, un die zwaa sisch verdriggt hawwe. Meeschlisch wär's aach, daß die Riedkling dem Hardtwigger geholwen hat, oder daß der »Freischärler« – bei dieser von der Regierung verwandten Bezeichnung grinst er kurz – »sisch des Mädel so gehold hat, un der Jung nur so ausgebüchst es. Waas mer's? Mer waases ned. Sie sin ned von hier, sin se?«, wendet er sich Liv wieder zu.
33 Von: Guellaouen@gmx.de
Datum: Fr, 26. Apr 2002 2:06
Betreff: (von Jurij) -Jasminas Aktionen-
Solang Jurij es noch nicht geschafft hat sich wieder einzutragen, poste ich, was er mir schickt.
Etwas irritiert mustert Jasmina die neuen Fahrgäste. Weder die zwei Frauen noch der Druide scheinen ihr bei klarem Verstand zu sein. Einen bedrohlichen Eindruck machen sie dennoch nicht und so hegt sie die Hoffnung, daß die bis jetzt sehr ermüdende Reise ab nun zumindest unterhaltsamer werden wird.
Das Kaff, in dem die Kutsche gehalten hat, ist nicht sonderlich groß und ähnelt den anderen, in denen sie zuvor Station gemacht hatten. Gelangweilt steigt Jasmina aus der Kutsche, um sich die Beine zu vertreten und die örtliche Taverne aufzusuchen. Nachdem sie sich dort gestärkt hat, begibt sie sich wieder zur Kutsche, um auf deren Abfahrt zu warten. Ein wenig gelangweilt sieht sie sich um...
35 Von: Jens Röhling <je.ro@gmx.net>
Datum: Fr, 26. Apr 2002 3:19
Betreff: 2. Helwet im Abernack 29 - Vor dieser blöden Kutsche
„Ihr jungen Frauen glaubt immer, daß Ihr Euch alles erlauben könnt. Nur wegen dieses... dieses... Ehma-Papyrus. Diese neumodischen Schriften hetzen nur die Bevölkerung gegeneinander auf. (hihihihihi) Aber gut, ich will ein Gentleman sein, oder wie das bei den Seldenern heißt! Ich suche mir einen anderen Platz! Lange werdet Ihr das auf dem Land sowieso nicht aushalten, so ohne Bewegung unter den Füßen. Wenn gar nichts schaukelt...(hhihihihi)“ Er setzt sich schmollend möglichst weit weg von dem legenden Rucksack und wartet auf den Wirt.
36 Von: eva krapf <post@evakrapf.de>
Datum: Sa, 27. Apr 2002 3:53
Betreff: 2. Helwet im Abernack 29 - Liv versteht fast nix
Geduldig wartet Liv. Sie legt den Kopf in den Nacken und läßt sich die Morgensonne ins Gesicht scheinen. Unangenehm ist ihr die Gesellschaft des Alten nicht und so kann sie auch schweigsam warten, bis die Kutsche abfahrtbereit ist. Als der Alte zu sprechen beginnt, entgleist die Mine der Asprinna zu einem verständnislosen Blick, die Stirn legt sich in Falten und das künstliche Lächeln, mit dem sie ihre Schwierigkeiten den Alten zu verstehen, überdecken will, verschlimmert dies alles nur noch. „An wen bin ich hier denn geraten?“, murmelt sie irritiert vor sich hin. Doch die Wortfetzen, die sie aus dem Kauderwelsch heraushören kann, wollen ihr nicht zusammen passen. „Was haben denn Feiern damit zu tun, dass eine junge Frau entführt wurde? Und ist das Fehlverhalten nicht die Entführung?“ Liv fährt sich mit den Händen über das Gesicht, die Finger dringen wie ein Kamm zwischen ihre Haare, die sie mit einer schnellen Bewegung nach hinten wirft. Aus dem zweiten Teil der Erklärung des Alten will sie noch weniger schlau werden, so daß sie froh ist, überhaupt wieder etwas zu verstehen.
Liv wendet ihren Blick zu des Alten Augen, gibt weiteres Nachfragen auf und ihr erleichtertes Lächeln entblößt ihre Zähne. „Ja, ich komme aus Asprin. Ich reise, um die Gebräuche anderer Kulturen kennenzulernen.“ ... „Und ich fürchte, ich muss dazu erst einmal lenen, die Leute zu verstehen“, fügt sie leise, an Niemand bestimmten gerichtet, hinzu.
37 Von: cptleifbane <Guellaouen@gmx.de>
Datum: Sa, 4. Mai 2002 3:25
Betreff: Betrifft: 2. Helwet im Abernack 29 - Liv versteht fast nix
„Eschbrin? Guuder Golda, da sinnse ja e ganz schee Schdiggelsche gereist.“ Der Greis grinst Dich anerkennend an. „Endfiehrung iss werglisch ned die feine Aard, gebbisch ja gern zu, awwer isch sach ja auch ned, daß der Reider kein Väbrescher is, gell? Der Pungt is nur, daß die Sach midderer Tochder vom Vogt von der Gemeinde möschlischerweise als Denkzeddel betracht' wern könnd, des mer mit den Schdeuern die Räuwer drause und die Schdraase intakt häld, un se ned versäufd und verfeierd, so wie mansche des dem Vogd nachsaache dun. Also, des hab isch so geherd, gell? Isch bin ja en alde Mann un Bolledick inderessierd misch nemmer so, Golda werd's schon rischde.“
38 Von: eva krapf <post@evakrapf.de>
Datum: Mo, 6. Mai 2002 1:36
Betreff: [Die Alten Länder] 2. Helwet im Abernack 29 - Liv immer neugieriger, solange der Wirt auf sich warten läßt
Liv nickt. „Ja, weit gereist,“ bestätigt sie, was sie verstanden hat. Dann versucht sie, aus den Worten des Alten die Essenz herauszufiltern, was ihr allerdings recht viele Probleme macht. „Passiert soetwas hier öfter? Ein Denkzettel? Oder.. gibt es eine Beschreibung des Entführers? Auch wenn ich mit dieser wahrscheinlich nicht viel anfangen kann, fürchte ich, bei dem Dialekt.“ Den Letzten Satz mehr gemurmelt,wendet sie ihren Blick wieder dem Alten zu. „Und der Tochter?“
39 Von: Guellaouen@gmx.de
Datum: Mi, 8. Mai 2002 3:35
Betreff: Rä: 2. Helwet im Abernack 29 - Liv immer neugieriger
Der Alte grinst ganz kurz und wirkt dann wieder unbeteiligt, so wie vorher, als Liv die Frage stellt, ob Denkzettel hier öfter vorkämen. „Ne Beschreibung vom Endfierer? Ja, eine sehr genaue. Lisa! Liiiisa!“, ruft er, und ein vielleicht 8jähriges Mädchen kommt herbeigelaufen. „Geh, hol'mer ma des Geschischdenbuch auserer Kapelle.“ Das Mädchen nickt und flitzt fort, um eines der Häuser herum.
„De Endfihrer es schon sehr ald. Älder als isch. Die ersten Geschischden vonnerer Riedklinge gab's schon weiland vor 5 oder 6 Genneratione. Se werd immer beschriwwe als en Mann – und ganz selden aachemol ne Frouwe – in schwazze Kledage, samt Huud un Mandel und Stiffelsche, all schwazz. Aber daderum geht's garned. Worum's gehd, es die Riedkling selwer, also, des Schwerd. Un dadrum, des des Schwerd samt Person, wo's fihrd, immer dann uffdauche, wenn's Volg hier auserer Geeschend ungereschd behandelt wird. Also, seschd mer sisch so, gell? Is nur ene Legende, awwer offenbar eine, die junge Hitzköpp dezu bringe dud, sisch ze verkleide und Ärscher ze mache, wenn ihne was ned inn Kram basse dud.“ Das Mädchen kommt mit einem alten, abgewetzten Buch zurück [1], gibt es dem Alten mit einem Knicks und bleibt dann neugierig bei Euch stehen. Der Alte blättert kurz und zeigt dir dann einen abgedruckten Holzschnitt von einem furchterregenden schwarzen Reiter ohne erkennbares Gesicht, der im Vorbeireiten eine schlanke Klinge nach einem offenbar reichen Mann am Boden schwingt.
Untertitelt ist es: „Wo Unreht weilt, sull si niht felen, / die Riedkling mag es al vergelen.“
„Die Dochder habbich en paar Maa hier gesehn, awwer er hattse nie ohne Begleidung aussem Haus gelasse. Is ganz schnuggelisch, met braunem, loggigen Haar, em gebärfreudische Begge und aach sonst guud beienanner, had dauernd so en Bligg als werd se dräume. Kann guud sein, dasse ahm vonneren Jungs gefalle hat, unner se mitgenomme hat innerer Verkleidung. Oder vielleischd werd Unreschd hier ja werglisch beschdraafd, wer kann des schon so genau saache?
De Femegerischdsbeamde, den de Vogd nu gehold hat, werd sich der Verbrescher schon annehme.“, meint er zum Schluß schmunzelnd. „Eisch muß jetz was esse, isch lass Ihne des Büschelsche da, leese se ruisch, wenn se könne, oder lasse se sischs vorlese, is eschd spannend. Lasse ses aafach hier lieje, wenn se abfahrn, die Lisa findt des dann und dut's hin, wo's hingeheerd. En Guuden, noch.“ Er erhebt sich mühsam...
[1]: Leute, die literarisch Gebildet sind (History, Story Lore oder Literature haben), wissen, daß es sich um einen Band aus "Troßwinckels grosßem Compendium der Kingisischen Legenden, Sagen und Geschichten, illustrieret und illuminieret" handelt, einer bekannten Geschichtensammlung hauptsächlich für Kinder, aber auch mit wahren Begebenheiten, wie Bölderlin in seinem Traktat "Zur Warheidt im Troßwinckel – historisch belegbare Sagen Kingisiens" nachweisen konnte.
40 Von: eva krapf <post@evakrapf.de>
Datum: Sa, 11. Mai 2002 3:20
Betreff: [Die Alten Länder] 2. Helwet im Abernack 29 - Liv verabschiedet den Alten
Als der Alte seine Beschreibung beginnt, nickt Liv knapp, jedoch freundlich, um die Worte nicht zu unterbrechen. Doch schon nach dem ersten Satz zeichnet sich auf ihrem Gesicht wieder Unverständnis ab. „Verstehe ich da schon wieder etwas nicht?“, murmelt sie vor sich hin, während sie weiter dem Alten lauscht. Doch dann zeichnet sich plötzliches Verständnis ab, ihre Mundwinkel heben sich. „Ah, es geht um ein Schwert.“ Wieder versinkt Liv in aufmerksamem Schweigen.
Das zurückkehrende Mädchen bedenkt sie mit einem freundlichen Blick, ja, ein Lächeln schleicht sie auf ihre Lippen, als sie es ansieht. „Dank Dir, junge Maid.“ Liv zinkert der Kleinen zu und beugt sich dann über die Abbildung, folgt den Linien des Holzschnitts bis zu dem Schwert, läßt ihre Augen über die Klinge wandern und sucht neugierig nach Anzeichen, dass dieses Schwert wirklcih so besonders und einzigartig ist, während der Alte fortfährt zu sprechen.
Was sie von der Beschreibung der entführten Frau versteht, versucht sie sich einzuprägen und als der Alte endet, hebt sie ihren Blick. „Ich danke Euch, und wünsche Euch einen gesegneten Blick und noch einen schönen Tag. Seid versichtert, dass dem Buch nichts geschehen wird!“ Eilig nimmt sie das Buch in empfang, legt es vorsichtig auf der Bank ab und stützt den Alten am Oberarm, als er aufsteht. Noch einen Moment blickt sie ihm nach, bis sie sich wieder auf die Bank sinken läßt. Fast ehrfurchtsvoll hebt sie das Buch auf, schlägt es so zu, dass sie mit einem Finger die Seite merken kann, auf der die Abbildung ist und streicht mit der anderen Hand vorsichtig über den Einband. Schmunzelnd liest sie den Titel, und schlägt das Buch dann wieder auf.
41 Von: cptleifbane <Guellaouen@gmx.de>
Datum: Sa, 18. Mai 2002 19:46
Betreff: 2. Helwet im Abernack 29 - Jausepäckchen :-)
Endlich kehrt der Wirt aus der Schenke zurück und bringt Ryad und Liv die versprochenen Reiserationen: „Hier, die Herrschaften, wohl bekomms, das macht dann, wenn's beliebt, drei Silberlinge für den Herrn und Zweie für die Dame. Eine gute Reise wünsch' ich.“ Die beiden Kutscher - durch die lauten Scherze, die beide miteinander teilen, ahnt man inzwischen, daß sie Hilti und Kalle gerufen werden – sind wohl nun auch endlich fertig, denn sie besteigen den Kutschbock und Hilti (der mit dem Morgenstern) gröhlt: „Reichskutsche über Hammelstedt, Torbrücken, Norheim nach Tamerone alles Einsteigen! Alle Anderen zuuuurücktreten bidde, Türen macht ihr gefälligst zu!", woraufhin Kalle größere Mühen hat, die nun nervösen Pferde ruhig zu halten...
42 Von: eva krapf <post@evakrapf.de>
Datum: Mo, 20. Mai 2002 17:14
Betreff: 2. Helwet im Abernack 29 - Liv läßt schweren Herzens das Buch zurück
"Ah, danke, guter Wirt!" Liv schlägt das Buch zu, Wert darauf legend, nicht ein einzelnes Eselsohr in die wahrscheinlich zu den kostbareren Besitzen der Kapelle gehörende Lektüre zu machen und legt es neben sich auf die Bank. Noch einmal streicht sie über den Buchdeckel, prägt sich den Titel ein und steht dann auf. Mit Ruhe zählt sie drei der silbernen Münzen aus ihrer Börse ab und drückt sie dem Wirt in die Hand, bevor sie das Vesperpaket unter ihren Arm klemmt.
"Gehabts Euch wohl und viel Erfolg bei der Suche der entführten Vogtstochter und dem Schurken", wünscht sie dem Wirt noch als Abschied und wendet sich dann doch etwas eiliger zu der aufbruchbereiten Kutsche.
Liv hebt ihren inzwischen umgekippten Wanderstab vom Boden auf, steigt auf den Fußboden der Kutsche, streckt sich jedoch zuerst einmal hinauf zum Dach, wo sie den Stab zwischen den anderen Gepäckstücken festklemmt. In der Kutsche würde er nur sperrig im Weg sein. Dann zieht sie den Kopf ein, nickt in die Runde und setzt sich auf einen freien Platz, das Proviantpaket auf ihrem Schoß. "Guten Morgen, hoffe, es wird ne ruhige Fahrt," richtet sie ihre Worte an die zuküntigen mitreisenden, während sie ihre Nase schon in das Essenspaket steckt und beginnt, es neugierig auszuwickeln. "Ah, könnte schon wieder was Essen!" Sagts, greift nach einem Wurstzipfel und beißt hinein.
43 Von: chaos_sebi <ser@eutelis.de>
Datum: Fr, 24. Mai 2002 3:39
Betreff: Der Alte :-)
"Oh, die Fahrt beginnt...", freut sich der alte Iponese.
44 Von: Jens Röhling <je.ro@gmx.net>
Datum: Fr, 24. Mai 2002 6:15
Betreff: [Die Alten Länder] 2. Helwet im Abernack 29 - Jausepäckchen :-)
"Ah, endlich! Lecker!!!" Mit überschwenglicher Freude nimmt der Magus sein Paket in Empfang und beginnt gleich, es zu öffnen. "Oh, ja, Silber! Hier sind vier. So denn, Ihr sollt nicht nur Ausgaben haben. Hier habt Ihr ein fünftes, Sollt nicht leben wie ein Hund!" Strahlend macht er sich über eine gebratene Keule her. "Köstlich, genau das, was ich jetzt gebraucht habe! So denn, nun kann es los gehen. Ah, da ist ja auch schon das Signal. Pünktlich wie die Postkutscher." gibt er von sich, packt das Paket zusammen, streckt die Beine aus und schläft ein.
45 Von: eva krapf <post@evakrapf.de>
Datum: Mi, 29. Mai 2002 3:54
Betreff: 2. Helwet im Abernack 29 - also auf.
"Nicht sehr kommunikativ, die Mitreisenden", murmelt Liv vor sich hin, bevor ihre Zähne ein zweites Mal in die Wurst beißen. Kauend löst sie ihr Messer von ihrem Gürtel, um sich noch einen Kanten von dem Brot abzuschneiden, bevor die Kutsche ihre rumpelnde Fahrt aufnehmen kann. Schnell steckt sie das Messer wieder weg und mustert, gleich einen Bissen davon nehmend, nacheinander die Gesichter der Mitreisenden. Doch schon bald wird das Kauen langsamer und noch bevor Liv das Stück Brot endgültig verzehrt hat, seufzt sie leicht: "Hm. jetzt bin ich satt!" Lächelnd blickt sie auf die Reste des kleinen Imbiss in ihren Händen, dann sieht sie zum restlichen Vesperpaket hin und schließlich zu Penelope. "Wolltest du nicht auch etwas? Magst du vielleicht erst das hier essen, damit es nicht umkommt?", spricht sie sie an, die Hände mit Brot und Wurstende hinhaltend.
46 Von: magesty@gmx.at
Datum: Mo 10, Juni 2002 21:42
Betreff: 2. Helwet im Abernack 29 - Na endlich *grummel* ;-)
"Herrjeh, Mädel, was glaubst Du denn, was wir für ein Wetter kriegen wenn Du nie aufißt? Also gut, gib halt her. Willst Du auch was?", wendet Penelope sich Ryads Schulter zu, und fährt in meckrigem Tonfall fort: "Ich glaub's geht los: »Ich will das nicht essen, da hat die Frau schon drangesabbert.«, seit wann sind wir denn so wählerisch, he? Wir wollen wohl mal wieder auf einem Floß mit nur einem Faß Wasser und einer Kiste Zwieback ausgesetzt werden, wie damals im Krieg '14 bis '18 he? Aber selbst schuld, wer nicht will, der hat schon." Spricht's und ißt den Happen, den Liv über ließ. "Außerdem wird mir schon wieder so komisch. Macht mal einer die Fenster auf, ich brauch frische Luft bei dem Gewackel hier..."
47 Von: "cptleifbane" <Guellaouen@gmx.de>
Datum: Mo 10, Juni 2002 22:00
Betreff: 2. Helwet im Abernack 29 - Auf, auf! :-)
Und endlich ruckt die Kutsche an, dreht sich zur Straße gen Osten und fährt der (nun doch schon recht hoch stehenden) Morgensonne entgegen...
Mit an Bord sind der schlafende Magus Ryad, die zwei reisenden Weibsbilder Liv und Penelope (samt ihrem Kobold oder was auch immer), die schöne - aber offenbar eher stille - Fremde, und der alte iponesische Mann, der leicht senil grinsend alle betrachtet, womit die Kutsche theoretisch noch genug Raum für einen weiteren Reisenden hätte. Die Fahrt läßt sich gut an, schnell über den Himmel flitzende hohe Wölkchen nehmen dem Licht der Sonne nichts, aber die Brise läßt es auch nicht wirklich warm werden (zumal die ledernen Verhänge ja wegen der Landkrankheit Penelopes nicht vor die Fenster geschlagen werden können).
Die Kutsche verläßt Freidorf und passiert in passablem Tempo bis zum frühen Nachmittag, da sie Hammelstedt erreicht, vier weitere Weiler, an denen jedoch nicht gehalten wird. Die Riede bietet sich als sanfte, sehr flache Wiesen- und teilweise Sumpflandschaft dar, durchzogen von unzähligen meandernden Flüßchen und Rinnsaalen, die in der Umgebung der Siedlungen - und um die Straße - kanalisiert sind.
In Hammelstedt selbst wird ein kurzer Rasttisch gehalten (mit einer dicklichen Pampe aus wenig Fleisch, viel Gemüse und viel Hafer, die hierzulande "Rimpel" genannt wird und mit Brot gereicht sehr viel besser - und würziger - schmeckt als sie aussieht) und weitere drei Fahrgäste steigen zu: Ein von alten Pockenarben überzogener schlaksiger Mann um die 40 und eine junge Frau Anfang 20 samt vierjährigem Jungen, der offenbar irgendein Leiden hat, denn er wird von seiner Mutter getragen und wimmert die ganze Zeit. Da die Kutsche bereits voll ist (der Pockennarbige stieg vorher ein), müssen die beiden sich mit einem Dachplatz begnügen...
48 Von: chaos_sebi <ser@eutelis.de>
Datum: Mi, 12. Juni 2002 10:43
Betreff: ja wie!
Der Alte meint zu den anderen das es nicht richtg sei das kranke Kind oben sitzen zu lassen und ob nicht einer der anderen tauschen könnte "Ich würde es ja selber machen, aber ich bin doch so alt." und spricht dabei besonders die anderen mänlichen Fahrgäste an.
49 Von: Jens Röhling <je.ro@gmx.net>
Datum: Fr, 14. Juni 2002 15:51
Betreff: Kutschengespräche *g*
„Chrrrrrrr-Pühhhhhhh, Chrrrrrrr-Pühhhhh...“
50 Von: eva krapf <post@evakrapf.de>
Datum: Mo, 17. Juni 2002 11:46
Betreff: 2. Helwet im Abernack 29 - ja, auf :-)
Schon nach kurzer Reisezeit kann Liv nicht mehr still sitzen, rutscht hin und her, um möglichst bequem zu sitzen, in der ruckelnden Kutsche, so dass ihr sehr bald der Hintern weh tut. Da die Mitreisenden nicht gerade gesprächig scheinen, schenkt sie ihre Aufmerksamkeit der Landschaft, die am Fenster vorbeizieht und genießt das kühle Lüftchen.
Während der Reise packt sie noch zweimal mit größtem Heißhunger ihr Jausenpäckchen aus, nimmt aber immer nur ein oder zwei Bissen, während sie großzügig auch Penelope daraus anbietet. Auch die Pampe ißt sie nicht ganz auf, grinst vergnügt und schiebt die noch halbvolle Schale Penelope hin.
Bevor die Fahrt weiter geht, zieht sie kurz ihren Ranzen vom Dach und schnallt ihren Mantel ab, um ihn in der Kutsche als Unterlage zu verwenden. Gerade hat sie es sich so bequem wie möglich gemacht, da bricht sie auf die Bemerkung des Iponesen hin in einen Lachanfall aus. "Ihr seht... aber... noch recht gut aus... für Euer Alter!" Fröhlich lachend zwinkert sie dem Alten zu.
51 Von: Guellaouen@gmx.de
Datum: Mo, 24. Juni 2002 20:42
Betreff: 2. Helwet im Abernack 29 - Nanu?
Gerade, als Liv sich über den Alten lustig macht, der verlangt, daß die jüngeren auf das Dach steigen, damit die Mutter mit ihrem kranken Kind in der Kutsche Platz haben steigt die gutaussehende Dame in einer zierlichen Bewegung aus, um mit einem verächtlichen Blick und leiser, aber fester Stimme den Kutscher anzuweisen, daß sie es sich anders überlegt habe und sie diese Kutsche gern verlassen würde. Daraufhin hebt ihr einer der Kutscher ihr Gepäck (zwei Koffer und eine Hutschachtel) von der Kutsche und sitzt schulterzuckend wieder auf und wendet sich der Mutter zu: "Also jetzt haben wir Platz in der Kutsche, wenn ihr das Kind auf dem Schoß behalten wollt." Sie nickt dankbar und beeilt sich in die Kutsche, dankt auch der Dame, die abwinkt und dann schnurstracks auf die Kutschenstation zueilt, und auch dem Alten Iponesen, der sich für sie einsetzen wollte. Liv würdigt sie keines Blickes. Ein Ruck, und die Kutsche fährt wieder...
53 Von: Guellaouen@gmx.de
Datum: Do, 4. Juli 2002 15:27
Betreff: 2. Helwet im Abernack 28 - Unruhe
Als die Kutsche ein Weilchen gefahren ist – die feuchtgrünen Wiesen der Riede gehen nun langsam in das trockenere Hügelland Nordkingisiens über – ruckt die Kutsche plötzlich merkbar und die Pferde wiehern. Vom oben her tönt gedämpft das Fluchen der Kutscher in die Kutsche, und das Kind, welches im Schoß seiner Mutter schlief, erwacht wieder und beginnt zu weinen...
54 Von: eva krapf <post@evakrapf.de>
Datum: Fr, 5. Juli 2002 13:39
Betreff: 2. Helwet im Abernack 28 - Warum Unruhe?
Trotz der ungemütlichen Rumpelei der Kutsche, wird langsam auch Liv schläfrig. Der Lufthauch, der durch die geöffneten Fenster um ihre Nase weht und die Gerüche des Landes mit sich bringt, wie auch die schweigsamen Mitreisenden tragen dazu bei, dass Liv vor sich hin döst, nur ab und zu einmal im Vesperbeutel kramt und einen biss in einen Apfel tut oder zwischendurch aus dem Fenster sieht.
Das Rucken der Kutsche reißt sie aus ihren Tagträumereien: Liv reibt sich mit den Händen über das Gesicht. "Sind wir schon da?" Erst nach einem Blick aus dem Fenster fliegt ein Hauch von Verstehen über ihr Gesicht und sie beugt sich weiter vor, steht schließlich ganz auf und drängelt sich zum Fenster hin, um den Kopf ganz hinaus zu strecken und nach vorne zu wenden. "Gibt es ein Problem?" ruft sie hinaus, noch ehe sie die Situation vollkommen erfassen konnte, und noch bevor ihr Blick den weiteren Wegsverlauf nach Störungen absucht.
55 Von: Magesty@gmx.at
Datum: Mo, 8. Juli 2002 15:09
Betreff: 2. Helwet im Abernack 28 - Unruhe, wie jetzt?
Rammdösig sitzt Penelope in der fahrenden Kutsche, ihr Magen scheint sich so langsam beruhigt zu haben – zumindest solange sie sich nicht allzusehr bewegt. Lieber garnicht dran denken. Halb träumend hört sie das Rauschen des Meeres, vermeint, die gute salzige Luft zu riechen... ihre Augen fallen zu.
„Abukinische Galeere Backbord vorraus!“ Hektik brach auf der 'Ninja del Mar' aus, und Penelope brüllte: „Carlos, Bugspriet raus! Hauptsegel anziehen! Geschützmeister unter Deck!“ Mit im Wind stehenden Haar stand sie an Deck, stolz auf die 'Tochter des Meeres', stolz auf ihre 160 Mann starke Mannschaft, stolz, eine freie, ungebundene Frau zu sein, nicht so ein von der Gesellschaft unterdrücktes Weibchen. 'La Ola Roja', 'Die Rote Welle', nannte man sie ehrfurchtsvoll. Sie holten schnell zu der Galeere auf, ihre viel größere Segelfläche ließ dem Gegner keine Chance zu entkommen. „Hißt die Totenkopfflagge und signalisiert ihnen, daß sie mit dem Leben davonkommen, wenn sie nicht versuchen, lustig zu sein.“, wandte sich Penelope an ihren 1. Maat, Neunfinger-Pierre. Die Galeere drehte bei und zog die Ruder ein. „Na also. Leichte Beute. Entert sie!“ In diesem Augenblick entflammte auf der Galeere Feuer und das abukinische Katapult ließ die 'Ninja del Mar' erschüttern...
Penelope schrickt in der Kutsche auf und zieht ein gefährlich aussehendes Messer: „¡Coloree el agua con su sangre!“ ruft die Likandierin bevor sie inne hält. Ein peinliches Lächeln schleicht sich auf ihr Gesicht. „Oh. Entschuldigung. Ich muß... geträumt haben.“ Sie steckt das Messer schnell weg und setzt sich wieder. Aber da! Schon wieder ein Ruck! Die Pferde sind offenbar wegen irgendwas unruhig. „Öhm, Liv, kannst Du was sehen?“
56 Von: chaos_sebi <ser@eutelis.de>
Datum: Mi, 10. Juli 2002 13:32
Betreff: Helwet im Abernack 28 - Unruhe, was solls?
Der Alte versucht, den kleinen Jungen vom Weinen abzulenken: „Ist doch nix passiert, Junge, deine Mutter ist doch da und wir fahren noch, also mach dir keine Sorgen.“ und bietet ihm einen Reisball aus seinem Proviant an.
57 Von: Jens Röhling <je.ro@gmx.net>
Datum: Do, 11. Juli 2002 9:37
Betreff: 2. Helwet im Abernack 28 - Unruhe
Ryad gibt zur ersten Unruhe lediglich ein: „Grrrmmmmpffllll“ von sich, dreht sich ein paar mal hin und her, um dann durch das Schreien des Kindes doch zu Erwachen. Verwirrt schaut er sich zunächst um, um dann seine spontan einsetzende Nüchternheit zu bemerken, noch bevor er das Schreien wirklich wahr nimmt. Schließlich spricht er das Kind an, mit einem für mit Kindern unerfahrenen Erwachsenen typischen Gebrabbel wie „Och du armes Kleines, mußt nicht schreien, ist doch alles gut...“. Zum Erstaunen der übrigen Anwesenden beruhigt sich das Kind aber trotzdem und strahlt einen Moment später eine geradezu ansteckende Freude und Friedfertigkeit aus. Die Mutter des Kindes läßt sich dann auch gleich anstecken und strahlt auch selig vor sich hin.
Beruhigt lehnt Ryad sich zurück und fragt in die Runde: „Was ist denn der Grund für die ganze Aufregung? Uuuuuaaaahhhhh, hab ich gut geschlafen...“
Hier wurde ein kritischer "Control Emotion" auf das Kind gewirkt. :-)
58
Von: Guellaouen@gmx.de
Datum: Do, 11. Juli 2002 3:13
Betreff:
2. Helwet im Abernack 28 - Unruhe...
Als Liv ihren Kopf aus dem Fenster streckt und nachsieht, erscheint es ihr für das Tänzeln und die Unruhe der Kutschpferde zunächst keinen Grund zu geben, der Himmel ist hier Blau, keine wilden Tiere sind – so weit der Blick über die nahen Hügel und zu den vereinzelten Wäldchen erlaubt - zu sehen und der Fahrwind sorgt für eine frische, aber kühle Brise.
Hilti, der eine Kutscher, ruft zu Liv hinunter: "Keine Ahnung, Frollein, was die Viecher haben. Das passiert eigentlich nur, wenn-" - "Heilige Margot vom Orakel, seht mal da vorne!", wird er von seinem Beifahrer Kalle unterbrochen: Tatsächlich, sehr weit weg in Fahrtrichtung bilden sich am Himmel aus heiterem Nichts dunkle Wolken, türmen sich auf und der Himmel scheint zu brodeln. Ganz plötzlich scheint auch hier mit einer Bö die Luft mehrere Grad abzukühlen, und ein Schauer durchfährt Liv. Eines der Pferde bäumt sich auf und Hilti hat alle Mühe, das Gespann unter Kontrolle zu halten: "Wir müssen anhalten, so bringt das nichts!", erkennt er fluchend. "Was ist mit dem Wäldchen da drüben? Da können wir sie festbinden und haben Schutz, falls das da hierher kommt. Ich mach mal ne Ansage...", stimmt Kalle zu.
Kalle öffnet einen Verschlag und gröhlt in die Kutsche: "Verehrte Fahrgäste, aufgrund von technischen Schwierigkeiten ist die Crew der Kutsche Holmingen-Tamerone gezwungen, einen unerwarteten Zwischenstop einzulegen. Es besteht allerdings kein Grund zur Sorge, bleiben sie ruhig, bis die Kutsche zum halten kommt.", bevor er die Klappe wieder zuwirft. Als die Kutsche langsamer wird und von der Straße abfährt, um auf ein Buchenwäldchen zuzuhalten, wird der Wind stärker und noch kälter. Irgendwo in der Nähe fangen Wölfe an zu heulen... ein Sturm zieht auf.
60 Von: Jens Röhling <je.ro@gmx.net>
Datum: Do, 11. Juli 2002 21:13
Betreff: 2. Helwet im Abernack 28 - Dem Wetter trotzen
"Nun denn, ich sehe schon! Ein Sturm, ein Sturm! Das erinnert mich an eine alte Geschichte, die ich einmal weit im Süden erlebt habe. Einer meiner Meister, ein alter Hangoveraner mit mächtigem Bart, und ich, ein pimpf von einem Zauberschüler, waren alleine im Wald unterwegs. Ich brüstete mich mit meiner Erfahrung im Wald, denn ich bin im Wald aufgewachsen, und meinte 'Meister, ich werde Euch schon sicher durch den Wald führen' als ein Sturm aufzog. Ich baute einen erstklassigen Unterstand für meinen Meister und mich, während dieser mich die ganze Zeit mit einem gütigen Lächeln beobachtete. So denn, so denn, ist hier vielleicht ein guter Unterstand?" Ryad blickt sich suchend um..." als ich schließlich fertig war und meinen Unterstand präsentierte, machte mein Meister eine kurze Handbewegung, und schon waar er in einer soliden Kuppel verborgen. Ich war trotzig und stellte mich trotz alledem in meinen Unterstand. So denn, der Sturm war recht heftig, und ich wäre sicher jetzt nicht bei Euch, wenn mein Meister mich nicht in seine Kuppel gezogen hätte." Dann merkt er endlich, daß ihm keiner zuhört und brabbelt noch ein wenig vor sich hin. Schließlich steigt er aus und beginnt, die Kutsche abzuschreiten, wobei er immer wieder stehen bleib, um mit dem Finger in der Luft herumzumalen und versucht, im Kopf zu rechnen, was er aber mehr mit dem Mund als mit dem Kopf tut. Das ganze klingt dann ungefähr so: "Nun denn, eins und ... das müßte, wenn nicht gar... noch eins dazu! Ja, geht, obwohl, vielleicht ... weniger drei, wenn nicht gar ... " und so weiter, bis er schließlich einmal rum ist.
61 Von: eva krapf <post@evakrapf.de>
Datum: Sa, 20. Juli 2002 14:56
Betreff: 2. Helwet im Abernack 28 - dem Wetter trotzen
"Ich seh nix, Penn... Penelope, oder, doch, da hinten..." Livs Stimme wird leiser und stockt dann ganz. Auch wenn sie an kälteres Wetter gewöhnt ist, läuft jetzt eine Gänsehaut über ihre nackten Arme. Schnell zieht sie den Kopf wieder in die Kutsche. "Ein Sturm, besser... ein Orkan, ich hoffe, die Kutscher schaffen es noch rechtzeitig an eine geschütztere Stelle, hier auf der Strasse könnte das übel enden."
Schnell öffnet Liv den Lederriemen, mit dem sie ihren Mantel zu einer Rollen geschnürt hat und legt ihn sich um die Schultern, während sie das Lederband in eine Innentasche schiebt. Noch einmal schiebt sie ihren Kopf aus dem Fenster, um die Lage zu beobachtetn, doch ihre Aufmerksamkeit wird von dem verrückten Magus einen kurzen Moment gefangen gehalten. "Der ist ja von Sinnen. Besser, man läßt ihn gewähren... Kutscher, braucht Ihr Hilfe?", ruft sie lauter nach vorne durch den immer stärker werdenden Wind.
62 Von: magesty@gmx.at
Datum: Mo, 22. Juli 2002 16:58
Betreff: 2. Helwet im Abernack 28 - Yohoho!
"Technische Schwierigkeiten, mein Arsch.", brummelt die Seefahrerin. "Da ist ein Sturm, was da kommt, und keiner von schlechten Eltern. Abgesehen davon, daß er nicht natürlich ist, ich kenn mich mit Wetter aus. Heilige Makrele, das wird noch was, man könnte meinen, wir hätten einen Klabauter an Bord. Wie bitte? Achso, stimmt ja, ich hätte Dich beinahe vergessen. Wenn ich rauskriege, daß Du was damit zu tun hast, gibt's einen Satz heißer Ohren, das versprech ich Dir." Kurz lauscht Penelope Ryads Geschichte, aber so richtig verstehen tut sie nicht, was er eigentlich sagen will - sie wirft einen fragenden Blick zu Liv, und einen zweiten, als die Kutsche hält und Ryad und der Klabauter hinausspringen, um beide murmelnd um die Kutsche zu laufen. "Na gut, dann laßt uns mal die Wanten dicht machen und das Tauwerk festziehen. Hat das Ding hier sowas wie 'nen Anker?" Penelope steigt auch aus und sieht zu, den Kutschern zu helfen, alles nochmal festzuzurren, die Pferde abzuspannen und an den Bäumen anzubinden, eine Plane zwischen Bäumen zu einem Zelt/Windschutz zu spannen, etc.pp.
63 Von: Guellaouen@gmx.de
Datum: Mo, 22. Juli 2002 21:00
Betreff: 2. Helwet im Abernack 28 - Lager sichern/Mehr Unruhe...
Hilti sieht Liv an und schüttelt dann den Kopf "Nee, Madamm, lassense das mal uns Kerls machen, sie werden noch weggepustet. Bleibense lieber in der Kutsche bis wir den Unterstand fertig haben." Sodann macht er sich wieder daran, seinem Kumpel Kalle zu helfen. Für die Hilfe von Penelope sind sie aber sehr dankbar.
Der Wind wird nun von Minute zu Minute stärker und das leise Rascheln der Bäume steigert sich innerhalb der Viertel- bis Halbstunde, die ihr zum Lageraufbau braucht, zu einem lauten Rauschen. Der Himmel selbst bezieht sich mit dichten, dunklen Wolken, und unter dem Blätterdach ist bald kaum mehr Licht, obwohl es noch mitten am Tag ist. Teilweise brechen in der näheren Umgebung einzelne Äste ab und fallen krachend zu Boden und die Pferde reißen an ihren Leinen und versuchen – Angst in ihren Augen – irgendwie zu entkommen. Und als wäre das alles nicht genug, fangen in unmittelbarer Nähe auch noch Wölfe an zu heulen...
64 Von: Jens Röhling <je.ro@gmx.net>
Datum: Di, 23. Juli 2002 12:00
Betreff: 2. Helwet im Abernack 28 - Lager sichern/Mehr Unruhe...
"Beruhigt Euch, der Alte macht das schon! Kutscher, führt die Pferde seitlich zur Kutsche. Alles muß möglichst klein sein. Setzt euch rein, und wartet auf mich." Ryad wartet, bis die Kutscher die Pferde herumgeführt haben, dann zieht er mit dem Fuß einen Kreis um die Kutsche, beginnt schließlich mit seinen Beschwörungsformeln. Schließlich bäumt er sich auf, es bildet sich ein glitzernder Nebel um ihn, der sich langsam um die Kutsche zieht, exakt der Fußspur folgend. Schließlich schließt sich der Nebel oben über der Kutsche und augenblicklich ist es ruhig. Danach setzt sich der Magus wieder in die Kutsche und beginnt in aller Ruhe, getrocknete Kräuter in ein Pergament zu wickeln.
66 Von: Guellaouen@gmx.de
Datum: Fr, 26. Juli 2002 12:34
Betreff: 2. Helwet im Abernack 28 - Das Auge des Sturms
Die plötzliche "Ruhe" (die Sturmgeräusche sind ja immer noch da und man sieht den Sturm um die Wetterkuppel) um die Kutsche läßt die Kutscher Hilti und Kalle innehalten und verdutzt gucken, und auch die Mutter und ihr Junge starren gebannt auf das silbrige Flimmern. Auch die Pferde beruhigen sich nun ein wenig, wirken aber immer noch verstört und nervös, wahrscheinlich wegen der nahen Wölfe. "Ja schlach mich tot!", grinst Kalle dann. "Gute Arbeit, verehrter Magus.", verneigt sich Hilti vor Ryad (und auch in Folge werden die Fahrer jetzt sehr viel respektvoller sein gegenüber dem mächtigen Magus).
Ein violetter Blitz, der quer über den schwarzen Himmel zieht, erhellt die Nacht und kurze Zeit ist nichts zu sehen. Lauter Donner grollt, aber kein Regen fällt. Nur der Sturm in den Bäumen und Blitz und Donner spielen in Kingisien auf zu einer gewaltigen Symphonie. Irgendwo splittert Holz und die Mutter schreit auf und birgt ihr Kind (das immer noch vollkommen ruhig und friedlich ist) an der Brust. Als ihr in die Richtung guckt, ist natürlich nichts zu sehen, der Sturm wird einen Ast abgerissen haben... oder doch nicht?
Ab jetzt werden für Fertigkeiten Würfelserver benutzt, deren 3W6-Ergebnisse an die eigene Mailadresse und an Guellaouen@gmx.de (den Spielleiter) gehen, eine Auswahl ist:
http://www.irony.com/mailroll.html – http://www.batis.com/tabletop/wuerfelserver.php
http://cgi.kenware.com/DiceServer.pl – http://www.daggerford.com/dice/diceserver.asp
http://www.rpghost.com/dicer.shtml – http://www.pbm.com/dice/
http://www.pbemnexus.com/modules.php?op=modload&name=Dice_Server&file=index&req=ShowFile&file_wrap=gamble.php
71 Von: Jens Röhling <je.ro@gmx.net>
Datum: Di, 13. Aug 2002 16:53
Betreff: 2. Helwet im Abernack 28 - Das Auge des Sturms
Der Magus setzt sich ans Fenster und zündet seine gerollten Kräuter an, die er diesmal nur sehr mild konzentriert hat. Schließlich sind Kinder im Wagen. Nach einer Weile blickt er konzentriert in die wirbelnde Dunkelheit, versucht etwas zu erkennen. "Eine genz schöne Brise braut sich da über uns zusammen, nicht wahr?" Doch für die Seeleute unter uns sicher nur ein harmloses Lüftchen. Ich bin nie zur See gefahren, jedoch hat man mir von Stürmen berichtet, von denen diejenigen, die sie überlebten sagten, sie hätten das Tor zur Unterwelt gesehen. Diese armen Seelen waren noch Monate nach so einem Ereignis ganz verstört. Wollen wir hoffen, daß diese gewaltige Kraft schnell über uns hinweg zieht. Zumindest sollten wir nichts von den Wölfen zu befürchten haben. Bei diesem Unwetter traut sich nicht einmal ein solches vor Kraft strotzendes Tier aus seinem Unterschlupf!"
72 Von: eva krapf <post@evakrapf.de>
Datum: Mi, 14. Aug 2002 0:35
Betreff: 2. Helwet im Abernack 28 - Das Auge des Sturms
Liv beobachtet aus der Kutsche hinaus die vorkehrungen gegem den Sturm. Gedanken, ob sie nciht wirklich von dem starken Wind weggeweht werden könnte, nehmen ihr Bewußtsein gefangen, während sie dem magus zusieht. "So ein Angeber...", murmelt sie vorsich hin, dann stutzt sie und beißt sich auf die Unterlippe, bevor sie doch wieder beginnt, leise vor sich hin zu reden. "Ich sollte mir das endlich abgewöhnen..."
Und trotz der Versicherungen des Magus, dass die Wölfe sicher nicht bei so einem unwetter hinaus kommen, sorgt sie dafür,d ass ihr Wanderstab in ihrer Griffweite ist. Etwas blass scheint Liv, während sie da zwischen den anderen Anwesenden auf ihrer Bank sitzt, zum Fenster hinaus späht in die Düsternis und leise die Sekunden zählt zwischen dem Auftauchen eines Blitz und dem folgenden Donner. Doch scheint sie vom Unwetter selbst nicht zu sehr beeindruckt zu sein, bald steht sie wieder auf und streckt ihren Kopf so weit aus dem Fenster, wie es ihr noch einigermaßen bequem erscheint und atmet einen tiefen Zug der frischen Luft ein, während ihr Blick sich in die Ferne richtet um vielleicht schon einen hellen Streifen hinter den dunklen Wolken zu entdecken.
73 Von: magesty@gmx.at
Datum: Mi, 14. Aug 2002 0:52
Betreff: 2. Helwet im Abernack 28 - Also irgendwas...
Gerade noch dabei, den Kutschern zu helfen, staunt auch Penelope nicht schlecht über dieses Wetterdings... Zauberzeug... waberndes Etwas. "Also gut, dann hat sich das mit dem Festzurren wohl erledigt", brummt sie und wirft nochmal einen mißtrauischen Blick auf den Boden neben sich, bevor sie sich an die Außenwand der Kutsche lehnt. Als der Ast kracht, liegt wie durch Zauberei ihre Hand an dem Griff ihrer Klinge. "Irgendwas ist doch da draußen. Da waren Augen. Kleiner, was meinst Du dazu? ... Aye, das denke ich auch. Warn Du die andern, ich seh's mir mal an." Mit diesen Worten zieht sie ihr Rapier und geht auf den Rand der magischen Wetterkuppel zu...
74 Von: Guellaouen@gmx.de
Datum: Di, 13. Aug 2002 1:11
Betreff: 2. Helwet im Abernack 28 - Etwas ist da draußen!
Kein Zweifel, irgendetwas scheint da draußen zu sein, wie Penelope schon anmerkte – der alte Iponese scheint plötzlich gespannt und aufmerksam und schiebt eine Hand unter seine zertragenen Klamotten, Penelope murmelt vor sich hin und geht von der Kutsche weg und auch Liv reckt den Kopf noch etwas mehr, als hätte sie etwas gesehen...
Auch wenn die anderen nichts sehen, dieses Gebahren der oben genannten fällt auf und auch die Kutscher greifen zu ihren Armbrüsten und beginnen, sich hektisch umzusehen. "Was seht ihr, was ist da draußen?", will Hilti wissen, während sein Kumpane vom Kutschbock springt und versucht, Penelope aufzuhalten: "Heh, Frollein, ich glaub nicht, daß das ne gute Idee ist..."
75 Von: eva krapf <post@evakrapf.de>
Datum: Mi, 14. Aug 2002 3:11
Betreff: 2. Helwet im Abernack 28 - da ist was!
Liv reibt sich die Augen und sieht noch einmal genauer hin. "He, Penn.. Penelope, wart mal nen Moment, ich hab da auch Augen gesehn. Vielleicht gehste lieber nicht allein da raus!" Liv öffnet die Kutschentür und steigt aus, bleibt jedoch dicht an dem Gefährt stehen. So leise wie möglich, um schreckhaftere Insassen der Kutsche nicht zu verunsichern, raunt sie Penelope etwas zu: "Also eines sage ich dir, ein Wolf war das nicht. Und da ist ein Mensch dabei, sei lieber vorsichtig! Außerdem meine ich noch etwas gesehen zu haben, was ich nicht zuordnen kann... einen Schatten, gut 2 Meter hoch, breit, menschenähnlich. Ich glaube, du gehst da besser nicht hin... zumindest nicht so offen, wer weiss, was die wollen, denn ich könnte nen Hamster drauf verwetten, dass die nicht nur kommen um sich hier auch unterzustellen!"
Den Kutschern wirft Liv einen unruhigen Blick zu. Wieder lauter wendet sie sich an Hilti: "Wenn ich wüßte, was da draußen ist, wäre ich schlauer, aber wir werden es schon noch erfahren, da bin ich mir sicher. Die Frage ist nur, ob wir es wissen wollen!" Nachdenklich betrachtet Liv die herbeigezauberte Wand, die das Unwetter abhält. Ob die wohl auch merkwürdige Subjekte fern hält? Sie wagt es zu bezweifeln. Liv deutet mit dem Kopf auf das Gebüsch, bevor sie sich wieder dorthin wendet, ihre Augen vor den immer wieder kehrenden Blitzen mit ihrer Hand beschattet, sich etwas weiter in die angegebene Richtung beugt und in ihrer gewohnten Weise ihre Gedanken kommentierend vor sich hin murmelt, die teilweise im Lärm des Sturms untergehen.
"Ekelhaft!", ruft sie plötzlich aus und tritt hastig einen Schritt zurück. Einige Sekunden starrt sie noch in die Dunkelheit, reibt sich über die Arme und atmet tief ein und langsam wieder aus.
76 Von: magesty@gmx.at
Datum: Mi, 14. Aug 2002 3:10
Betreff: 2. Helwet im Abernack 28 - Wie jetzt?
"Ach, was soll schon nicht in Ordnung sein in einem Sturm?", fragt Penelope zurück, als der blöde Kutscher sie dumm von der Seite anmacht. Immerhin hat sie schon schlimmeres hinter sich.
Dann bleibt sie doch stehen. "Liv?" Sie lauscht ihrer Glücksbringerin (auf die sollte man immer hören) und senkt dann auch die Stimme: "Was soll das heißen, ein Mensch und ein 'Etwas, was du nicht zuordnen kannst'? Meinst du das sind irgendwelche Sturmgeister? Oder schlimmeres?"
Als Liv zurückfährt, streckt Liv ihr Rapier in Abwehrhaltung in Richtung Wald, ohne wirklich etwas zu sehen – "Liv, was hast Du? Was war da?" Sie ist nun auch sichtlich beunruhigt.
77 Von: eva krapf <post@evakrapf.de>
Datum: Mi, 14. Aug 2002 4:12
Betreff: 2. Helwet im Abernack 28 - da ist was!
"Diese Augen..... diese Augen..." Liv starrt weiterhin in Richtung des Baumes, während sie zu Penelope spricht. "Ich habe noch nie ein Wesen mit solchen Augen gesehen.... " Ein Schaudern durchläuft Liv, als sie langsam einen Schritt zurück macht. "Aber vielleicht habe ich während meiner Studienjahre einmal darüber gelesen... ein Wesen mit solchen Augen.. ob das von unserer Welt stammen kann?"
Liv schlägt die Hände vors Gesicht, streicht sich über die Augen, läßt sie dann aber sofort wieder fallen und behält weiterhin das Gebüsch im Blick. "Immerhin glaube ich, es hat sich abgewendet, ich kann es nicht mehr sehen. Penelope, nenn mich hysterisch, aber wenn das, was ich sah mit dem übereinstimmt, was die alten Geschichten erzählen, dann haben wir es hier mit etwas überaus Bösem zu tun, dann können wir froh sein, dass wir hier noch so unbescholten sitzen."
Die Asprinna senkt ihre Stimme zu einem Flüstern, das den Sturm fast nicht mehr übertönt. "Dann sollten wir hoffen, dass dieser Magus hier in der Kutsche etwas von seinem Handwerk versteht... dann handelt es sich um einen Dämon und seine Brut." Liv hält inne, starrt wieder einige Sekunden in die Dunkelheit. "Und ich fürchte, die alten Geschichten und Sagen werden recht behalten. Nur gibt es nie einfache Lösungen und schon garnciht für jemanden, der nicht mit der Magie umzugehen versteht. Aber vielleicht erinnere ich mich ja noch an Details. Ich sollte den Magus informieren." Mit nur einigen kurze Blicken zu den Seiten sucht die Asprinna den Magus und geht dann zu ihm, ohne den Blick lange von der Stelle zu lassen, wo sie die Augen als letztes sah.
78 Von: chaos_sebi <ser@eutelis.de>
Datum: Mi, 14. Aug 2002 18:41
Betreff: Betrifft: 2. Helwet im Abernack 28 - Der Alte-Junge Man!
"Geschichten!", sagt der Alte Mann mit einer nicht mehr so gebrechlichen Stimme. "Was Bösem sagst du? Dämonen und Brut? Naja, dann sollte ich doch mal schauen gehen, was da draußen zum Spielen gekommen ist. Wenn ihr, Magus, auch eure Kräft gegen das, was da draußen ist, richtig einsetzt, kommen wir schon heil davon." Nachdem er dies sagte, nimmt er einen Teil seiner Verkleidung ab. Ein doch sehr viel jüngerer Iponese steigt sehr gewandt auf der anderen Seite des Wagens aus. Eigentlich sollte man ihn nach Austritt aus der Wetterkuppel noch sehen, doch er verschwindet im Wald und man sieht nur noch den tobenden Sturm.
79 Von: Eva Krapf <post@evakrapf.de>
Datum: Do, 22. Aug 2002 19:32
Betreff: 2. Helwet im Abernack 28 - Ja spinnt der?
"Halt!", ruft Liv dem Iponesen hinterher und seufzt. "Wartet!"
"Daß Männer jede Gefahr herunterspielen, wenn sie von einer Frau entdeckt wurde", murmelt sie in ihren nicht vorhandenen Bart, "wie hat der mich aus der Kutsche raus überhaupt gehört?" Liv hastet um die Kutsche herum und versucht den Iponesen aufzuhalten, geht aber nicht weiter als bis zur Grenze des Wetterschutzes.
Laut und deutlich, fast als spräche sie mit einem Kind, redet sie auf den Iponesen ein. Es könnte ja sein, dass er sie aufgrund ihres Akzents falsch verstanden hat. "Ihr seid verrückt! Dort ist ein Dämon! D ä m o n! Mit dem werdet Ihr allein nicht fertig und ich wage zu bezweifeln, dass ein Magus und eine reisende Gelehrte zusammen mit dieser ganzen Gruppe eine Chance haben, wenn jeder leichtfertig in sein Verderben rennt. Außerdem ist hier noch mehr faul. Habt Ihr nicht bemerkt, wie unnatürlich die Blitze sich verhalten?" Und tatsächlich zuckt jetzt wieder ein Blitz über den Himmel, doch nicht senkrecht auf den Boden zu, sondern waagerecht, parallel zum Horizont.
80 Von: chaos_sebi <ser@eutelis.de>
Datum: Do, 22. Aug 2002 21:01
Betreff: Betrifft: 2. Helwet im Abernack 28 - mal schauen
Liv hört eine Stimme aus dem Sturm, die schon irgend wie halb um die Kutsche ist: "LOS geht zurück zu den anderen, ich werde versuchen es von euch fernzuhalten und wenn der Ärger auf euch zu kommt, macht euch zum Kampf bereit."
81 Von: Guellaouen@gmx.de
Datum: Do, 22. Aug 2002 21:32
Betreff: 2. Helwet im Abernack 28 - Kampf?
Außerhalb der Wetterkuppel tobt der unheimliche Sturm, und ein erneuter, horizontal über den Himmel zuckender Blitz erhellt für einen Augenblick die Szenerie:
Etwa einen Pfeilschuß weit entfernt – vielleicht weniger – ist plötzlich hinter der Kutsche der Mensch zu sehen [1] – und er ist umzingelt von 4 "Hunden", die so groß wie Schafe oder Kälber sind und rotglühende Augen haben! Ihr bekommt noch das aufblitzen seiner Klinge mit, dann kehrt die Dunkelheit um so tiefer zurück, bis sich Eure Augen wieder an sie gewöhnen. Durch dieses schwarze Nichts dringt das gequälte Gejaul eines Wesens, das sicher kein Hund ist, sondern etwas ungleich böseres... Zudem brechen nun – ganz in der Nähe – weitere Äste, als ob sich etwas den Weg durch den Wald bahnt, auf den kämpfenden Menschen zu – und auf die Kutsche!
[1] Für die, die draußen sind und gucken, natürlich. Ryad sieht nix. Das heißt, doch, aber du glaubst nicht, daß die zwei Gnome mit den Fliegenpilzen als Hüten, die sich neben Dir auf der Bank um ein Frühstücksei streiten, real sind...
82 Von: chaos_sebi <ser@eutelis.de>
Datum: Do, 22. Aug 2002 23:44
Betreff: Betrifft: 2. Helwet im Abernack 28 - Kampf
Als ob den Iponesen die Situation nicht groß beeindruckt, eilt er aus der Unsichtbarkeit des Sturmes draußen zur Kutsche, greift an den verdutzt schauenden Insassen vorbei in sein Handgepäck und holt dort eine Armbrust oder etwas Ähnliches aus der Tasche, dreht sich zu den Hunden um, ruft: "KONTAKT!" und feuert auf die Hunde...
83 Von: magesty@gmx.at
Datum: Fr, 6. Sep 2002 2:25
Betreff: 2. Helwet im Abernack 28 - Warten auf den Kampf
Besorgt läuft Penelope hin und her, kann sich kaum entscheiden, welche Gefahr die größere ist: Die Wesen, die den armen Mann da hinten zerfleischen - obwohl, der Iponese kümmert sich ja wohl da drum - oder das immer näher und näher kommende, selbst im Sturm deutlich auszumachende Krachen im Wald. Hin und wieder sieht sie nach Liv, doch die scheint nur dazustehen und in den Wald zu starren.
"Tod und Catchoula! Was für eine Sauerei.", schimpft sie und sieht auch hin und wieder prüfend zu ihrem Kobold, der mißtrauisch aus dem Wagen späht. Na, jedenfalls glaubt sie das. "Nun gut, soll er kommen, er wird es nicht leicht haben.", brummt sie schließlich und geht in Abwehrstellung, ihr Rapier leicht gen Wald erhoben...
84 Von: eva krapf <post@evakrapf.de>
Datum: Fr, 6. Sep 2002 3:22
Betreff: 2. Helwet im Abernack 28 - wär das Krachen doch nicht da....
Nachdem Liv sich dazu hinreißen lassen konnte, einen Moment gebannt auf den Menschen umgeben von den sicher nicht im klassischen Sinn lebendigen Tieren zu starren und sie erkennen muss, dass dieser Mensch nciht etwa mit diesen Wesen verbündet scheint, sondern gegen sie kämpft, fährt sie herum, in die Richtung Wald, in der der mutmaßliche Dämon vorhin verschwunden ist. Mit dem Rücken zur Kutsche weicht sie langsam Schritt für Schritt zurück, in ihrer Muttersprache leise vor sich hinredend, dabei die Arme abwehrend vor sich gestreckt gestikulierend. Als sie an der Kutsche anstößt, verliert sich ein leises schmerzhaftes Stöhnen in dem Tosen des Sturms, während Livs Rücken sich krümmt und sie ihre Hände zu Fäusten ballt.
Einige Herzschläge später hat sie sich soweit gefaßt, dass sie nach ihrem zurückgelassenen Stab greift. Nur ihre Lippen bewegen sich, als sie ihren Blick starr auf den Wald wendet und erst das näher kommende Krachen reißen sie mit einem unsanften Ruck wieder mitten in die Realität. "Bleibt in der Kutsche!" brüllt sie Mutter und Kind zu, stößt mit dem Ellbogen die noch offenstehende Tür zu und stellt sich, den Stab in Verteidigungshaltung in Händen abwehrend davor.
85 Von: chaos_sebi <Waffe-X@gmx.de>
Datum: Di, 10. Sep 2002 17:45
Betreff: Betrifft: 2. Helwet im Abernack 28 - und der tanz geht weiter
Trotz des noch immer tobenden Sturmes geht der Iponese in Schußpositon, legt an und nimmt - ungerührt über den Tod des Menschen - einen der Hunde ins Visier, zielt und feuert – daneben! Der Wind treibt ihm fast Tränen in die Augen; die zwei übrig gebliebenen Hunde haben den Iponesen als neues Opfer erwählt. Die anstürmenden Hunde machen ihn aber nicht nervös, er zielt auf die glühende Röte in ihren Augen. Eines der anstürmenden Tiere erwischt er mit einem gekonnten Treffer in die Brust und tötet es augenblicklich. Der andere sich rasch nähernde Hund ist von dem ersten Treffer des Iponesen unbeeindruckt und stürmt weiter, während ein Blitz wieder über den Himmel zuckt. Ungeachtet des nur noch 12 Schritte entfernten Hundes legt der Iponese an und zielt wieder. Der letzte im Sturm anstürmende Hund setzt zum Sprung an, wird aber aus der Luft geholt, als er vom nächsten Bolzen tödlich getroffen wird! Das Todeszucken des Hundes als Startsignal nutzend, dreht sich der Iponese schnell um, und eilt um die Kutsche, während er die seltsam aussehende Armbrust nachlädt. Er baut sich schützend vor Penelope und Liv auf und sagt: "In diesem Schätzchen hab ich noch 4 Freunde, die sind alle schneller als das, was da kommt.". Dann spannt er seine Waffe mit einem geschmeidigen Ruck am Schlitten unter dem Lauf und hält diesen in die Richtung des Lärms.
86 Von: Guellaouen@gmx.de
Datum: So, 22. Sep 2002 14:58
Betreff: 2. Helwet im Abernack 28 - Der Jäger
Das Krachen aus dem Wald nähert sich immer mehr, als Yo Lum sich vor den beiden nun kampfbereiten Frauen und Ryad aufbaut, der zwei Formeln murmelte und sich über Augen und Ohren strich, und dann angestrengt in den Wald starrte – bisher offenbar ohne irgendetwas wahrzunehmen. Da stehen sie nun, Seite an Seite – Yo Lum, Liv und Penelope, Ryad – die Kutscher mit ihren Armbrüsten über sich auf der Kutsche, die weinende Mutter mit ihrem nun fast schon beängstigend ruhigen Kind in dem Gefährt, das wie eine ruhige Insel inmitten des höllischen Sturmes am Rande des Waldes steht.
Dann, ein letztes Krachen, und aus dem Dickicht tritt eine Gestalt hervor, über 2 Schritt groß, in eine zerfetzt wirkende schwarze Robe gekleidet, in der Kapuze nur Finsternis. In der Linken hält sie einen gewaltigen Speer mit breitem Blatt, und in der Rechten ein kleines metallenes Rohr. Am Waldrand bleibt sie stehen, mustert Euch und einem jeden fährt es durch Mark und Bein. Dann hebt sie – scheinbar unendlich langsam – das Metallröhrchen an die Kapuze. Ein hoher, unirdischer Ton schallt über die Landschaft, und hinter Euch erklingt das Heulen der Höllenhunde, die sich wieder erheben, um zu ihrem Meister zu kommen...
Übersicht ist bei: http://www.tofferware.de/gurps/dwds/img/riede-wald-1.gif
88 Von: Guellaouen@gmx.de
Datum: Mi, 2. Okt 2002 0:22
Betreff: [Die Alten Länder] 2. Helwet im Abernack 28 - Der Jäger (Part II)
Als das unirdische Heulen der gerade eben niedergeschossenen Höllenhunde erneut als Antwort auf das Pfeifen ihres Herrn ertönt, scheinen dem iponesischen Krieger die Knie weich zu werden, er weicht einen Schritt zurück und guckt fassungslos, als er sein schönes Werk zunichte gemacht sieht (bzw. hört). Penelope gibt ein heiseres Krächzen von sich und sackt fast in die Knieh, blaß und mit weit aufgerissenen Augen stammelt sie: "Das kann nicht sein... sowas gibt's doch garnicht...".
Als der Pfiff über die Baumwipfel gellt, bricht Gunnar stöhnend und zitternd auf der Kutsche zusammen und fällt herunter neben Liv, wobei seine Armbrust losgeht und ihren Bolzen in das Holz der Kutsche jagt. Der bleiche Hilti scheint von der vermeintlichen Tötung seines langjährigen Kollegen und Freundes aus seiner Schreckenstarre zu erwachen, denn nun richtet er sich auf der Kutsche auf, richtet seine Armbrust auf den Jäger und brüllt verzweifelt: "Für Gor und Kingisien, Fernfahrer bis in den Tod!", bevor er abdrückt! Der Bolzen durchschneidet zischend die Luft, trifft die dunkel-rauchige Speerhand des Schattenwesens und – bleibt in ihr stecken, nur um sofort Feuer zu fangen. Kreischend läßt der Jäger seinen Speer fallen, der sich daraufhin in Rauch auflöst...
Einzig Liv und Ryad scheinen von der Erscheinung des dämonischen Wesens einigermaßen unbeeindruckt zu sein...
Diese tritt einen Schritt näher an die Gruppe der Sterblichen heran und läuft wie gegen eine Mauer, wobei kleine Flämmchen an ihr hochzüngeln - dann gibt sie ein verärgertes Grunzen von sich und macht einen weiteren, entschlossenen Schritt auf Liv zu, während die Flämmchen an ihr lecken, ohne ihr wirklich etwas anhaben zu können...
Aktualisierte Karte: http://www.tofferware.de/gurps/dwds/img/riede-wald-2.gif
90 Von: Jens Röhling <je.ro@gmx.net>
Datum: Fr, 11. Okt 2002 15:59
Betreff: Re: [Die Alten Länder] 2. Helwet im Abernack 28 - Der Jäger
Als der Magus sich umschaut, bemerkt er, daß die Situation ziemlich hoffnungslos scheint. Lediglich eine der jungen Frauen scheint nicht starr vor Angst vor diesem Dämon zu sein. "Dämonen! Dämonen! Ich hasse Dämonen," murmelt er, während seine Augen sich zu verdrehen scheinen. "Hibrak a pak!" schleudert er mit bestimmten Worten dem Dämon entgegen, wohlbedacht darauf, möglichst souverän zu wirken, um seine eigene Angst zu verbergen. Hat er Dämonen doch schon immer gehaßt, und konnte er doch nie etwas mit ihnen anfangen.
"Nen guten Exorzisten bräuchten wir hier. Jemanden, der nicht nur die verlorenen Seelen retten kann, sondern auch die Mächte der Finsternis aktiv bekämpft," brabbelt er vor sich hin, während sich über dem Dämon eine weitere Kuppel aufzieht. "Ne Brok akimbel! Bor hok aquil!" spricht er in Liv's Richtung. "Die Hunde sind Deine Sache. Ich versuche unsere Freunde hier wieder in die Wirklichkeit zu bewegen."
91 Von: eva krapf <post@evakrapf.de>
Datum: Fr, 11. Okt 2002 17:25
Betreff: 2. Helwet im Abernack 28 - Der Jäger
Die Farbe entweicht Livs Gesicht, als sie sieht, dass der Dämon sich auf sie zubewegt, doch einen Wimpernschlag später wird ihre Mimik hart, wo man vorher hätte Zweifel wahrnehmen können, ist jetzt Entschlossenheit zu sehen. Sie läßt den Stab fallen, ihr Körper spannt sich an, als sie die Arme ausbreitet, die Handflächen zueinander gerichtet, noch einen Schritt zurück taumelt und trotz ihrem fast schon zerbrechlichen Körperbau strahlt sie deutlich mehr Autorität aus, als noch wenig vorher, ihren Blick auf eine unbestimmte Stelle zwischen sich und dem Jäger gerichtet.. oder vielleicht auch in sich selbst hinein. Das Treiben des Magiers scheint sie nicht mehr wahrzunehmen.
"Jurva Likvist, ich rufe dich, bitte hilf mir gegen den Dämon und sein Gezücht!", ruft sie in den Sturm hinein. Alles in allem mag wohl eine Sekunde vergangen sein, einige kleine Schweißperlen stehen auf ihrer Stirn, ihre Arme sinken langsam wieder, als des Magiers letzte Worte in ihr Bewußtsein dringen und einen Seufzer in ihr auslösen: "... den Mist wieder ausbaden ..."
92 Von: Guellaouen@gmx.de
Datum: Do, 17. Okt 2002 23:03
Betreff: 2. Helwet im Abernack 28 - Gefangen!
Als Liv nach Jurva Likvist ruft, schließt sich unter dem Gemurmel Ryads eine golden schimmernde Kuppel um den Jäger, der wutentbrannt aufheult und darauf einhämmert – vorerst, so scheint es, ohne Effekt. Die Hunde derweil rasen näher und näher, von der Gefangennahme ihres Meisters umso wütender...
... um ganz plötzlich so stark abzubremsen, daß einer über die anderen fällt. Einer, der einen Schritt zu weit gewagt hat, wird von bläulichen Flammen verschlungen und verschwindet heulend. Die anderen weichen furchtsam zurück, laufen hin und her, scheinbar von einer unsichtbaren Barriere aufgehalten. Und dann?
Dann ist plötzlich Stille. Der Sturm scheint sich komplett beruhigt zu haben, auch wenn die unheimlichen Wolken weiter am Himmel ziehen. Eine plötzliche Ruhe überkommt alle Anwesenden, ein warmes Gefühl, wie das, was man hat, wenn man nach langer Reise endlich heim kommt. Ein alter Mann mit weißem Bart, auf einen Stück gestützt, kommt um die Kutsche herum und gibt Liv einen Kuß auf jede Wange. "Guten Abend, mein Kind. Du bist ja schon richtig groß geworden, eine echte Dame. Na, was haben wir denn für ein Problemchen? Ach, ich seh schon. Aber der ist doch gefangen und die da-", er zeigt auf die Hunde, die bei diesem Fingerzeig noch ein paar Schritte zurückweichen, "sind doch wohl auch nicht das Problem, heh? Rufst Du mich etwa umsonst den ganzen langen Weg? Einen alten Mann wie mich? Heh?"
93 Von: eva krapf <post@evakrapf.de>
Datum: Sa, 19. Okt 2002 19:01
Betreff: 2. Helwet im Abernack 28 - Atempause
Überrascht beobachtet die Asprinna die schnelle Reaktion des Magus, als ihre Wahrnehmung wieder alle Geschehnisse umfasst. Ihr Seufzer der Erleichterung umfaßt auch das Verhalten der Hunde, das sie aus dem Augenwinkel wahrnimmt. Es scheint für sie die Zeit einem Moment, fast nur einen Herzschlag stillzustehen, es überschwemmt ein Wechsel der Gefühle ihre Mimik, als sie den Alten um die Kutsche herumgehen sieht und sie endlich seine Begrüßung strahlend erwidert. "Väterchen, wie gut, dass du da bist!"
Liv drückt den Alten froh an sich, zuckt dabei doch leicht zusammen, das Gesicht kurz schmerzhaft verzogen, faßt sich aber schnell und lächelt Jurva trotz der Situation schelmisch an. "Kann ja nicht wissen, daß es in so'ner unbekannten Reisegesellschaft einigermassen kompetente Personen gibt. Und wer weiß..." Liv dreht ihren Blick dem Magus zu. "Wie lange hält eigentlich dieses Gefängnis für den Jä.. Dämon?" Wieder an Jurva gewandt fährt sie fort. "Denn schließlich müssen wir irgendwann trotzdem noch mit dem Ding fertig werden, auch wenn er in letzter Sekunde, bevor er mich zu fassen bekam, aufgehalten wurde. Mit den Hundeviechern können wir uns wohl Zeit lassen. Außer, daß ihr Opfer da draußen noch irgendwo im Dunkeln liegt..." Sehr zufrieden beobachtet sie die wütenden Kreatueren, die die Kutsche und die Reisegruppe umschleichen. "Hilfst du mir trotzdem, Väterchen, auch wenn das jetzt vielleicht nicht mehr so brenzlig aussieht?" Schmeichelnd, mit großen Augen, einem bezirzenden Wimpernschlag und einem kecken Lächeln, sieht sie den Alten an.
94 Von: Jens Röhling <je.ro@gmx.net>
Datum: So, 20. Okt 2002 15:17
Betreff: 2. Helwet im Abernack 28 - Atempause
Der Magus streicht sich verwundert über den Bart. Was mag dieser alte Mann hier wohl suchen, mitten im Sturm... im gewesenen Sturm. Und wieso stürmt es auf einmal nicht mehr. Nun ja, die Kleine scheint ihn ja zu kennen, Hilfe ist immer willkommen... Als er das weitere Gespräch verfolgt, kommt ihm ein Verdacht. Sie hat bestimmt einen ihrer Ahnen gerufen. "Die Kuppel hält theoretsich beliebig lange, allerdings kostet mich das viel Kraft. Ich denke, ich könnte ihn 5 bis 6 Minuten gefangen halten, allerdings wäre ich dann am Ende meiner Kräfte. Und ich habe keine Lust, ausgepumpt daneben zu sitzen, und zuzuschauen, was passiert."
95 Von: Guellaouen@gmx.de
Datum: Mo, 21. Okt 2002 20:36
Betreff: 2. Helwet im Abernack 28 - Atempause
Der Alte drückt Liv lächelnd, und jemand, der gut hinguckt, bemerkt kleine Eisrosen, die sich auf ihrer Haut bilden, aber sofort wieder schmelzen, als er sie losläßt. "Hym, hum, holla, ja, das seh ich ein. Na, am alten Jurva solls nicht liegen, Ordnung von Chaos zu trennen. Als ich herkam, hab ich den armen Teufel – hihi – gesehen, der das Problem mit den Hunden hatte. Ich hol ihn Euch, ihn und sein Schwert, - gutes Schwert, ordentliches Schwert, das - aber wenn ich geh, werd ich ihn mitnehmen und ihm alles zeigen, jaja, das wird der alte Jurva tun." Er nickt bekräftigend. Er dreht sich um und läuft einfach aus der Barriere heraus, die die Hunde zurückhält (wobei auch an ihm kurz Flämmchen lecken, die er jedoch wegwischt wie Stäubchen), an den Hunden vorbei, die vor ihm zurückweichen und ihn in gebührendem Abstand verfolgen und entschwindet in die Nacht...
96 Von: Waffe-X <Waffe-X@gmx.de>
Datum: Mo, 21. Okt 2002 23:03
Betreff: AW: [Die Alten Länder] 2. Helwet im Abernack 28 - Atempause
Sich langsam aus der Starre lösend grummelt der Iponese : "So ein Mist und ich dachte, ich hätte mich an den Anblick von solchen Wesen gewöhnt." Den Schauder, der ihn hat erstarren lassen noch leicht im Gesicht stehend, lädt er die Armbrust fertig und schaut sich die neu entstandene Situation an; er macht ein paar Schritte, so daß er die Hunde und den Dämonen in Auge behalten kann. "Wenn ich das richtig verstehe, haben wir noch einige Minuten. Wie wollen wir die nutzen? Ob der Mensch noch lebt, den die Hunde drüben erwischt haben?"
97 Von: eva krapf <post@evakrapf.de>
Datum: Di, 22. Okt 2002 17:57
Betreff: 2. Helwet im Abernack 28 - Atempause
Liv sieht dem Alten Jurva nach, lächelt liebevoll und verschafft sich dann mit einigen kurzen Blicken einen umfassenderen Überblick über die Situation. "Unser größtes Problem ist der Dämon. Ich warte bis das Väterchen zurück ist... der wird wissen, ob wir ihn schnell los werden können oder lieber flüchten sollten", übernimmt Liv sogleich die Rolle des Pläneschmiedens, "der eine Kutscher, hat er sich etwas gebrochen? Man sollte ihn in Sicherheit in die Kutsche bringen, vielleicht die Pferde wieder bereit machen, die Möglichkeit haben, sofort zu fliehen, falls etwas schief geht. Väterchen hat von einem Schwert gesprochen, wenn es jemand gibt, der damit umgehen kann, wird es uns vielleicht von Nutzen sein."
Als sie so knapp wie möglich alles erklärt hat, wendet sie sich zu dem Kutscher um, geht mit dieser leisen Ahnung von Schmerz auf ihrem Gesicht vor ihm in die Hocke und spricht ihn vorsichtig an, dabei seine Hand tätschelnd: "Seid Ihr wach? Könnt Ihr aufstehen?"
98 Von: Jens Röhling <je.ro@gmx.net>
Datum: Di, 22. Okt 2002 19:11
Betreff: 2. Helwet im Abernack 28 - Atempause
"Wenn der Kutscher nicht allzu schwer verletzt ist, kriege ich das hin. Ich bin zwar kein Heiler, aber die ein oder andere Kleinigkeit ist machbar. Da erinnere ich mich an die Tage, an denen ich bei Krimskrams, dem Heiler lebte... Aber ein ander Mal. Leider ist das mit den Minuten so eine Sache. Den Dämon in Schach zu halten, kostet mich eine Menge Energie. Ich hoffe, Dein großehrwürdiger Ahne läßt sich nicht allzu viel Zeit... Ich fürchte jedoch, der Mann dort drüben ist tot. Es tut mir sehr leid..."
99 Von: Waffe-X <Waffe-X@gmx.de>
Datum: Di, 22. Okt 2002 21:52
Betreff: AW: [Die Alten Länder] 2. Helwet im Abernack 28 - Atempause (oder die Zeit drängt) :-)
Der Iponese flucht auf einigen Sprachen richtig übel (Iponesisch, Kingisch, Zwergisch, Elfisch) bis er wieder auf Kingisisch wechselt und sagt: "So ein Verfluchter Mist, da versuch' ich mal, inkognito zu reisen und trotzdem bin ich wieder am falschen Ort zur falschen Zeit." Ein unterdrückter Seufzer. "Ich könnte glaube ich am besten mit einem Schwert umgehen, obwohl ich noch besser mit meinen Fäusten bin." Auf die Kutsche deutend: "Es würde Sinn machen wenn wir die Kutsche mit der Mutter und dem Kind ein Stück voraus schicken und wenn das HIER" - zum Dämon schauend - "erledigt ist, gehen wir hinterher oder was meint ihr?"
100 Von: Guellaouen@gmx.de
Datum: Di, 22. Okt 2002 23:00
Betreff: 2. Helwet im Abernack 28 - Gunnar
Gunnar liegt zitternd unter die Kutsche gerollt, in Fötushaltung, sein flehentlicher Blick zu Liv scheint aus weiter Ferne zu kommen; das Antlitz vom Wahnsinn verzerrt. Rein körperlich scheint er allerdings nur ein paar Schrammen vom Runterfallen zu haben. Hilti steht immer noch oben auf der Kutsche, lädt die Armbrust nach und schreit immer noch wüste Beschimpfungen Richtung Dämon, weil dieser vermeintlich seinen Kumpel getötet hat.
101 Von: chaos_sebi <Waffe-X@gmx.de>
Datum: Mi, 23. Okt 2002 11:30
Betreff: Betrifft: 2. Helwet im Abernack 28 - Gunnar
"Verdammt noch mal, fang an, die Pferde vor die Kutsche zu spannen, sie kümmert sich doch schon um Gunnar. Es sieht sogar so aus, als ob er noch lebt!" Um einiges leiser, so das Hilti es nicht hören kann "Wenn es nicht besser für ihn gewesen wäre tot zu sein", murmelt er auf Gunnar blickend, wie er dort zitternd in Fötushaltung liegt. Das erweckt einige Erinnerungen an Weggefährten, die den Anblick solcher Kreaturen nie überwunden hatten und nun in einem Asylum vor sich hinvegetieren.
102 Von: eva krapf <post@evakrapf.de>
Datum: Mi, 23. Okt 2002 13:37
Betreff: 2. Helwet im Abernack 28 - Atempause/Gunnar
Liv greift sanft Gunnars Hand und ohne sie loszulassen dreht sie sich weg, funkelt den jungen Iponesen an: "Habt Ihr nicht mitbekommen, daß uns diese Kreaturen," eine ruckartige Kopfbewegung deutet dahin, wo vor kurzem der Alte verschwunden ist, "hier nichts anhaben können, ja, sich nicht einmal in unsere Nähe wagen? Ich verwette nen Hamster, daß sie das an anderen beliebigen Orten erst einmal wieder tun. Macht die Kutsche bereit, aber überstürzt nichts!"
Sich wieder Gunnar zuwendend drückt sie seine Hand, legt Wärme hinein. "Kommt hervor, Kutscher, in der Kutsche seid Ihr sicher vor dem Unwesen und seinen Helfern." Liv weiß, daß sie Zeit bräuchte, die sie nicht hat. Und einen kräftigen Mann unter einer Kutsche hervorziehen, dazu ist sie nicht imstande. Sie wartet einen Moment, um zu sehen, ob ihre Worte Wirkung zeigen, möglichst beruhigend läßt sie ihren Blick auf Gunnar ruhen, lächelt so sanft es ihr die Situation zuläßt.
103 Von: chaos_sebi <Waffe-X@gmx.de>
Datum: Do, 24. Okt 2002 16:07
Betreff: 2. Helwet im Abernack 28 - Atempause/Gunnar
Der Iponese antwortet Liv in einem ruhigen Tonfall: "Wieso überstürzen? Ich sagte nur, daß die Kutsche fertig gemacht werden soll. Der Rest ist für mich noch offen, außerdem will ich mich nicht nur auf diesen alten Mann verlassen. Wenn der Magus sagt, er hat den Dämonen nur ein paar Minuten festgesetzt, dann haben wir nicht sehr viel Zeit und dieser Kampf geht weiter." Zum Magus gewandt fährt er fort: "Kann man durch eure Barriere schießen?", während er auf die Hunde schaut und die Armbrust in ihre Richtung hält. Dann wendet er sich erneut zu Liv: "Also ihr wettet um einen Hamster, das wir noch mal diesen Dämonen treffen werden, das klingt ja großartig."
104 Von: Jens Röhling <je.ro@gmx.net>
Datum: Do, 24. Okt 2002 16:29
Betreff: 2. Helwet im Abernack 28 - Atempause/Gunnar
"Hmmm, Hamster! Ich habe glaube ich einmal einen in Tatawazlan gegessen. Aber mag sein, daß ich mich irre. Auf jeden Fall habe ich Bauchschmerzen davon bekommen. Ich gehe diese Wette lieber nicht ein. Nein, Verehrter. Leider kann man nichts durch die Kuppel bringen. Weder Magisches, noch Gegenständliches. Keine Gewalt, kein Verlassen, nichts. Das war der Sinn der Sache. Leider ist Magie noch nicht in der Lage, zwischen guten und bösen Pfeilen zu unterscheiden. Aber ich versichere Euch, ich werde dran arbeiten, wenn ich mal Zeit habe. Das ist übrigends eine interessante Theorie, wenn man..." beginnt der Magier abzuschweifen. "Ne, das wird nicht klappen...", führt er nach einer Weile Überlegens weiter aus. "Wir werden warten müssen, bis der Dämon wieder heraus ist. Dann kann er aber wieder voll angreifen. Ich habe übrigends mal eine sehr interessante Tatawazlanai in Kingisien getroffen, die erzählte von einer Begegnung mit einem Dämon, der in einer unverletzbaren Hülle war. Sie überredete ihn dazu, mit ihr eine Sexparty zu feiern, leider hatte er bei seiner Erschaffung ein Detail vergessen. Als er in einen ihrer Begleiter fahren wollte, prallte er ab und nahm seine wahre Gestalt an. Am traurigsten war die Tatawazlanai über den Verlust ihrer Messer, als sie den Dämon töteten. Leider nicht besonders klug, diese Höllenwesen..."
105 Von: eva krapf <post@evakrapf.de>
Datum: Do, 24. Okt 2002 18:02
Betreff: 2. Helwet im Abernack 28 - Atempause/Gunnar
Wieder sieht Liv sich gezwungen, sich kurz von Gunnar abzuwenden, und ihr Unmut wird dadurch nicht weniger, doch immernoch hält sie seine Hand. "Diese Kreaturen, dieses Zerrbild von Hunden. Sie sind schnell wie Ihr gesehen habt. Ich möchte mit dem Dämon lieber hier fertig werden, wo durch einen glücklichen Zufall nicht auch noch diese Viecher uns belästigen. Wer weiß, vielleicht mögen sie ja des Magus Wetterschild nicht!" Sarkastisch lächelt sie zu dem Iponesen auf. "Wartets nur ab, wenn wir es nicht schaffen, wird der Dämon so sauer sein, daß uns auch Flucht auf die Dauer nicht weiterbringt." Mit einer fahrigen Kopfbewegung wendet sie sich an den Magus. "Solange er wenn der Alte wieder da ist, noch einige Zeit eingesparrt bleibt... könnt Ihr diese Kuppel zu jeden beliebigen Zeitpunkt fallen lassen? Auf ein Zeichen hin? Dann können wir uns vorbereiten, und haben daraus schon einen Vorteil gegen das Miststück."
106 Von: Waffe-X <Waffe-X@gmx.de>
Datum: Do, 24. Okt 2002 18:45
Betreff: 2. Helwet im Abernack 28 - Atempause/Gunnar
"Gut dann nicht.", brummt der Iponese trocken.
107 Von: Jens Röhling <je.ro@gmx.net>
Datum: Fr, 25. Okt 2002 10:27
Betreff: 2. Helwet im Abernack 28 - Atempause/Gunnar
"Das ist kein Problem. Ich kann den Zauber jederzeit abbrechen. Nur aufrecht erhalten ist auf Dauer schwer. Könnt Ihr Gunnar helfen, oder soll ich es mal versuchen?"
108 Von: chaos_sebi <Waffe-X@gmx.de>
Datum: Fr, 25. Okt 2002 11:30
Betreff: [Die Alten Länder] 2. Helwet im Abernack 28 - Atempause
Der Iponese geht ungerührt zu seinem Gepäck und holt seine Ausrüstung. "Also gut es scheint so, daß ich euch oder ihr mich nicht versteht, das passiert schon mal gerade in solchen Situationen. Ich werde mich vorläufig nach euch richten, aber auf meine Weise." Er breitet seine Ausrüstung vor sich aus und legt sie an; bei jedem Gegenstand scheint es so, als ob er ein paar Worte flüstert. "Wenn ihr mich rechtzeitig informiert, bevor es losgeht." Sagt er, setzt sich und schließt die Augen zu einer Meditation.
109 Von: Guellaouen@gmx.de
Datum: So, 27. Okt 2002 23:03
Betreff: 2. Helwet im Abernack 28 - Gunnar
Hilti springt mit einem Satz von der Kutsche, als er hört, daß sein Kumpane noch lebt, er drängt sich neben Liv, doch mit einem Ächzen sinkt er auf die Knieh, als er – wie auch Liv – erkennt, daß der Körper seines Freundes wohl nur Schrammen hat, sein Verstand aber nun weit entfernt ist: Die Augen sind glasig, blicken ins Leere, und der unangenehme Geruch von Fäkalien dringt aus Gunnars Hose. Dieser Mann geht nirgendwo mehr hin.
Hilti beginnt zu schluchzen und bringt zwischendrin immer nur gemurmelt hervor: "...alle hier sterben ... spann deine pferde doch selber an ... armer, braver Gunnar ... warum hilft uns denn niemand...", während er unter die Kutsche kriecht um Gunnar festzuhalten... Während die Gruppe noch am diskutieren ist, bemerken Yodan und Liv, daß auf dem Hügel, wo der fremde Mann fiel, ein kurzes bläuliches Aufflackern. Wenn sie genauer hinsehen, bemerken sie, daß da jetzt jemand in der Dunkelheit näher kommt. Offenbar eine menschliche Silhouette, die ein Schwert trägt...
Jens: Im Moment schätze ich, das Gespräch wir so an die 20 Sek. gedauert haben, wenn du es mal mitredest, kannst du selbst schätzen, wie lang. Aber ich sag dann Bescheid. Zu dem, was mit dem Mann passiert: Penelope ist noch benommen, Yo Lum meditiert, der Rest ist zu beschäftigt, als das er was sehen könnte.
113 Von: eva krapf <post@evakrapf.de>
Datum: Do, 14. Nov 2002 1:17
Betreff: 2. Helwet im Abernack 28 - Licht und Schatten
Erleichtert löst Liv ihre Hand von der des Kutschers, als Hilti sich neben sie kniet. Da nimmt auch schon etwas neues ihre Aufmerksamkeit gefangen. Rasch springt sie auf, doch noch im Aufrichten beißt sie sich auf ihre Unterlippe und stützt sich kurz and er Kutsche ab. Die Asprinna kneift die Augen zu Schlitzen zusammen, um in der Dunkelheit besser sehen zu können, fixiert kurz den bläulichen Schemen, ein leichtes Lächeln fliegt über ihre Lippen. "Das Väterchen wird sich seiner angenommen haben"; murmelt sie leise vor sich hin, bevor sie sich wieder in die Richtung des Dämons wendet, Ratlosigkeit macht sich in ihrer Mimik breit. "He, Väterchen", ruft sie in die Richtung in den Sturm hinaus, in der der Alte verschwunden ist, "Du weißt nicht zufällig, wie dieser Dämon hier heißt? Wäre hilfreich, um ihn zu vertreiben... "
114 Von: Jens Röhling <je.ro@gmx.net>
Datum: Do, 14. Nov 2002 11:39
Betreff: Re: [Die Alten Länder] 2. Helwet im Abernack 28 - Licht und Schatten
"Vielleicht sollte ich Euren Kumpel erst einmal schlafen legen, damit wir uns später um ihn kümmern können. Er hat wahrlich genug gesehen, und ich fürchte, sein Trauma wird meine Kräfte übersteigen. Der Verstand eines Menschen stellt immer noch einige große Rätsel an die Wissenschaft der Thaumatologie... Was ist nun mit Eurem Ahnen, Liv? Wird er uns helfen, den Dämon zu besiegen? Wir können Hilfe wahrlich gut gebrauchen."
Dann wandelt der Magus zu den Kameraden herüber, die die Situation immer noch nicht ganz verdaut zu haben scheinen und versucht sie, mit ganz normalen, schnöden, eines Magiers unwürdigen Mitteln in die Wirklichkeit zurückzuholen: Er schüttelt sie. "He! Kommt zu Euch, wir haben ein Problem zu lösen. Hier wird nicht rumgestanden und gestaunt. Wir sind hier nicht im Dysnai-Vergnügungspark. Dies ist keine Geisterbahn!!!"
115 Von: Guellaouen@gmx.de
Datum: Do, 14. Nov 2002 14:07
Betreff: 2. Helwet im Abernack 28 - Untot sein oder nicht sein, das ist hier...
Yo Lum läßt sich in seiner Meditation gar nicht stören, während Hilti den nun schlafenden Gunnar weiter im Arm wiegt, und Penelope von Ryads Rütteln blinzelnd zu sich kommt und gleich ein paar Schritte vom Jäger wegrückt, als dieser seinen Arm hebt, daran schnüffelt und scheinbar interessiert betrachtet, wie dieser vollständig heilt, um dann seinen Speer mitten aus der Luft zu greifen. Dann jedoch scheint ihn etwas zu beunruhigen, er duckt leicht ab und bleibt fortan in seinem magischen Gefängnis immer in wachsamer Bewegung – die Gestalt mit dem Schwert kommt nun so nahe, daß man sie erkennen kann: Es ist ein Mann, Mitte 40, mit braunem, Blutverschmierten Haar und zerfetzter, schwarzer Kleidung. An seiner Rechten hängt eine Schlaufe seines Gedärms heraus, und auch er riecht nach Kloake. Dennoch kommt er mit leicht wankenden Schritten näher, das feine, schmale, am Knauf und der Parierstange mit Haseln und an der Klinge mit Riedgrasätzungen verzierte Schwert in seiner Rechten haltend, die Augen tot, nach nirgendwo blickend. Es fällt außerdem auf, daß die Dämonenhunde einen respektvollen Abstand zum Untoten halten.
Als Liv das Väterchen anruft, schüttelt die Leiche ruckartig den Kopf und kurz, bevor die Wetterbarriere erreicht ist, fällt sie, das Schwert in hohem Bogen nach vorne schleudernd, und wird dann plötzlich erneut von den Hunden angegriffen und zerfetzt. Das Schwert – sachte glänzend, als würde Mondlicht auf ihr spielen – aber landet zwischen Liv, Penelope und Ryad und bleibt klingend in der Erde stecken. Der Jäger wird noch unruhiger und gibt keifende, zischende und grollende Laute von sich.
Ryad: Schild aufrechterhalten (Kosten neu zahlen). Liv: Dir fällt spontan dazu der Spruch aus dem Buch wieder ein: "Wo Unreht weilt, sull sie niht felen, / die Riedkling mag es al vergelen."
116 Von: Waffe-X <Waffe-X@gmx.de>
Datum: Mo, 25. Nov 2002 22:20
Betreff: 2. Helwet im Abernack 28 -Schlafende Hunde weckt man nicht ....... :-)
In einer flüssigen Bewegung schnellt Yo Lum auf richtet seine Armbrust auf einen der Hunde und schießt! Der Hund wird vom Bolzen ins Herz getroffen, ein auf jaulen dringt aus im und er zerplatzt in einem violett-roten Nebel. Die anderen Hunde fangen an, in den Wald zu fliehen.
117 Von: Jens Roehling <je.ro@gmx.net>
Datum: Mi, 27. Nov 2002 9:12
Betreff: 2. Helwet im Abernack 28 -Schlafende Hunde weckt man nicht ... :-)
Ryad beobachtet Yo Lum, wie er einen der Hunde erlegt, freut sich dann wie ein Kind: "Bravo, endlich mal jemand, der handelt. Ich dachte schon, wir kommen hier nie weiter. So geht man mit solchen Kreaturen um. Jetzt müssen wir dem Dämon nur noch seine Pfeife wegnehmen, dann sind wir die Hunde ein für allemal los. Ich hab allerdings keine Ahnung, wie. Vielleicht sollten wir ihm einfach keine Gelegenheit geben, in seine Pfeife zu blasen. Oder wir tricksen ihn aus... Die größte Bedrohung ist aber glaube ich der Dämon selbst. Wenn das Wetter schon auf seine Anwesenheit reagiert, wird er einige Macht haben. Wir sollten uns bereit machen, ihm zu begegnen. Hat jemand die Leiche durchsucht, vielleicht finden wir nützliche Hinweise, wie ihm zu begegnen ist..."
118 Von: eva krapf <post@evakrapf.de>
Datum: Mi, 27. Nov 2002 17:34
Betreff: 2. Helwet im Abernack 28 - Dann eben das Schwert.
Liv beobachtet den herankommenden Mann nur mit einem Auge, das andere immer auf den Dämon in seinem Gefängnis gerichtet. Beunruhigt stellt sie fest, dass ihr Ahn die Leiche nicht begleitet. Ihre Unruhe wird einen Moment gedämpft, als ihr Blick auf das Schwert fällt.
"Alte Legenden beinhalten oft wahres...", murmelt sie leise vor sich hin und geht einen Schritt auf das Schwert zu. Sie streckt zögernd die Rechte aus, legt sie um das Heft der Klinge, unsicher, man erkennt, dass sie mit solchen Waffen keinen Umgang pflegt, zieht sie das Schwert aus der Erde. Dem Toten und der Leiche schenkt sie keine Beachtung. Mit der Klinge in der Hand, sieht sie sich nach den Weggefährten um. Der Mund bleibt ihr offen stehen, als sie die beiden Kerle sieht, der eine kindisch damit beschäftigt, die Kreaturen abzuschießen, der andere mit Überlegungen, ob ie Leiche helfen könnte. "Als ob es nichts wichtigeres gäbe.. und dabei beschwert er sich, dass das Kraft kostet... Und als ob ich mit sowas umgehen könnte...", fährt sie fort, während sie sich wieder dem Dämon zuwendet. Ihre Blick haftet sich an den Dämon und sie beobachtet jede seiner Reaktionen, als sie mit dem Schwert auf ihn deutet.
120 Von: Guellaouen@gmx.de
Datum: Fr, 29. Nov 2002 1:22
Betreff: 2. Helwet am Abernack 28 - "Die Sachlage wird suboptimal"
"Und als obich mit sowas umgehen könnte...", fährt sie fort, während sie sich wieder dem Dämon zuwendet. Ihre Blick haftet sich an den Dämon und sie beobachtet jede seiner Reaktionen, als sie mit dem Schwert auf ihn deutet.
Ein leises Tuscheln, helles Lachen und das Klingeln kleiner Glöckchen scheint kurz - kaum hörbar – die Gegend zu erfüllen, und die bronzenen Blattverzierungen an der Parierstange der Riedklinge legen sich um Livs Hand, so daß sie nicht mehr loslassen kann. Der Saphir am Heft des Schwertes glimmt auf und die Spitze der Klinge pendelt sich wie ein Magnet auf die Stelle am Dämon ein, bei der bei einem Menschen das Herz säße. Ein grimmiges Lächeln erfüllt Livs Gesicht, mit einem schnellen Schwung rammt sie Ryad den Knauf der Riedklinge in den Bauch, der mit einem Angriff von dieser Seite wohl kaum gerechnet hätte. Mit einem verstimmten Kreischen fällt die den Jäger haltende Kuppel zusammen, als der Magus das nötige Minimum an Konzentration verliert. Dann rast Liv mit hocherhobenem Schwert auf den Jäger zu, in altem Kingisisch schreiend: "Fyr das Lichte, fyr die Freiheit, fyr Marda und Vatersland!" ....
121 Von: eva krapf <post@evakrapf.de>
Datum: Fr, 29. Nov 2002 16:50
Betreff: 2. Helwet am Abernack 28 - Ob das die Sachlage verbessert?
Noch bevor der Dämon reagieren kann, holt Liv mit dem Schwert aus, und, ihr Gesicht zu einer wütenden Grimasse verzogen, sticht sie es dem Jäger mit all ihrer Kraft ins Herz. Ein donnerndes, nervenzerrendes Schmerzgebrüll ausstoßend, wird der Dämon drei Meter nach hinten geschleudert, prallt krachend gegen einen Baum. Zu schnell ist der kurze Moment vergangen, in dem die Zeit angehalten scheint, eine kurze alles erschlagende Stille herrscht. Schwarzer Schleim quillt aus der Wunde des Dämons, fließt mit einem pflatschenden Geräusch auf den Boden hinab, das Gras vergeht zischend, kleine Rauchwölkchen steigen auf.
Nur ein Herzschlag mag vergangen sein, im gleichen Moment, in dem sich der Dämon wieder erhebt stürmt Liv schon erneut auf ihn zu, das Schwert für den nächsten Streich erhoben.
122 Von: Jens Röhling <je.ro@gmx.net>
Datum: So, 1. Dez 2002 10:59
Betreff: Das Ende der Angst?
Als der Magus den Knauf in die Seite kriegt, bricht er fluchend zusammen, um sofort wieder aufzuspringen: "Was soll denn..." als er jedoch sieht, wie Liv dem Dämon die Klinge ins Herz rammt, schreit er: "Jawoll, zeigs ihm!", als der Schrei ertönt, bricht er jedoch erneut zusammen , sich die Ohren zuhaltend und schreiend "Ich will das nicht mehr hören, dieses schreckliche Schreien, nie wieder!"
<SL>Notiz: Hier erhielt Ryad die Marotte: "Schreckhaft bei lauten Geräuschen." Eine Karte des Geschehens ist bei <http://www.tofferware.de/gurps/dwds/img/> einzusehen.</SL>
125 Von: Waffe-X <Waffe-X@gmx.de>
Datum: Do, 12. Dez 2002 21:26
Betreff: [Die Alten Länder] 2. Helwet am Abernack 28 - "und es geht weiter"
Als der schrei ertönt schnellt Yo Lum gewandt herum. Ungerührt diese Infernalischen Lauten Schreis läst er im Laufen die Pumparmbrust fallen. Aus der Bewegung heraus schnellen aus Yo´s Händen Krallen. Als er auch schon beim Jäger ist und ihn mit zwei wilden mächtigen Schwingern mit den Krallen erwischt. Hart am Oberkörper getroffen fließt das Schwarze dickflüssige Blutt aus den wunden des Dämons. Das schwarze Blutt tropft auch von den leicht schimmernden Krallen des Iponesen.
127 Von: Guellaouen@gmx.de
Datum: Mo, 30. Dez 2002 16:22
Betreff: 2. Helwet im Abernack 28 - Mitternacht.
Als Liv sich für ihren zweiten Angriff wappnet, stürmt Lum an ihr vorbei und setzt dem Jäger die Krallen dort, wo bei einem Menschen die Augen wären – bitterer Geruch macht sich breit, als das schwarze Blut des Jägers die Gegend benetzt, und der wütende Schrei des Jägers noch einen Augenblick lauter wird, bevor er abbricht und nur das panische Geschrei von Mutter und Kind in der Kutsche übrigläßt. Hilti hat im Hintergrund alle Mühe, die Pferde ruhig zu halten und ans Anspannen ist derzeit gar nicht zu denken, er selbst scheint sich jedoch unter Kontrolle zu haben, im Gegensatz zu Gunnar, der gerade zuckend dabei ist, sich die eigene Zunge abzubeißen...
Ryad ist ebenfalls ein Stück zurückgetaumelt, faßt sich aber offenbar wieder und sein Blick ist klar und determiniert. Selbst Penelope scheint sich nun aufzuraffen und springt mit ausgestrecktem Rapier dem Jäger entgegen, seemännische Flüche gegen ihn schleudernd – ihr Rapier wird jedoch vom Jäger achtlos beiseite gefegt. Dann zeigt das Ungeheuger drohend auf die Gruppe, grollt noch einmal mit kurz aufglühenden Augen, wendet sich um und ... verschwindet.
Und am schwarzen Himmel zeigt sich plötzlich der Mond und kurz danach die ersten Sterne. Liv blinzelt und läßt die Riedklinge fallen.
<SL>Guten Rutsch und alles Gute im nächsten Jahr! Und 2CP für jeden. :-)</SL>
128 Von: Jens Röhling <je.ro@gmx.net>
Datum: Mo, 30. Dez 2002 22:18
Betreff: 2. Helwet im Abernack 28 - Mitternacht.
"Uff, das ist ja gerade noch einmal gut gegangen. Auch wenn es mir lieber wäre, wenn sich ein solches Monster nicht mehr in diesen Wäldern, sondern in den ewigen Untiefen des Meeres der verlorenen Seelen herumtreiben würde. Ich sehe, wir haben es mit einer äußerst schlagkräftigen Truppe hier zu tun, Respekt meine Damen und Herren. Aber ich denke, das sollte uns alle eine Menge Kraft gekostet haben. Jetzt sollte ich versuchen, unseren Freund Gunnar insoweit als möglich transportbereit zu machen, ich fürchte, seine Heilung wird meine Kräfte überschreiten."
129 Von: Waffe-X <Waffe-X@gmx.de>
Datum: Di, 31. Dez 2002 1:26
Betreff: Re: 2. Helwet im Abernack 28 - Mitternacht.
"Gut gegangen? Nun es war eher einer dieser Tage, wo man hätte im Bett bleiben sollen!" Yo Lum dreht sich zu den anderen um und die Krallen verschwinden. "Kraft hat es mich nicht viel gekostet, aber wenn ihr euch ausruhen wollt, halte ich gerne Wache, obwohl wir vielleicht den Schauplatz hier verlassen sollten. Unser neuer Bekannter wird wohl nicht so schnell wieder auftauchen."
130 Von: eva krapf <post@evakrapf.de>
Datum: Di, 31. Dez 2002 15:31
Betreff: 2. Helwet im Abernack 28 - Mitternacht.
Liv, sieht das Schwert zu Boden fallen und zittert leicht. Unsicher sieht sie erst auf das Schwert, dann auf ihre Hand, die es führte, bis ihr Blick zu dem baum weiterwandert, an den der Dämon prallte. Ohne die Begleiter zu beachten redet sie leise vor sich hin, die Sprache ihres Heimatlandes benutzend, ihr Gesicht zeigt sichtliche Erschütterung. Erst nach einiger Zeit sieht sie auf, blickt an einen unbestimmten Punkt vor sich und spricht wieder in der Kingisisch: "Es ist weg. Ich weiss nicht, ob es wieder kommt. Hoffentlich war das nicht nur ein Anfang." Ihr Blick wandert langsam hinauf zum Himmel und erleichtert bemerkt sie, wie sich alles normalisiert. "Wir könnten Glück haben."
131 Von: chaos_sebi <Waffe-X@gmx.de>
Datum: Do, 2. Jan 2003 9:13
Betreff: Betrifft: 2. Helwet im Abernack 28 - Mitternacht.
"Also ein Anfang ist noch in Ordnung sonst währe es ja nun zu ENDE." - Ein Augenzwinkern ist zu erkennen beim Iponesen. Guter Dinge geht er dem Kutscher zur Hand mit den Pferden. "Es hätte mich etwas betrübt, wenn mein Karma mich hier zum Ende meines Lebens und zum Beginn des nächsten Lebenszyklus hergebracht hätte. Deswegen war es wohl Karma oder wie ihr es hier nennt Schicksal, diese Begegnung zu überleben. Die Onis dieses Landes werde ich wohl nie verstehen."
132 Von: eva krapf <post@evakrapf.de>
Datum: Do, 2. Jan 2003 19:45
Betreff: Betrifft: 2. Helwet im Abernack 28 - Mitternacht.
"Also, wenn dieser Dämon zu Ende wäre, dann fände ich das immer besser, als wenn er wieder neu anfangen würde, uns zu belästigen. Na, vielleicht ist es ja so und wir können einen neuen Anfang starten, einen, der uns netteren Wesen begegnen läßt." Liv grinst den jungen/alten Iponesen vergnügt an. "Oder ist es Euch lieber wenn Dinge kein Ende haben, damit Ihr Euch Euer ganzes Leben damit herumplagen müßt?" Die Asprinna geht einige Schritt auf die Kutsche zu. Unvermittelt hält sie wieder an, streicht sich über die bloßen Arme und blickt noch einmal in den Himmel hinauf. "Habe garnicht gemerkt, dass die Zeit so schnellvergangen ist. War es nicht erst Abend, als der Sturm hereinbrach?"
133 Von: chaos_sebi <Waffe-X@gmx.de>
Datum: Fr, 3. Jan 2003 8:59
Betreff: Betrifft: 2. Helwet im Abernack 28 - Mitternacht.
"Es schien noch die Sonne. Also später Mittag war es, als uns dieser Sturm erwischte. Wenn euch kalt ist kann ich eine Decke hohlen." Er schaut zur Asprinna, dann zu Ryad: "Magus, ihr hattet doch so ein Händchen mit dem kleinen Jungen vor dem Sturm könnt ihr ihn nicht wieder beruhigen wenn noch Bedarf danach ist? Im übrigen werte Dame, wenn es euch nicht zu sehr ekelt, sollten wir uns die Leiche mal genauer anschauen." Der Iponese schaut sich die Umgebung so gut es geht an und sucht nach etwas. "Ich glaube bei euch ist es doch Sitte die Toten zu begraben? Sollen wir?" und deutet dann auf die Leiche.
134 Von: eva krapf <post@evakrapf.de>
Datum: So, 5. Jan 2003 23:45
Betreff: Betrifft: 2. Helwet im Abernack 28 - Mitternacht.
"Seltsam", murmelt Liv vor sich hin, während sie ihren Blick in die Richtung lenkt, in die der Iponese deutet. "Aber recht habt Ihr, lasst uns schnell nachsehen, vielleicht gibt es einen Hinweis darauf, wer diese Person war. Und wir sollten auch dieses Schwert hier nicht liegen lassen." - Ihrer WOrte zum trotz geht die junge Gelehrte jedoch direkt auf die Leiche zu, hält aber nach einiger Zeit inne und wendet sich dann doch zu dem Schwert um. Sie bleibt stehen, zögert einen Moment und geht dann in die Hocke, ohne es noch zu berühren. "Es sollte nicht in falsche Hände kommen."
135 Von: Guellaouen@gmx.de
Datum: Di, 7. Jan 2003 1:40
Betreff: 2. JUSDA im Abernack 28 - Was denn nun noch?
Nachdem Liv einen Augenblick lang die Hand über dem Schwert schweben ließ, scheint sie sich dann doch aufzuraffen und es wieder in die Hand zu nehmen – ihr abwartender Blick zeugt davon, daß sie halb erwartet, wieder auf irgendetwas loszugehen, doch es tut sich nichts. Dann geht sie mit Lum zur Leiche und beugt sich auch über diese. `Habt ihr so etwas schon einmal gemacht?', fragt sie ihn, bevor sie das Schwert neben den Leichnam legt, einmal begutachtend und murmelnd um die Leiche geht und sich schließlich hinkniet, um einen Arm des Leichnams zu fassen und sich die Wunden näher anzusehen, immer noch Worte in der Sprache von Asprin murmelnd...
Plötzlich schreit sie auf und wirft sich auf den Rücken, schreit immer wieder `Laß mich in Ruhe! Wieso kannst Du mich nicht in Ruhe lassen? Glaubst Du, ich hab nicht genug gelitten? Laß mich endlich in Ruhe!' und schlägt sich hart mit ihren Fäusten ins Gesicht (und ja, sie verletzt sich)!
<SL>@Lum für das vorherige Umblicken: Möglichkeiten für ein Grab bieten sich am besten an einem alten umgestürzten Baum, dessen erhobene Wurzeln eine Art Dach über einer Kuhle bilden. Außerdem fällt Dir und Ryad auf, daß Livs Geschrei nicht wirklich wie ihre Stimme klingt, sondern tiefer – fast wie die eines Mannes.</SL>
136 Von: Jens Röhling <je.ro@gmx.net>
Datum: Fr, 10. Jan 2003 11:23
Betreff: 2. JUSDA im Abernack 28 - Was denn nun noch?
Ryad, der gerade dabei war, den armen Kutscher Gunnar insoweit zu versorgen, daß er transportfähig sein würde, schreckt auf Grund der dunklen Stimme Livs auf. "Das hört sich nicht gut an..." murmelt er, während er zu Liv eilt. "Jetzt ist die Kleine auch noch besessen!" Als er bei Liv angelangt, versucht er erst einmal, ihre Arme zu halten, während er beruhigend auf sie/ihn einspricht: "Ruhig, es ist vorbei! Es passiert nichts mehr, wir sind Freunde. Beruhigt euch und sprecht zu uns. Wer seid ihr? Erzählt uns euer Leid, vielleicht können wir euch helfen."
137 Von: chaos_sebi <Waffe-X@gmx.de> / Guelloauen <Guellaouen@gmx.de>
Datum: Fr, 10. Jan 2003 15:50
Betreff: 2. Jusda im Abernack 28 - Und tschüß!
Yo geht mit zur Leiche und meint: "Ja, ein paar Leichen mußte ich schon begutachten." - Am Blick des Iponesen ist leicht zu erkennen, daß es doch mehr als nur ein paar waren. Total überrascht von dem Verhalten Livs reagiert Yo etwas zu zögerlich, doch dann springt er mit einem Satz zu ihr und versucht, sie davon abzuhalten sich noch mehr Schaden zuzufügen.
<SL>Von der SL Angefügt:</SL>
Als Ryad bei Liv ankommt, ist Yo Lum schon dabei, sie in den Griff zu bekommen, und zusammen schaffen die beiden es, sie niederzuringen und ihre Arme und Beine so festzuhalten, daß sie nicht mehr sehr viel Schaden anrichten kann. Als sich dann beide über sie beugen und anfangen, sie – beziehungsweise den Besetzer – zuzutexten, fängt sie/er (?) nur lauter an zu schreien: "Wie könnt ihm mich nur aus dem Licht ziehen? Wißt ihr nicht, wie schön es da war? Laßt mich zum Belekel noch mal zurück! Ich aaaarghl..." Dann erschlafft Liv, und blinzelt verwirrt nach oben: "Was soll das denn werden?"
138 Von: Waffe-X <Waffe-X@gmx.de>
Datum: Sa, 11. Jan 2003 17:12
Betreff: AW: [Die Alten Länder] 2. Jusda im Abernack 28 - Und tschüß!
Etwas erregt meint Yo "Was das soll fragt ihr Frau! Euer benehmen glich dem einer Besessenen!" und sich den leicht lädierten Kopf reibt.
139 Von: Jens Röhling <je.ro@gmx.net>
Datum: Do, 16. Jan 2003 11:32
Betreff: 2. Jusda im Abernack 28 - Und tschüß!
"Besessene! Jedesmal der gleiche Ärger! Nun ja, wir haben es ja überstanden, und das sogar ohne großen Exorzismus. Steht auf, laßt uns weiter fahren.", brummelt Ryad.
140 Von: eva krapf <post@evakrapf.de>
Datum: Mi, 29. Jan 2003 21:30
Betreff: 2. Jusda im Abernack 28 - vorbei
Nur langsam nehmen die Livs weit aufgerissene AUgen wieder ihre normale Größe an, dann nickt sie nur leicht, was jedoch dazu führt, dass sie zusammenzuckt und dann erst einmal langsam ihr Gesicht mit den Fingern betastet. "Hoffentlich wird das kein Veilchen", murmelt sie vor sich hin, dann steht sie wackelig auf, streicht vorsichtig ihr Haar nach hinten und wirft einen verzagten Blick auf die Leiche. "Sollen wir ihn nun noch bestatten?", spricht sie die beiden anderen an. "Ich kenne einige passende Gebete aus meiner Heimat."
141 Von: chaos_sebi <Waffe-X@gmx.de>
Datum: Fr, 31. Jan 2003 14:11
Betreff: Betrifft: 2. Jusda im Abernack 28 - vorbei
"Nun denn" sagt Yo zieht die Leiche bis zu der Stelle die ihm günstig erschien und macht sich ans Werk eine Ruhestätte für den Toten vorzubereiten. "Wenn mir noch jemand hilft, gehts schneller" meint er beiläufig.
142 Von: Waffe-X <Waffe-X@gmx.de>
Datum: Di, 11. Feb 2003 22:27
Betreff: AW: [Die Alten Länder] Betrifft: 2. Jusda im Abernack 28 - vorbei bin Müde
Nach einigen Minuten hektischer und anstrengender Arbeit ist das Grab fertig. Etwas missmutig schaut Yo zu den anderen, die ihm nicht geholfen haben, und durchsucht die von denn Hunden zerrissene Leiche. Danach schubst er die Leiche unsanft in das Grab und schließt es. "Hier meinte doch jemand ein Gebet sprechen zu können." sagt Yo zu einer bestimmten Person schauend, "Wenn nicht können wir unser Reise nun fortsetzen. Ich bin müde und wir müssen den `Reiseplan' einhallten." Daraufhin trottet Yo zu seinem Gepäck die Schultern etwas herabhängend und abgekämpft und verstaut seine exotisch aussehende Ausrüstung, die er für den Kampf angelegt hatte. Dann setzt er sich wieder in eine medative Haltung und meint: "Noch einen Moment, dann können wir los." - und Yo schließt seine Augen. Nach einigen Minuten sieht er etwas erholter aus und steht auf.
143 Von: Guellaouen@gmx.de
Datum: Mo, 17. Feb 2003 9:35
Betreff: 2. Jusda im Abernack 28 - Weg hier oder rasten?
Nachdem Yo Lum die Leiche mit der Hilfe der Anderen [1] und unter einem kurzen Gebet Livs [2] bestattet hat, und Lum sich ausruhen konnte, hat auch Hilti die Pferde angespannt, Gunnar notdürftig gereinigt und auf dem Dach der Kutsche unter diversen Decken festgebunden. Dann hat er die Kutsche gewendet und sitzt nun, erschöpft und frustriert, auf dem Kutschbock, fertig zur Abfahrt, wenn denn die Damen und Herren Helden glauben, soweit zu sein...
Wenn ihr von Eurer Bestattung zurückkehrt, wird er eine argwöhnische Distanz zur (ehemals?) besessenen Liv halten, und fragt statt dessen den ehrenwerten Magus: "Halten zu Gnaden, Euer Magnifizienz, meint ihr, es ist sicher, noch während der Nacht zu fahren? Wollen wir nicht lieber das Licht des Tages abwarten? Oder ist es unsicherer, an diesem scheußlichen Ort zu verweilen? Ihr müßt das ja sicherlich wissen, nicht wahr? Ich hoffe nur, daß wir einen Mann finden, der den armen Gunnar behandeln kann, wenn er denn nicht verloren ist..."
Penelope meldet sich zu Wort und brummelt, daß ihr der Ort unheimlich ist und auch der "Eskapaden" von Liv nicht unbedingt noch mehr sein müssen und moniert leise brummelnd, daß sie vielleicht in Lykandien hätte bleiben und sich aufknüpfen hätte lassen sollen, anstatt diese Sch***e hier zu durchleben! "Wenn ich geahnt hätte, daß..."
Die Mutter ist mit den Nerven runter und wiegt ihr immer noch ruhiges (und inzwischen friedlich schlafendes) Kind, und will eigentlich einfach nur noch weg hier, koste es was es wolle.
[1] Die ruhig wieder etwas mehr schreiben könnten *wink mit nem schwarzgelb gestrichenen Zaun*
[2] Das sie gerne nachtragen kann *mit dem Zaun zuschlag* ;o)
144 Von: Jens Roehling <je.ro@gmx.net>
Datum: Di, 18. Feb 2003 9:07
Betreff: 2. Jusda im Abernack 28 - Die Nacht ist unser Schutz
Ryad legt Hilti beschwichtigend die Hand auf die Schulter und spricht ihn an: "Was mit Eurem Freund passiert ist, tut mir sehr leid. Ich würde ihm gerne helfen, doch sind meine Künste auf dem Gebiet der Heilung beschränkt und ich möchte auch nichts falsch machen. Magie ist unberechenbar, wenn man sie nicht beherrscht. Wir sollten aufbrechen, denn wer weiß schon, ob dieses Monster nicht doch zurück kommt. Außerdem zählt jede Sekunde für Euren Freund, denke ich. Besser wird seine Situation bestimmt nicht, wenn wir allzu lange warten.
Ich denke, auch den anderen wird es gefallen, wenn wir underen Weg nehmen." Dann versucht der Magus die Mutter zu beruhigen, indem er ihr sagt: "Gute Frau, ich glaube, wir haben es überstanden. Euer Kind hat keinen Schaden genommen, weder körperlich, noch seelisch. Es wird glücklich und unbeschwert in die Welt gehen können, obwohl es das höchste Grauen gesehen hat. Ihr müßt stark für es sein, damit es seinen Weg findet."
Dann spricht er zu allen: "Mitreisende, mein Verstand war eher zweifelnd, ob diese Reisegesellschaft durch /glücklichen/ Zufall zusammen gekommen ist. Doch mit welchem Geschick wir diese Situation überstanden haben, läßt mich mit erhobenem Haupt auf die weitere Reise schauen. Ich bin erfreut, Eure Bekanntschaft zu machen. Doch jetzt genug der großen Worte. Ich denke, wir wollen hier alle weg, also laßt uns jeden Lichtstrahl nutzen, um diesen unseglichen Ort hinter uns zu bringen!"
146 Von: chaos_sebi <Waffe-X@gmx.de>
Datum: Di, 18. Feb 2003 19:36
Betreff: Betrifft: 2. Jusda im Abernack 28 - Auf Auf und davon!
"Sprecht doch leiser Magus, ihr könntet den Kleinen wecken." und schwups hüpft Yo in die Kutsche. Etwas aus der kutsche gelehnt sagt Yo zu Hilti leiser: "Ich wollte schon vor einer weile los, aber das Grab schaufeln war doch etwas anstrengend." mit einem Auge zwinkernd und ein aufmunterndes lächeln um das ganze etwas positiver zu sehen. "Außerdem leben wir noch und es kann nur noch besser werden."
148 Von: Guellaouen de Ouessant <Guellaouen@gmx.de>
Datum: Di, 18. Mär 2003 12:13
Betreff: Zusammenfassung und noch mehr Zaunpfahlwinken
Nachdem das Unwetter ausgestanden, der Dämon vertrieben, die Toten begraben und die Zivilisten beruhigt sind, steigt alles wieder in die nun angespannte Kutsche (wobei Liv die Riedklinge an sich nimmt), um diesen unseligen Waldflecken schnell zu verlassen. Ruckelnd setzt sich die Kutsche in Bewegung und obwohl die Entfernung zum Waldstück wächst und silbriges Sternenlicht die Gegend erhellt, schweben nun zahlreiche Spekulationen über die Herkunft des Toten, des Dämonen und der Riedklinge, der Bedeutung des ganzen und über Livs augenscheinliche Anfälligkeit für Besessenheit im Fahrgastraum.
149 Von: Jens Roehling <je.ro@gmx.net>
Datum: Di, 18. Mär 2003 13:03
Betreff: Entspannt reisen zum Mondscheintarif
Nachdem das überstandene Abenteuer noch das ein oder andere Mal durch unsere Gedanken gewandert ist, beschließt der Magus, sich noch einmal um die Belange unseres doch so armen Kutschers zu kümmern. Nachdem er ihn notdürftig versorgt hat, fängt er an, in einigen alten Pergamenten zu blättern und murmelt dabei ständig "Torbrücken, Torbrücken... da kenne ich doch jemanden, in Torbrücken..."
Schließlich legt er die Papiere beiseite und sagt zu den anderen Reisenden: "Vielleicht sollten wir einfach bei der ortsansässigen Gilde fragen. Es ist halt so ein Kreuz mit dem Gedächtnis... Was glaubt ihr, wird uns der Geist des Verstorbenen noch einmal heimsuchen? Ich würde gern mehr über ihn erfahren. Wie zum Beispiel er in Kontakt mit dem Dämon gekommen ist..."
150 Von: chaos_sebi Waffe-X@gmx.de <Waffe-X@gmx.de>
Datum: Fr, 21. Mär 2003 8:37
Betreff: Entspannt reisen...
"Was ihr glaubt ist nicht so wichtig, was mir schon alles hier passiert ist, seitdem ich Ipon verlassen habe, ist nur mehr als seltsam, gut das ihr kein Gojila (Godzilla auf Iponesich ;D ) habt. Der Geist wird mit Glück seinen Frieden finden sonst ist es sein Karma nicht mehr wiedergeboren zu werden. Was denn Jäger betrifft geschit nur das was uns vorbestimmt ist." und Yo beist in eine Leiskugel. "Übrigens Magus ihr erinnert mich irgendwie an einen alten Bekannten, der hat sich auch noch nach dem Tod mit den Geistern beschäftigt aber der hängt nun eh in der Flasche..."
152 Von: Harald Schlindwein <ritter@puretec.de>
Datum: Di, 25. Mär 2003 12:07
Betreff: Selber Ort, selbe Zeit
Kilian ging bedächtig über die Strasse. Sein Kettenhemd war zusammengerollt auf seinem Packen auf dem Rücken befestigt, sein Schwert quer darüber. Er war in einem fremden Land und sein Pferd tot, es war nicht die Zeit mit seinem eigentlich Stand hausieren zu gehen. So schleppte er sich Meter um Meter gen der nächsten Stadt auf dieser Strasse, die Kutsche hinter sich zwar hörend doch bis jetzt ignorierend...
153 Von: eva krapf <post@evakrapf.de>
Datum: Di, 25. Mär 2003 23:34
Betreff: 2. Jusda im Abernack 28 - Ankunft in Torbrücken
Schon seit einiger Zeit wird Livs Schlaf immer unruhiger, mit bleichen Fingern umklammert sie die Riedklinge, die Knöchel treten weiß hervor. So wie die Kutsche langsam zu stehen kommt, erwacht sie ruckartig aus ihren Träumen, richtet sich kerzengerade auf. Ihre weit aufgerissenen Augen nehmen erst nach und nach ihre Umgebung wahr, und mit dem Wachwerden auch ihres Geistes, sammelt sie sich, doch die dunklen Ringe unter ihren Augen bleiben, ihr Gesicht sieht eher noch mitgenommener aus nach dieser aufreibenden Nacht.
"Guten Morgen," murmelt sie, sich ihrer Erziehung wieder bewußt werdend, löst langsam eine Hand von dem Schert und reibt sich die Schläfen, zuckt aber sofort zusammen und betastet ihre geschwollenen Augen. "Wo bin ich da nur reingeraten... mit diesem Dämon.... ich..", unvermittelt sieht sie die Mitreisenden an. "Kennt wohl jemand von Euch Schönberg? Ist das weit von hier?", fährt sie lauter fort und wendet sich alsdann direkt an den Magus. "Was glaubt Ihr, müssen wir den Ereignissen von heute nacht noch einmal nachgehen oder.. oder droht keine Gefahr mehr?"
154 Von: chaos_sebi Waffe-X@gmx.de <Waffe-X@gmx.de>
Datum: Mi, 26. Mär 2003 10:47
Betreff: Betrifft: 2. Jusda im Abernack 28 - Ankunft in Torbrücken
Mit einem Freundlichen lächeln öffnet Lum seine Augen schaut in die Runde und sagt "Ah die Schlafende ist nun auch erwacht. Ihr seht nicht besonders frisch aus hat euch das ganze den so mit genommen?" Lum schaut zum Fenster hinaus um diese Stadt Torbrücken irgendwie in sein Städte-Weltbild einzuordnen. Wieder zu denn anderen gewandt "Wir sollten glaube ich so wenig wie möglich ins Detail gehen wenn, man uns über diese Nacht fragt sie war schon schrecklich genug für einige." meint er, grob in die Richtung blickend wo Lum Hilti vermutet und Gunnar liegt. "Meiner Meinung sollten wir diesen Landstrich einfach nur verlassen und unsere ursprünglichen Reise Ziele wieder auf nehmen." Die anderen noch mal musternd anschauend meint Lum dann doch: "Wenn ihr aber der Meinung seit das dieses Problem nicht so einfach ignoriet werden kann werde ich euch gerne mit meinen Kampfkünsten helfen. Ich bin nicht umsonst der WELT größte Leibwächter und Objekte-Beschützer..." es scheint so als ob, er noch zu mehr ansetzten würde. Als könnte er diese Liste an taten noch unendlich erweitern aber erhält doch inne.
155 Von: Guellaouen de Ouessant <Guellaouen@gmx.de>
Datum: Mi, 26. Mär 2003 15:07
Betreff: 2. Jusda im Abernack 28 - Torbrücken
Für die, die sich umsehen: Torbrücken ist schon eine richtige kleine Stadt mit Außenwall und einer großen, auf drei Bögen ruhenden Brücke, die das "Grünwasser" überspannt, den Fluß, der nach einigen Meilen der "Donner" (der Strom, der bei Tamerone in die Kingisische See fließt) zufließt und der als Grenze zwischen dem kingisischen Kernland und der Riede gilt. Als wichtiger Knotenpunkt für den Handelsverkehrt zwischen Kingisien und Holmgard hat Torbrücken eine eigene Burganlage und natürlich das sehenswerte "Torbrückener Brückentor", in welches in kunstvollen Steinmetzarbeiten die Antlitze der kingisischen Kaiser Franz-Joseph, Karl, Rholf und Karl II. nebst den Nationalhelden Ritter Gerald von Schlittau und Fürst Heinrich von Seld eingearbeitet sind, wobei letztere in den Trollkriegen Berühmtheit erlangten. In der in Stein und weiß geputztem grünen Fachwerk erbauten Stadt herrscht normalerweise reges Treiben, doch noch ist es etwas früh, aber nun, da die Sonne aufgeht, wird die Bewegung auf den Straßen rasch zunehmen.
Wer sich in Kingisien auskennt[1], weiß, daß hier auch die "Gilde des roten Sterns" beheimatet ist, eine Magier- und Alchimisten-vereinigung, die besonders Kampfmagier (Also Element-, Geist- und Körperkontrollzauber) unterstützt und als sehr Reichstreu gilt, außerdem gibt es ein Ordenshaus der Inquisition und die eingangs erwähnte Burg, die den Eingang ins kingisische Kernland sichert. Es geht auch ein Gerücht, daß sich hier in der Stadt ein Chaoskult befunden haben soll, denn die Stadtämter sind per kaiserlichem Dekret ausgesetzt und in der Burg inhaftiert worden und der Burggraf Friedewald von Torbrücken hat nun das Sagen in der Stadt und führt mit der Inquisition zusammen Razzien durch...
Schönberg hingegen scheint ein kleines Dorf einige Meilen nordwestlich von hier zu sein, mehr wird keiner von Euch wissen.
[1] Sprich, seinen Area Knowledge(Kingisien)-Wurf schafft. Freut mich, daß ihr wieder mehr schreiben wollt und wir Harald als neuen Mitspieler haben! :-)
156 Von: eva krapf <post@evakrapf.de>
Datum: Do, 27. Mär 2003 1:57
Betreff: 2. Jusda im Abernack 28 - Ankunft in Torbrücken
Liv wirft dem Iponesen einen langen nachdenklichen Blick zu, ihre Stirn kräuselt sich kurz angestrengt, dann nickt sie jedoch einfach nur. "Ich muss mich einige Tage ausruhen, bevor ich weiterreise. Diese Kutschfahrt scheint ohnehin hier erst einmal zu enden." Kurz wirft sie Penelope einen fragenden Blick zu, dann fährt sie irgendwie an alle gewandt fort. "Vielleicht brauchen wir das alle. Wer weiß, wo so ein.." sie räuspert sich, ".. herkommt, da liegt etwas im Argen. Ich kann mich nciht so einfach der Verantwortung entziehen... aber mir wäre wohler wenn ich außerhalb der Stadt an einem ruhigen Ort Erholung fände. Oder kann hier jemand einen Rat geben?"
Auffordernde Blicke mustern ihre Mitreisenden, jedoch sprudeln leise weitere Worte aus ihr hervor, als ihr Blick wie zufällig über Gunnar gleitet. "Und um diesen armen Mann müßte sich auch jemand Kompetentes kümmern.. " Ein langes Seufzen begleitet ihre Hand, die eine Strähne aus dem Gesicht wischt und ein paar Schrammen offenbart. Dann sinkt sie wieder zurück an die Kutschenwand schlingt den Arm um ihren Leib und betrachtet das Schwert, das sie sehr unbeholfen auf ihrem Schoss, halb auf dem Boden stehend hält mit einem nachdenklichen, abwesenden Blick.
157 Von: Jens Röhling <jensroehling@gmx.de>
Datum: Sa, 29. Mär 2003 13:10
Betreff: Re: [Die Alten Länder] 2. Jusda im Abernack 28 - Ankunft in Torbrücken
Nachdem Ryad doch einen Moment während der nächtlichen Fahrt die Augen zum Schlaf geschlossen hatte, reißt er sie jetzt bei der Einfahrt in die Stadt um so mehr auf und nimmt den Ausdruck eines kleinen Kindes ein, der vor seinen Geburtstagsgeschenken steht. Ist er doch so neugierig darauf, die Magier des roten Sterns kennen zu lernen, von deren Kräften er so viel gehört hat. Mit glänzenden Augen schaut er aus dem Fenster der Kutsche, um jedes Detail seines Weges in sich auf zu nehmen. Nachdem er dem Gespräch seiner Mitfahrenden mehr abwesend als wirklich interessiert gelauscht hat, meint er, noch immer zum Fenster geneigt:
"Ich denke, ich sollte bei der örtlichen Magiergilde vorstellig werden, dort können wir auch mehr über die Möglichkeiten erfahren, unseren armen Recken Gunnar wieder ins Antlitz dieser Welt zu bringen. Auch unsere Geschichte mit dem Dämon wird sich dort weiter ins strahlende Licht des Wissens rücken lassen, einige der bekanntesten Dämonentöter dieses Landes sind hier zu Hause. Ich möchte diesem Monster nicht noch einmal gegenübertreten, aber es gibt sicher einige junge Rekruten, die die Knospen ihrer magischen Kunst mit einem solchen Wesen messen wollen und zur Blüte erstrahlen lassen wollen. Desweiteren sollte man sich um Quartier bemühen, was meint ihr, meine guten Mitreisenden? Ein ruhiger Tag wäre doch jetzt genau das, was unser aufgewühles Karma wieder in Einklang bringen würde, oder?"
158 Von: Guellaouen de Ouessant <Guellaouen@gmx.de>
Datum: Mi, 2. Apr 2003 2:35
Betreff: 2. Jusda im Abernack 28 - (Kilian) Ankunft in Torbrücken...
Kilian kommt an einem Wegstein vorbei, der anzeigt, daß es dieser Straße folgend bis zur nächsten Stadt noch 830 Doppelschritte sind, eine Strecke, die mit dem Pferd vielleicht eine Viertelstunde brauchen würde, nun aber in gut einer Stunde zu schaffen sein sollte. Leise vor sich hin brummend kommt ihm der Gedanke, daß dies vielleicht die göttliche Strafe für seine befleckte Ehre sein könnte, aber wer weiß? In der nächsten Stadt, nach einem Bad und einer guten Mahlzeit, mag es schon wieder viel besser aussehen. Für ein neues Pferd wird seine Barschaft wohl aber nicht reichen.
Einen guten Marsch später kommt er endlich geschwitzt, müde und verspannt an den äußeren Toren von Torbrücken an, wo er - an der kurzen Schlange von Wartenden vorbeigehend - geradewegs auf das Stadttor zumarschiert... und prompt von einer Wache - einem unrasierten, müde aussehenden Mann mitte 30 in Kette und mit dem Wappenrock Friedewald von Torbrückens, dessen Hellebarde an der Wand neben ihm lehnt - angehalten wird: "Guten Morgen, Junker. Kannst Du mir verraten, wo Du in diesem Aufzug herkommst und welches Recht Du zu glauben hast, mit einem Langschwert hier hereinspazieren zu dürfen? Wo hast Du denn Deinen Herren gelassen?"
159 Von: Penelope Amanda Lotta Caliz del Mare <piratenpenny@yahoo.de>
Datum: Mi, 2. Apr 2003 2:17
Betreff: 2. Jusda im Abernack 28 - In Torbrücken bleiben und mal sehen...
Eine verschwörerische Miene aufsetzend zwinkert Penelope Liv zu und gähnt dann demonstrativ: "Ouh, ja, ich bin auch erschöpft von den Strapazen der Reise, madre mia! Liv hat Recht, wir sollten einige Tage hier bleiben, uns ausruhen und nebenbei-", sie hüstelt und fährt fort: "-sozusagen zufällig Erkenntnisse über den Dämon und den Zustand vom Kutscher gewinnen... wie hieß er gleich? Gummi? Hilbert? Wie?" Sie blick zum Kutschenboden herunter und ihr Gesicht erhellt sich: "Ja, genau, danke, das wars: Hilti und Gunnar. Äh, welcher war jetzt welcher? Und so ganz nebenbei bin ich auch nicht zu traurig, mal wieder ein Weilchen in einem anständigen Hotel mit Badezuber und so zu verbringen, eine Dame hat schließlich ihre Bedürfnisse... Liv, kommst Du mit, wenn wir ein Hotel gefunden haben, ein bißchen einkaufen, uns die Stadt ansehen und Kerle aufreißen?", plappert sie vor sich hin, den eigentlichen Punkt schon wieder vergessend.
Kurz blinzelt sie und fragt den Boden: "Meinst Du? Na gut, Du hast ja Recht." Sie sieht wieder auf und fragt die anwesenden Männer: "Sagt mal Jungs, wollt ihr nicht bei Liv und mir bleiben und uns helfen, diese Sache zu klären? Bei allen Klabautermännern (nichts gegen Dich, Tadiu), hier kann ja wohl keiner glauben, daß die Sache schon gegessen und vorbei ist? Also, Du Ritzo" - spricht sie Ryad an - "erkundigst Dich bei der hiesigen Gilde, Liv ruht sich erstmal aus, ich erkundige mich beim, ähm, gemeinen Volk und Yolong" - sie sieht Yo Lum an - "Du kannst dich ja bei den Kriegern oder so umhören, Du bist ja auch so einer, nicht? Wir suchen aber erstmal ein gemeinsames Hotel und nehmen ein Bad... also, nicht das Bad gemeinsam." Die abenteuerlich gekleidete Seefrau kichert albern. "Aber dann haben wir erstmal einen sicheren Hafen, den wir anlaufen können, wenn wir was rausfinden. Jemand ne bessere Idee? Nein, dacht ich mir, also auf geht's...", plappert sie aktionistisch weiter.
160 Von: Waffe-X@gmx.de
Datum: Mi, 2. Apr 2003 10:06
Betreff: Re: [Die Alten Länder] hällt die Kutsche auch :-)
"Nun wie es scheint wollt ihr alle Nachforschungen anstellen um den Ursprung des Dämonen Angriffs heraus zubekommen. Dann werde ich euch wohl mit meinen Bescheiden mitteln so gut es geht helfen.", meint Lum mit einem enthusiastischen Lächeln auf dem Gesicht. "Ich werde euch schon in eurer Herberge finden, denn ich bin ja nicht nur zum Vergnügen unterwegs." Gewandt steigt Yo Lum aus der Kutsche heraus, die gerade zum Stehen gekommen ist. Schnell klettert er zu seinem Gepäck, löst es und macht sein Pferd los und reitet in tiefer in die Stadt Torbrücken.
161 Von: eva krapf <post@evakrapf.de>
Datum: Mo, 7. Apr 2003 2:09
Betreff: 2. Jusda im Abernack 28 - Torbrücken: lieber handeln, als reden.
"Nicht nur unser Karma...", murmelt Liv zusammenhanglos vor sich hin, schaut dann zu der plappernden Begleiterin und nickt leicht. "Na gut, bleiben wir erst einmal hier, aber vor einem Gasthaus finden wir vielleicht noch einen Arzt für mich. Gegen so ein Monstrum und erst recht gegen den, der es gerufen hat, will ich lieber nicht so schwach antreten müssen. Obwohl, vielleicht wäre es besser, wenn ich selbst die Kräuter suche, die helfen..." murmelt sie wieder mehr zu sich selbst. ".. wenn nur mehr Zeit wäre..."
"Und Hunger habe ich!", unvermittelt sieht sie sich um, lächelt leicht und blickt ihre Mitreisenden an. Die Asprinna stützt sich auf der Sitzbank ab, immernoch das Schwert festklammernd, und erhebt sich etwas mühsam. Leise zähneknirschende Worte, als "nicht zu viel Schwäche zeigen" identifizierbar, sind zu hören, sie zieht ihren Mantel fester um sich sammelt umständlich mit einer Hand ihre Sachen zusammen, die Riedklinge nicht einen Moment aus den Fingern lassend. Schließlich fällt wieder ihr Blick darauf. "Schon gut... erst der Jäger, dann Schönberg.. und dann... " Wie eine leise Frage bleibt der Satz in der Kutsche stehen, als Liv sich genauso umständlich an den Ausstieg machen will.
162 Von: Penelope <piratenpenny@yahoo.de>
Datum: Mi, 9. Apr 2003 0:48
Betreff: 2. Jusda im Abernack 28 - Torbrücken: Beginn der Suche...
Penelope schüttelt den Kopf. "Einen Arzt will sie, hast du gehört, Tadiu? Und das vor so einem netten, warmen Hotelzimmer mit Waschzuber und vielleicht sogar einer gut duftenden Seife und eventuell sogar einem Waschlappen, einen schön weichen..." seufzt sie schwärmerisch. "Was? Ja...ja, natürlich. Ein Arzt vorher, jaaa..." Penelope streicht ihre Hose glatt und brummelt leise. Dass dieser Kobold auch ununterbrochen reden muss! Doch dann lächelt sie gleich wieder und ist auch schon als Zweite aus der Kutsche, tief die frische Luft einatmend und den einigermaßen stetigen Boden unter den Füßen genießend. Sie stemmt die Hände in die Hüften und sieht zur Asprinna: "Na dann... einen Arzt für den Captain!" Keine Antwort abwartend wendet sie sich der Geschäftsstraße zu, mit einem kleinen Strahlen auf dem Gesicht. "Ja, Tadiu...ich auch...ich wohl auch..."
163 Von: Guellaouen de Ouessant <Guellaouen@gmx.de>
Datum: Mi, 9. Apr 2003 1:28
Betreff: 2. Jusda im Abernack 28 - Der starke Arm des Gesetzes...
Nachdem also nun das weitere Vorgehen abgesprochen zu sein scheint, verlassen unsere lieben Reisegefährten die Kutsche, um sich der Stadt Torbrücken zuzuwenden. Yo Lum, nun wieder nur ein unscheinbarer Alter, verschwindet schnell in den Gassen, was wahrscheinlich sein Glück ist, denn kurz darauf kommen zwei Wachen auf die Kutsche zu, um sich nach den verzollbaren Gegenständen der Reisegruppe zu erkundigen. Da Kingisien derzeit nah am Rande eines Krieges mit Ipon steht und auch das Chaos im Reiche immer mehr zunimmt, haben sich in letzter Zeit immer mehr fremdenfeindliche - und auch speziesistische - Gruppen gebildet, die nicht nur Iponesen, sondern auch Elfen, Halblinge und (bei unklugen Humannationalisten) Zwerge belästigt oder gar angreift.
Als die beiden heran sind, schnauzt einer der beiden stämmigen Kerle so laut, daß es auch die letzten noch Schlafenden in diesem Viertel aus den Betten haut: "Guten Morgen, die Herrschaften. Zollkontrolle! Ihre Papiere bitte, haben sie etwas einzuführen? Sind Magier unter ihnen oder führen sie magische oder illegale Gegenstände bei sich?" Gerade Ryad als Magier und Penelope ob ihres "Westländisch"-Lykandischen Teints und der Kleidung kassieren einige mißtrauische Blicke... und es steht zu vermuten, daß es weitere Fragen gibt, wenn sie auf Gunnar aufmerksam werden, den Hilti gerade auf der anderen Seite der Kutsche in die Kutschenstation zu bugsieren versucht...
167 Von: Jens Roehling <jensroehling@gmx.de>
Datum: Mo, 5. Mai 2003 9:42
Betreff: 2. Jusda im Abernack 28 - Hmwaswie?
Nachdem der Magus die Kutsche auf der anderen Seite verlassen hat, entfernt er sich mit einem Gruß und einem nachgeworfenen "Ich finde euch!" Frohgelaunt macht er sich dann auf einen Stadtbummel, bei dem er sich zunächst ein Pergamenttütchen mit eben jenem Kraut dreht, von dem er schon so lange nicht mehr gekostet hat. Als die Welt etwas bunter erscheint, schaut er sich die Gassen, die Geschäfte und die Märkte an und versucht sich dabei, ein wenig zu orientieren und sich einen Plan von dem Gewirr zu machen, daß diese Stadt einen Plan nennt. Nachdem er eine Weile gebummelt ist und sein Kopf wieder etwas klarer erscheint, begibt er sich auf die Suche nach der örtlichen Magiergilde, auf deren Bekanntschaft er so gebrannt hat. Dazu fragt er zunächst einen unbescholten erscheinenden Bürger nach dem Weg.
168 Von: eva krapf <post@evakrapf.de>
Datum: Mo, 5. Mai 2003 19:09
Betreff: [Die Alten Länder] 2. Jusda im Abernack 28 - Wächter am morgen.....
Das leise Lächeln, das Penelope begleitet, erstirbt, als die Wächter auf sie zutreten. Doch sie schafft es, ihren Blick einigermaßen zu beherrschen und wendet sich ihnen zu. "Guten Morgen auch. Ihr stellt eine interessante Frage, werte Herren, sagt, was ist in dieser Stadt illegal?" Ein schelmischer Blick aus ihren blauen Augen, bevor sie fortfährt. "Ich würden meinen Hunger als verboten bezeichnen, aber ich bin sehr gewillt sofort etwas dagegen zu tun. Hier, Ihr könnt getrost in meinem Ranzen nachsehen, ob Ihr etwas etwas Illegales findet, doch ich wage es zu bezweifeln."
Als ob sie Luft holen müsse macht sie eine kurze Pause, zieht dann wieder die Mundwinkel nach oben und blickt den Wortfüher der beiden Wachmänner wieder an. "Aber wenn Ihr die Güte hättet, dann haltet mich nicht zu sher auf, ich kann in Kutschen nie schlafen, im Gegenteil wird mir meist etwas übel und ich wäre froh, bald etwas ruhen zu können", erklärt sie ihren wohl etwas mitgenommen wirkenden Zustand und übergeht gekonnt die restlichen Fragen der Wachmänner.
169 Von: Guellaouen de Ouessant <Guellaouen@gmx.de>
Datum: Sa, 10. Mai 2003 23:45
Betreff: 2. Jusda im Abernack 28 - Stadtwachen und andere Unannehmlichkeiten
Es scheint, daß Ryad es geschafft hat, wirr wie er ist, auf der anderen Seite der Kutsche auszusteigen und davonzuschlendern, während die Stadtwachen Liv, Penny und die anderen mustern. Golda sei Dank schlägt Hilti noch rechtzeitig eine Plane über Gunnar und räumt beschäftigt aussehend Gepäck hin und her. "Nur die übliche Post, die könnt ihr Euch nacher in der Kutschenstation ansehen, Jungs.", meint er scheinbar locker. Während der eine Wachmann geräuschvoll Schleim hochzieht und neben die Kutsche rotzt, kratzt sich der andere ausgiebig und fragt Liv dann: "Morsche, Frollein. Hier iss illegal, was im Rest vom Reich auch illegal ist. Und wenn ihr schon solche Fragen stellt, sollten wir vielleicht tatsächlich mal Euer Gepäck untersuchen, um Euch die Frage, was illegal ist und was nicht, genau beantworten zu können." Er grinst und nimmt den von Liv dargebotenen Rucksack, um ihn interessiert zu durchwühlen... "Papiere oder so habt ihr nicht?", fragt er zusätzlich.
Währenddessen kümmert sich der zweite Wächter um Penelope: "Heh, Schätzken, wo kommste denn her? Biss aus Likandia, wat? Ick hab gehert, da lernen die Weibers erstaunliche Dinge... vielleicht kommste gleich ma mit auffe Wache und ich überzeug mich devon, daß De keen Spion biss, wat?" - er sieht Penelope lüstern in den Ausschnitt und schickt sich an, sie zu `durchsuchen'...
Was Ryad angeht, so findet er partout keinen Rauchkrauthändler - es scheint, daß diese Sitte hier in der Gegend bei weitem nicht so verbreitet ist, wie bei ihm daheim an der Küste, denn er ernstet jedes Mal fragende und arglose Gesichter, wenn er sich erkundigt. Leicht frustriert bedient er sich an den kümmerlichen Resten seiner Vorräte und spaziert nur unmerklich besser gelaunt durch den Markt, in der Hoffnung, vielleicht doch noch einen reisenden Händler zu erwischen, der il'Hajij - wie das Kraut aus dem fernen Südwesten genannt wird - von einem Schiff mitgebracht hat. Doch er scheint vorerst kein Glück zu haben. Als er sich dann an einen freundlich aussehenden Mann wendet, um nach der Magiergilde zu fragen, stellt sich dieser schon trotz zivilem Aussehen im ersten Wortwechsel als Sergeant der hiesigen Garnison heraus: "Guten Tag auch, Magus. Wie ich an Eurer Robe sehe, seid ihr vom Selder Konzil... seid ihr neu in der Stadt? Wisset, ich bin Sergeant Kostrupp von der Kaiserlichen Garde und kann Euch zur Gilde bringen. Da können wir dann auch gleich gemeinsam am Zollhaus vorbeisehen, damit ihr Euch die Lizenzschärpe für den Gürtel holen könnt, sonst kommt doch glatt noch wer auf die Idee, ihr wolltet hier unlizensiert zaubern... und das wollen wir doch vermeiden, oder?" Er lächelt freundlich.
170 Von: eva krapf <post@evakrapf.de>
Datum: Mo, 12. Mai 2003 0:02
Betreff: 2. Jusda im Abernack 28 - Den Unannehmlichkeiten ausweichen?
"Papier hab ich genug, nur fürchte ich, da ist nicht das dabei, was Ihr als Papiere bezeichnet. Aber vielleicht kann ich Euch mündlich weiterhelfen: Mein Name ist Liv Likvist und ich komme aus Sveg in Asprin. Ich reise, um mein Wissen zu vergrößern, denn ich studiere Geschichte, Philosophie und Medizin. Ich will hier nur einige Tage verweilen und dann meine Reise fortführen. Die junge Frau dort...", Liv deutet auf Penelope, "begleitet mich, die Straßen sind für eine Frau wie mich nicht immer die sichersten, natürlich abgesehen von vielen hier in diesem Reich!" Liv senkt die Stimme, so dass Penelope sie nicht hören kann. "Wenn sie wirr redet, nehmt es nicht so ernst, es ist nur eine leichte Einbildung, ungefährlich, nicht ansteckend, aber manchmal etwas lästig."
Livs Gähnen, das sich an dise Erklärung anschließt ist nicht einmal gespielt, wieder kämpft sie hart gegen ihre Erschöpfung an und hält sich dann mit der freien Hand an der Kutschentür fest.
171 Von: Guellaouen de Ouessant <Guellaouen@gmx.de>
Datum: Mo, 12. Mai 2003 0:10
Betreff: 2. Jusda im Abernack 28 - Wachen wachen?
"Asprin, eh?", antwortet die Wache, die ihre Durchsuchung von Livs Rucksack mit einem Schulterzucken beendet. "Das erklärt einiges...", murmelt der Wachmann und fügt normal hinzu: "Bist Du auch die Heilerin für ihre Probleme? Wenn ja, solltest Du das unbedingt der Heilergilde hier mitteilen, die Jungs werden manchmal grantik, wenn einer für Heilungen kassiert und sie nichts abbekommen." Er grinst. "So wie im übrigen alle hier, aber Du bist sicher schon lang genug im Reich unterwegs, um das geschnaggelt zu haben. Was allerdings Deine likandische Freundin angeht, haben wir da sicher noch einige Fragen, mit den Westlern haben wir nämlich Krieg und es ist ganz und gar nicht schlau von ihr, sich hier blicken zu lassen."
172 Von: Jens Roehling <jensroehling@gmx.de>
Datum: Mo, 12. Mai 2003 10:17
Betreff: 2. Jusda im Abernack 28 - Stadtwachen und andere Unannehmlichkeiten
"Oh, Sergeant, gut einen Mann zu treffen, der auf der Seite des Rechts steht. Ich hatte eigentlich gehofft, hier gar nicht zaubern zu müssen. Ich wollte eigentlich nur einige ruhige Tage bis zur Abreise zu verbringen, ich hab etwas Schlaf nötig. Bettschlaf ist doch doppelter Schlaf. Aber ich will Euch nicht mit meinen privaten Problemen belästigen. Wenn Ihr mir diesen Gefallen tun würdet, wäre ich Euch sehr dankbar, es soll doch alles seine Richtigkeit haben." Daraufhin fängt er an, hinter dem davonschreitenden Sergeant hinterherzutänzeln, ein Lied in einer unverständlichen Sprache vor sich hinsummend, jedoch nicht, ohne einen kleinen Blick in dessen Gedanken zu werfen...
173 Von: Harald Schlindwein <ritter@puretec.de>
Datum: Mo, 12. Mai 2003 10:59
Betreff: Re: [Die Alten Länder] 2. Jusda im Abernack 28 - Stadtwachen
Kilian wendete sich ab als er dieses unehrenhafte Benehmen gegenüber einem Weibe mitbekam...er ging von der Seite auf diese Stadtwache und jenes Weib zu. Er legte nur die Hand auf seinen Knauf, mehr nicht.
"Ich denke myn Ohren haben einem verirrten Wind gelauscht und auch myn Augen sind getrübt sonst müsst ich doch annehmen das ihr, Stadtbüttel, dieses Weib unziemlich bedränget und euch eurem ohnedies niedrigen Ranges noch ungebührlich benehmt indem ihr versucht eure Macht zu missbrauchen für solch ein ungeheurlich Ansinnen? Jene andere Wache mocht vielleicht bezweifeln dass ich des Ritterstandes bin doch euch will ich es gerne beweisen in dem ich meine Klinge für die Ehre dieses Weibes ziehe solltet ihr mich dazu zwingen...."
175 Von: Guellaouen de Ouessant <Guellaouen@gmx.de>
Datum: Mo, 12. Mai 2003 20:44
Betreff: 2. Jusda im Abernack 28 - Unschuldswölfe im Schafspelz
Die Augen des Wachmanns weiten sich einen Moment und dann bemüht er sich - wie sein Kollege auch - stramm zu stehen (was aber ob der Plauzen, die die beiden vor sich herschieben, nicht wirklich wirkt). "Halten zu Gnaden, Sire, melde gehorsamst, daß ist ne Likandierin und ich komm nur meinen Befehlen nach, Likandier zu überprüfen, wegen dem Krieg und so, Mylord Hochwohlgeboren! Ich hatte dabei nie nicht keine Unziemlichen Gedanken, Euer Gnaden und würd auch bei Marda nicht keine sündigen Gedanken haben, halten zu Gnaden. Ist nicht nötig Euer Schwert zu ziehn.", beeilt er sich, sich herauszureden und kassiert nebenbei noch einen Bring-Dich-Um-Blick von seinem Kumpanen. Dann wendet er sich der atemberaubend schönen Penelope (samt wehenden Locken!) zu und verneigt sich kurz: "Entschuldigung, Frau, falls Du durch diese Routinekontrolle Unannehmlichkeiten hattest."
176 Von: eva krapf <post@evakrapf.de>
Datum: Di, 13. Mai 2003 19:34
Betreff: 2. Jusda im Abernack 28 - Immer diese Wachen...
Zufrieden mit sich selbst und mit der willkommenen Ablenkung, nickt Liv dem Wachman freundlich zu. "Ach, die Heiler hier sollen durch meinen Aufenthalt hier keinen Schaden haben. Ich bin auf Forschungsreisen unterwegs, damit ich in meiner Heimat bessere Dienste leiten kann. Wenn Ihr gestattet... " Als Liv merkt, dass des Wachmans Aufmerksamkeit abgelenkt wird, plaudert sie noch eine Weile vor sich hin, schließt die Schnallen ihres Ranzen so gut es eben einhändig möglich ist und wendet sich dann Penelope, ihrem neuen Freund und den Wachen zu. Sie neigt kurz grüßend den Kopf, dann schickt sie sich an, die Situation so zu lösen, indem sie einfach ein paar Schritte in Richtung der Stadt andeutet und hofft, dass der Rest ihr folgt.
177 Von: Penelope <piratenpenny@yahoo.de>
Datum: Di, 13. Mai 2003 20:39
Betreff: 2. Jusda im Abernack 28 - Ein Held!
Penelope starrt die Wache an, guckt dann selbst in ihren Ausschnitt und hrmpft, während sie so rein zufällig einen Unterarm quer darüberlegt, um sich die Locken aus dem Gesicht zu streichen. "Ich ...ähh...bin kein Spion, ich hab nur...Wieso überhaupt Spion? Beim Klabautermann - ja, Tadiu, genau du! - ich habe noch nie etwas Unehrenhaftes getan und überhaupt, das ist es doch, was Spione tun, nich?" Plappernd tritt sie langsam ein paar Schritte zurück, während sie beide Hände wieder an ihre Taille legt, eine davon unweigerlich in der unmittelbaren Nähe ihres Dolches platzierend. "Ich bin nur auf der Durchreise und will eigentlich auch nur zum nächsten Meer und außerdem bin ich friedlich und sehr zufrieden und - "
Irritiert blinzelnd hält sie inne, als der junge Mann sich einmischt. Sie hockt sich kurz hin, anscheinend, um etwas hochzuheben und es auf ihre Schulter zu setzen. "Ich weiss es nicht, Tadiu...sieht mir nach Rittersmann aus...Naien! Ich weiß nicht, wie er heißt!" Brummelnd schüttelt sie den Kopf, deutet ihrer Schulter, still zu sein, und lauscht dann erstmal. 'Krieg und so', denkt sie bei sich, 'interessant. Deswegen...oh und kuck, wie höpsch er aussieht!' Erst, als die Stadtwache sich ihr wieder zuwendet, sieht sie die auch wieder an. "Ich will dir noch einmal verzeihen. Und Tadiu auch," lächelt sie süss, um sich dann des Ritters Arm zu schnappen und sich einzuhängen, egal, ob dem das gefällt oder nicht. "Also ich sage dir, erstmal danke, diese Wachen sind ja sooo nervig. Weißt du, da kommen wir grade an, sind erschöpft und haben Hunger und die piesaken uns auf's Höllischste. Golda ist hierzulande wohl nahezu unbekannt, weil der würde das nie dulden. Aber sag, wie heißt du und woher kommst du und suchst du mit uns ein Hotel, weil..." Und während sie ihm von den Strapazen der Reise erzählt, folgt sie schon Liv, den edlen Helden an ihrer Seite neben sich herschleppend...
179 Von: eva krapf <post@evakrapf.de>
Datum: So, 18. Mai 2003 23:19
Betreff: 2. Jusda im Abernack 28 - Helden auf dem Weg in eine Kneipe
Zufrieden bemerkt Liv mit einem Blick über die Schulter, dass Penelope ihr folgt und der Abstand zu den Wachen zunimmt. Ohne lange zu zögern biegt sie in die nächstbeste Seitenstraße ab, und atmet tief durch. Ihre Anspannung läßt nach, sie läßt ihre Schultern hängen und sieht auch so kauptt aus, wie sie sich fühlt. Auch die Finger um das Schwert entkrampfen sich. Die Asprinna schiebt den Griff unbeholfen unter ihren Gürtel, verhakt es dort, schließt aber sofort wieder ihre Hand darum.
Dann suchen ihre Augen die Straße nach Schildern ab und als sie gefunden hat, was sie sucht wendet sie sich leise seufzend zu ihren Begleitern um. "Hier sind zwei Gasthäuser. Welches sollen wir wählen? Oder ist es besser, zuerst einen Medicus zu suchen? Ich kann bald nicht mehr..." Den letzten Satz mehr in sich hineinmurmelnd, blickt sie Penelope und den Ritter fragend an.
180 Von: ritter@puretec.de
Datum: Mo, 19. Mai 2003 15:19
Betreff: einzug in die stadt
Kilian schaute sichtlich verdutzt, liess sich aber sowohl mitziehen als auch den Redeschwall über sich ergehen...er nickte ab und an...dann stellte er sich vor. "Nennt mich Kilian...ich bin ein Krieger auf Reisen. Es war mir eine Ehre euch zu helfen!"
181 Von: Guellaouen de Ouessant <Guellaouen@gmx.de>
Datum: Di, 20. Mai 2003 0:25
Betreff: 2. Jusda im Abernack 28 - 10 Uhr in Kingisien: Zeit für ein Frühstück?
Die "Seitenstraße", die von der Tameroner Straße abgeht und 'Finkenallee' heißt, ist immer noch zu den großen zu rechnen. Sie enthält neben der 'Ankertau-Taverne' und dem 'Hammer und Sichel' (zwei Gasthäusern) mehrere mittelständische Ladengeschäfte, darunter einen Schuster, einen Gnomenbastler (mit lauter merkwürdigen Uhren, Spielen zum Aufziehen, etc.), einen Spielzeugladen (vornehmlich mit Holzspielzeug, aber auch Zinnsoldaten) und eine Bäckerei, sowie mehrere Wohnhäuser, teils mit ummauerten Gärtchen. Alles wirkt für eine Stadt einigermaßen weitläufig und gutbürgerlich, sogar die Straßen scheinen hin und wieder gereinigt zu werden und es stinkt nicht gar so sehr nach Stadt (sprich, es gibt, man höre und staune, eine Kanalisation, was bei weitem nicht für alle kingisischen Städte selbstverständlich ist).
Es ist relativ gutes Wetter, ein leichter Wind weht und der Frühling scheint sich so langsam bemerkbar zu machen nach den letzten Tagen, die doch eher noch kalt waren...
182 Von: Jens Roehling <jensroehling@gmx.de>
Datum: Di, 20. Mai 2003 9:42
Betreff: 2. Jusda im Abernack 28 - Der Magier und der Polizist
Es wurde für den Aussenstehenden ein merkwürdiges Bild gemalt: Ein zwischen grimmig und gelangweilt dreinschauender Sergeant, der, die Hände auf dem Rücken gefaltet, in Richtung Stadtwache schreitend, von einem in weiß gekleideten Magier gefolgt, der tänzelnd, summend und Piruetten drehend, hinter dem Polizisten hinterher hüpfte. Nach und nach wurden die Menschen aufmerksam auf dieses Schauspiel, schon begannen einige Kinder, dem seltsamen Pärchen zu folgen und dabei einige Kinderreime aufzusagen. "Magier Magier im weissen Gewand, Was hast du dort nur in der Hand, Ist es ein Kristall von deiner Reise, Nein es ist nur ein hauffen Scherben!" und solche Sachen. Als der Magier den Kindern gewahr wurde, begann er, die wachsende Horde folgender Menschen, denen sich nun auch einige Erwachsene anschlossen, mit einigen Kunststückchen zu unterhalten. Dabei wirkte der Magier trotz seines weissen Bartes äußerst behende. Nur der Sergeant schien mehr und mehr genervt von dem ungewollten Aufsehen, daß er erregte. Schließlich fauchte er den Magier an, doch ruhig zu sein. Dieser bäumte sich auf, und rief mit fester Stimme "RUHIG! Wir müssen nun gehen, wir sind in einem wichtigen Auftrag unterwegs, dem König und dieser großartigen Stadt zu Ehren! Nehmt nun eure Tätigkeit wieder auf." und entfernte sich langsam von der verdutzt dreinschauenden Gruppe, die sich langsam unter Gelächter zerstreute.
183 Von: Penelope <piratenpenny@yahoo.de>
Datum: Do, 22. Mai 2003 1:22
Betreff: 2. Jusda im Abernack 28 - Arbeitsteilung?
Penelope strahlt den Rittersmann an. "Ein Krieger, oh wie schön! Und auch noch auf Reisen!" Ganz entzückt sieht sie ihre Schulter an: "Hast du gehört, Tad...Tadiu? Tad...Bei Golda, dieses Vieh ist auch un-möchlich!" Hmpfend blickt sie sich um und seufzt dann. Mit entschuldigendem Grinsen hockt sie sich hin und "zerrt" etwas von Kilian's Bein. "Tut mir leid...er ist manchmal etwas...naja...seltsam. Aber ich denke, er mag dich." Und noch ehe er sich versieht, hat Penelope sich wieder eingehängt und kuckt Liv hinterher. "Einen Medicus, hm? Stimmt, captain, du siehst nicht sehr gut aus. Naja...wir werden schon einen finden, kann ja nicht sein, daß in dieser ganzen Stadt kein Heiler zu finden ist..." Überlegend wendet sie sich den Schildern zu. "Wir könnten es ja so machen...du bleibst hier und ruhst schonmal etwas aus und wir versuchen, einen Medicus aufzutreiben. Du machst nämlich den Anschein, als müsste dich dieser nette Herr hier in zwei oder drei Momenten huckepack nehmen."
Sie grinst, aber dennoch steht ein wenig Sorge in ihren Augen. "Welches willst du? Ich meine, ich höchstselbstpersönlich bin ja für die Taverne, die hat schon so einen klingenden Namen und ich finde vielleicht auch jemanden, der mir den Weg zum nächsten Hafen weisen kann..." plappert sie fröhlich dahin, "aber ich kann auch verstehen, wenn du dich lieber hinlegen willst, weil du bist blaß." Penelope selbst scheint so etwas wie Schlaf nicht nötig zu haben. Sie ist zwar auch fast die ganze Nacht wach gewesen, aber ihrem Redefluß tut das keinen Abklang. Vermutlich zur Erleichterung desselben lässt sie ihren Helden los und bietet Liv einen stützenden Arm. "Na komm...wir finden schon was." Und schon hält sie - nach prüfendem Blick auf den Boden - fröhlich auf eines der Gasthäuser zu, nämlich der "Sichel".
184 Von: Guellaouen de Ouessant <Guellaouen@gmx.de>
Datum: Di, 27. Mai 2003 1:06
Betreff: 2. Jusda im Abernack 28 - So gegen 11:30 Uhr : Hammer und Sichel
Das "Hammer und Sichel" ist ein freundlich wirkendes Haus, das unten zwar aus dem hier in der Gegend abgebauten weißen Kalkstein erbaut wurde, jedoch zwei zusätzliche Geschosse in weiß-grünem Fachwerk unter seinem Rieddach birgt. Vor dem Gebäude ist ein breite Terrasse mit Vordach (und beschnitzten, bunten Pfeilern, die es halten), mit der Möglichkeit, dort im Sommer zu sitzen und davor seine Pferde anzubinden - es gibt sogar eine Tränke. Ein Messingschildchen an der Tür verkündet: "Fuer Tswerge und Druhiden Ermaeszingung."
Als Penny eintritt, schlägt ihr ein süßlicher Geruch entgegen, der demjenigen von Ryads Kräutern nicht unähnlich ist - und zwei Druiden[1] versuchen, ihre "Tüten" auffällig unauffällig hinter ihren weiten rot-gelb-grünen Gewändern zu verbergen, bis sie sicher sind, daß es sich nicht um die Stadtwache handelt. Dann kiffen sie gemütlich weiter. Der Wirt - ein vollbärtiges fröhliches Mondsgesicht, beeilt sich, hinter der Theke hervorzukommen, wobei er ein Treppchen heruntersteigt, daß hinten neben der Theke eingebaut ist und wohl auf eine erhöhte hinter-der-Theke-Plattform führt. Er entpuppt sich dabei als Zwerg, der abgesehen von der fleckigen genieteten Rüstlederschürze und einer kleinen Axt am Gürtel eigentlich sehr freundlich und entspannt wirkt: "Herzlichst Willkommen, die Herrschaften, tretense näher, kimmense nin! Machen Sie es sich gemiedlich, wollen Sie was zu Trinken, zu Essen oder auch Zimmer? Ich bin Broggo Dreihammer, vonnen Kelstertal-Dreihammers und mit meinen Bediensteten Line, Matze, Kor, Sahel und Iiek werd ich alles fir einen zau-ber-haften Aufenthalt tun, se finden nichts bess'res, versprochen." Und tatsächlich sieht das Gasthaus auch sehr ordentlich und sauber aus, und wenn man die Luft in anderen Lokalen kennt, so kann man sich über die leicht nach Hanf riechende Luft hier eigentlich auch nicht beschweren...
[1] (Background-Info): Druiden sind in dieser Welt nicht die düsteren Menschenopferer, die man so gemeinhin kennt, sondern am besten mit "Althippies" zu beschreiben. Sie konsumieren ein breites Spektrum von bewußtseinserweiternden Drogen, reden oft und gern vom Weltfrieden, da doch "die ganze Welt eins" sei und singen gerne fröhliche Lieder - man sollte jedoch davon absehen, sie _nur_ als alte Kiffer abzutun: Einige von diesen "erweiterten Geistern" bringen erstaunliche übernatürliche Dinge zustande und wissen eine Menge über die Welt _hinter_ der Welt...
185 Von: eva krapf <post@evakrapf.de>
Datum: Mi, 28. Mai 2003 22:41
Betreff: 2. Jusda im Abernack 28 - um halb zwölf in kingisien
Unerwartet stützt sich Liv doch schwerer auf Penelopes Arm, als sie sich zugestehen möchte, atmet tief durch und läßt sich in die Sichel bugsieren. Der Geruch, der sie erst wie eine Wand zu erschlagen droht. zwingt sie, kurz innezuhalten und sich zu gewöhnen, doch während sie schnuppernd und schon die verschiedenen Duftstoffe analysierend hinter Penny durch die Tür triff, wird ihr mit den WOrten des Wirtes das Knurren ihres Magens wieder bewußt.
"Essen.. bitte.. und ein Bett, aber zuerst etwas zu Essen, bitte." Fast flehend läßt sie ihre Begleitung erst garnicht zu Wort kommen. "Und kennt Ihr einen Medicus, einen erfahrenen? Oder ein Kräuterhändler tut es auch... ich fühle mich etwas schwach, ich habe zu wenig geschlafen..."
186 Von: Guellaouen de Ouessant <Guellaouen@gmx.de>
Datum: Fr, 30. Mai 2003 10:18
Betreff: 2. Jusda im Abernack 28 - Morgens um halb Zwölf in Kingisien (Re)
Herr Dreihammer, der Wirt, zieht eine Augenbraue hoch, als er Liv samt ihrer Verfassung und dem Schwert erblickt, nickt aber dann und gröhlt Richtung Küche: "Saheeeeeeel!" (wobei vor Schreck einer der Druiden im Hintergrund samt Stuhl hintüber kippt und dann motzend seinen Joint sucht), bevor er sich wieder liebenswürdig lächelnd zu Euch umdreht: "Eine Bedienung wird gleich kommen und ihre Bestellungen aufnehmen. Nehmen'se doch Platz." Er rückt ein paar Stühle von einem Tisch ab. Der andere Druide starrt hingegen mit offenem Mund auf Liv... beziehungsweise auf die Riedklinge. Dann springt er auf, setzt ein gewinnendes Lächeln auf, streift sich noch einmal durch den struppigen Vollbart und marschiert mit glänzenden Augen auf Liv zu: "Entschuldigung, die Dame bat um einen Heiler. Ich bin", er räuspert sich, "Kalmir Waild, das schreibt sich Ge-we-ypsilon-doppelvau-eh-en-doppelell-ypsilon-doppeldeh, und Druide von Berufung. Ich kenne mich mit Heilkunst ebenso aus, wie in allerlei anderen Dingen. Wenn ich also helfen kann?" Dann steht der andere Druide triumphierend auf - er hat seine Tüte gefunden. Als sein suchender Blick langsam durch den Raum schweift und er seinen Freund entdeckt, der da bei den anderen steht, sieht er kurz verwirrt drein und zeigt dann ähnliche Symptome wie Kalmir: Er läßt den Joint fallen, stößt einen krächzenden Laut aus und kommt dann schnell näher, auf die Riedklinge starrend...
187 Von: Penelope <piratenpenny@yahoo.de>
Datum: Fr, 30. Mai 2003 12:08
Betreff: 2. Jusda im Abernack 28 - Zimmer in Sicht?
Penelope hustet erstmal ein wenig, im ersten Moment ist es hier schließlich doch _etwas_ stickig, strahlt dann aber gleich wieder fröhlich. "Da kuck, wie nett es hier ist! Ich hab mich glatt mal wieder selbst übertroffen!" murmelt sie zufrieden. Da merkt sie auch gar nicht, wie Liv auf ihrer Seite hängt...im Gegenteil, sie bugsiert sie munter auf einen der Stühle und guckt dann streng zu Boden: "Nein, Tadiu, Fingers von." Dann wendet sie sich dem Wirten zu und lächelt ihn an. "Ja, Essen... Essen ist immer gut, vorallem, wenn's ein richtig schönes großes -" und da hält sie glatt kurz inne und sieht an ihm runter, um gleich darauf wieder weiterzuplaudern "- Menü ist, mit Vorspeise und Hauptspeise und Nachspeise und Zwischenspeise und allem drum und dran, aber... ähh... das Zimmer... beziehungsweise die zwei Zimmer, die wir brauchen, bestellen wir die auch bei der Bedie..."
Irritierten Blickes hält sie inne, als sie den Druiden da näherkommen sieht. Zur Vorsicht und nur deswegen wandert ihre Hand kurz an ihre Taille, um sich dann, als sich der Fremde als Heiler entpuppt, wieder zu entspannen. "Helfen? Sicherlich doch. Du siehst ja...wie blaß sie...ist...ob du...vielleicht sowas...Stärkendes hättest?" Penelope's Blick bleibt allerdings skeptisch, vorallem, als auch der zwei Druide so eilends näherkommt. "Ich weiß nicht, Tadiu," flüstert sie Richtung Boden, ohne jedoch runterzugucken, "ich find das auch sehr seltsam...als ob der Captain die magisch anziehen würde..."
Dann schüttelt sie den Kopf, weiterhin neben Liv stehend, und sieht wieder zum Zwerg: "Also...zwei Zimmer mit je zwei Betten, wenn das geht...und...ähh...ist da auch ein Bad dabei? Wir sind lange gereist und ein Bad wäre _wirklich_ fein..." Wer könnte diesen Augen etwas abschlagen?
188 Von: eva krapf <post@evakrapf.de>
Datum: So, 1. Juni 2003 14:30
Betreff: 2. Jusda im Abernack 28 - nur ein bisschen Ruhe
Erschöpft sinkt Liv auf den Stuhl, atmet seufzend aus und holt dann tief Luft. Ein leichtes Lächeln schleicht kurz über ihr Gesicht, bevor sie schon die Rieme des Ranzen ihre Schultern inunter rutschen läßt und ihn ablegt. Erst als sie den starren Blick des Druiden sieht, fällt ihr auf, daß sie durch die Umständlichkeit mit der sie die Riedklinge handhabt, genau das Augenmerk darauf gezogen haben könnte. "Bei Slanf, ich wollte doch nur ein wenig Ruhe", flucht sie leise vor sich hin, reißt sich dann etwas zusammen und nickt dem Druiden zu. "Guten Tag, ich bin Liv Likvist aus Asprin. Sehr freundlich von ihnen... Ich... fühle mich einfach sehr erschöpft,... ich glaube mir reicht ein Tee aus erfrischenden Kräutern.." Unbewußt krallen sich ihre Finger fester um den Griff des Schwertes als auch noch der zweite Druide ankommt,doch langsam gewinnt sie ihre Fassung wieder." Und sehr diese Kratzer, vielleicht wißt Ihr da ein Mittel?", lenkt sie mit der anderen Hand die Aufmerksamkeit auf ihr Gesicht. Mit einem kräftigen Biss auf ihre Unterlippe, bringt sie sich dazu, nicht gedankenverloren weiterzureden und wirft einen flehenden Seitenblick auf Penny und den Ritter.
189 Von: Jens Roehling <jensroehling@gmx.de>
Datum: Di, 3. Juni 2003 9:01
Betreff: Re: [Die Alten Länder] 2. Jusda im Abernack 28 - nur ein bisschen Ruhe
Nach einer Weile beginnt sich der Magier jedoch zu langweilen und läuft nun angeödet hinter dem Sereant her. "Sire, es ist zwar nett, daß Ihr mir die Gassen dieser Stadt zeigt, aber ich habe eine lange Reise mit allerlei merkwürdigen Begebenheiten hinter mir. Ich würde mich gerne zur Ruhe begeben. Meint Ihr, daß wir diese Anmeldeprozedur möglichst bald über die Bühne bringen könnten?"
190 Von: Guellaouen de Ouessant <Guellaouen@gmx.de>
Datum: Di, 3. Juni 2003 17:21
Betreff: 2. Jusda im Abernack 28 - Die Magiergilde...
Der Sergeant bringt Ryad schlußendlich doch noch zur "Wache Nr. 4", wobei er offenbar mit Ryad durch die halbe Stadt gelaufen ist, ohne sich weiter um die Blicke der Leute zu kümmern. Dort wird der Magus zu einem hageren Mann in einem kleinen Zimmer im ersten Stock geführt, der hinter den Papieren und Urkunden auf seinem Tisch, auf dem Boden und in den Regalen kaum zu sehen ist. Als er sich erhebt, um Ryad mit einem freundlichen Lächeln und ausgestreckter Hand zu begrüßen, sieht man, daß er an der leichten, aber festen dunkelblauen Wollkleidung das kupferne Abzeichen der Kaiserlich-Kingisischen Staatspolizei Direktorat 5 (KKSP-5) trägt, die für die Koordination der Polizei mit den Magiergilden zuständig ist und regelt, welche Fälle in die Gildengerichtsbarkeit fallen und welche der Inquisition übergeben werden.
"Guten Tag, mein Name ist Oberwachtmeister Magus Glock vom Direktorat Fünf. Ihrer Robe nach sind sie wohl aus der Selder Akademie.", nickt er anerkennend. "Ich darf sie um den Namen, die Akademie, ihr Abschlußzertifikat und die Reg-Ell-Zett-Nummer[1] bitten, um ihnen das Gürtelwappen hier lizensierter Magier zu übergeben, daß sie bei ihrer Abreise bitte am Stadttor abliefern, wenn sie die Stadt verlassen. Die Sonderregelungen zum Zaubern innerhalb Torbrücker Stadtmauern können Sie dem vor der Tür ausliegenden Faltblatt[2] entnehmen und, da die Inquisition hier gerade ein starkes Kontingent stationiert hat, würde ich ihnen raten, sie peinlichst zu befolgen. Diese Leute sind derzeit recht reizbar, muß man leider sagen."
[1] (Background-Info) Registrierungsstelle Lizensierter Zaubernder. Da es im Verlauf der Trollkriege in Kingisien zu größeren Schäden durch Magier kam, die meinten, das entstehende Chaos nutzen zu müssen, um das Reich unter ihre Kontrolle zu bringen, müssen seit der Zerschlagung dieser Gruppen (mit Hilfe reichstreuer Gilden wie der Torbrücker, der Roten Stadt, der Selder und einiger anderer) alle Zauberkundigen bei der Entdeckung ihrer Fähigkeit bei der "RegLZ" gemeldet werden. Die RegLZ erfaßt ebenso die Ausbildung und Staatsverträge von Zauberern sowie ihre Ein- und Ausreise in Städte, so daß eventuelle Abtrünnige leichter gefunden und bekämpft werden können. Den meisten Gilden ist die RegLZ natürlich ein Dorn im Auge. Auf Nichtmeldung stehen 1-5 Jahre Arbeitslager in antimagischen Ketten...
[2] Was die Broschüre zu sagen hat, müßte Ryad auch so klar sein: Keine Elementar-Kampfzauber in der Stadt (Brandgefahr), keine Geistkontrollzauber (Bürgerfreiheit wahren), keine körperverändernden Zauber ohne Zustimmung (Unversehrtheit des Körpers wahren), etc.pp. Heilmagie ist in Notfällen immer erlaubt, für Vertragsarbeit ist 8% an die hiesige Gilde und 12% an Zaubersteuer an Vater Staat zu zahlen.
N/A Von: Waffe-X <Waffe-X@gmx.de> und Guellaouen de Ouessant <Guellaouen@gmx.de>
Datum: Mi, 09 Apr 2003 10:26:17 – Di, 03 Jun 2003 17:34:11
Betreff: 2. Jusda im Abernack 28 – Yo Lungs Nachmittag...
Yo Lum schleicht sich von der Kutsche weg und verschwindet in den Straßen und Gassen von Torbrücken. Nach einigem Suchen findet Lum, was er nun braucht: Einen Laden mit der Aufschrift: "Iponesische Wäscherei Xing Lu". Als er dort hereinkommt, empfängt ihn der etwa vierzigjährige Lu freundlich und und bietet ihm in einem Hinterzimmer Unterschlupf an, obwohl es aussieht, als würde das Geschäft nicht sonderlich laufen und ein Veilchen darauf hindeutet, daß es in letzter Zeit noch andere Probleme gab - in diesen schweren Zeiten müssen Iponesen in Kingisien eben zusammenhalten. Als kurz darauf Lum in neuen alten Klamotten mit tief ins Gesicht gezogener Kapuze aus der Wäscherei tritt, wird ihn nur noch der genaueste Beobachter noch für einen Iponesen halten, denn er wirkt eher wie einer der hiesigen (zahlreichen) Bettler.
Auf seinem Streifzug durch die Stadt drängt sich Lum an einige Feuer, teilt mit den hiesigen Bettlern eine Flasche billigen Gin und erzählt einige Geschichten, um dafür andere zu hören. Zweimal wird er grob von Stadtbütteln vertrieben und einmal muß er sich aus der Klemme bringen, als mehrere Bettler ihr "Revier" gegen Neue verteidigen. Dennoch erfährt er bis zum frühen Nachmittag, daß unter den Neuankömmlingen in der Stadt wohl ein paar neue Gauner ankamen, daß man ihnen aber nicht zutraut, hier lang zu bleiben. Alles in allem scheint dieses Torbrücken eher unbefriedigend zu sein, denkt sich Lum und er ist schon auf dem Weg zurück zur Wäscherei, als ihm ein Steckbrief auffällt: Der von den Dämonenhunden getötete junge Mann ist darauf! Als Lum sich näher drängelt, kann er Gesprächsfetzen aufschnappen und obwohl er der Kingisischen Schrift nicht mächtig ist, gewinnt er nach einigen Minuten ein recht klares Bild: Der Tote hieß Reinwart Böbler und war seit 4 Monden verschollen. Er stammt aus einer hiesigen Händlerfamilie, von der 333 Silberstücke ausgesetzt wurden, wenn man ihn finden und lebend in den Schoß der Familie zurückführen kann. Schmunzelnd geht Lum weiter in Richtung Wäscherei... ob die wohl auch für die Heimführung der Leiche Geld bezahlen werden?
Als Lum nach einem kargen Mittagessen aus Leis[1] durch die Straßen von Torbrücken geht - es mag wohl noch später Nachmittag sein, und fast die ganze iponesische Familie, die er gefunden hat, ist wieder am Arbeiten - wird er einer recht ungewöhnlichen Szene gewahr: Ein schlanker Händler[2] in eher reicher Tracht geht mit seinen zwei Bodyguards[3] durch die Gassen, wobei ihm die Knochenbrecher das Gesindel vom Hals halten. Einmal jedoch sind sie wohl unaufmerksam, denn ein verlottert aussehender Kerl[4] in Lumpen, dessen Gesicht verdeckt ist, kommt an ihnen vorbei und streift den Händler, wobei (unauffällig, aber für Lum als Profi sichtbar) ein kleiner metallischer Gegenstandt den Besitzer wechselt, bevor die Bodyguards sich plötzlich ihrer Pflicht erinnern und ihn wegschubsen. Der Händler und seine Jungs gehen dabei ganz locker weiter, Richtung Stadtrand, der zerlotterte Typ jedoch kann sich ein Grinsen im Halbdunkel seiner Kapuze nicht verkneifen und haut dann in entgegengesetzter Richtung in eine der Gassen ab...
Lum ist sich nicht sicher, ob er hier eben einen Taschendiebstahl oder eine Übergabe gesehen hat, aber ihm kam es eher wie eine Übergabe vor. Kurz entschlossen ändert Lum seine Richtung und verfolgt den "Lump", da ihn das Mal auf dessen Hand interessiert und er sich denkt, daß das Beobachtete vielleicht versilbert werden kann. Als eine Menschentraube um einen Töpferstand den Verfolgten kurz aufhält, erkennt Lum, daß das Mal eher eine Verbrennung oder Geschwulst sein muß - eine Verbrennung in Form dreier auseinandergehender Blüten. Das muß von einem Brandeisen verursacht worden sein! Nachdenklich verfolgt Lum den Fremden weiter, nun sicher, daß hier etwas vorgeht, von dem er wissen sollte. Er schafft es, am Bettler dran zu bleiben, auch wenn dieser hier offenbar den Heimvorteil hat und ziemlich flink durch die Straßen und Gassen schleicht, bis er in der 'Jener Gasse' die von außen schäbig wirkende Kneipe `Blutegel' betritt, nachdem er sich auf dem Weg dorthin mehrmals mißtrauisch umgesehen hat.
Yo Lum hält kurz an einer Straßenecke außer Sicht des `Blutegel', wischt sich das weiße Puder sowie die aufgemalten Falten aus dem Gesicht und verstaut seine Perücke in einer Tasche. Dann strafft er sich, prüft noch einmal kurz den Sitz seiner Waffen und geht dann erhobenen Hauptes in den Blutegel - oder er versucht es: Als er die Tür öffnet, kommt ihm ein ein schwarzes Leder gekleideter, dunkelhaariger Hüne entgegen, der den gesamten Türrahmen ausfüllt und die Arme vor der Brust verschränkt (was seine offenbar geölten Muskeln sehr gut zur Geltung bringt). Er sieht Lum abschätzig an und brummt: "Sowas wie Du ist hier nicht erwünscht. Verpiß Dich, Ippie. Geh heim auf Deine Inselchen und verrotte da." Lum ist natürlich von der Größe und den Muskelbergen des Türstehers weniger beeindruckt als von einer schlafenden Kuchedra - mit dem Geprotze kann man vielleicht einem Anfänger Angst machen, aber doch nicht dem weltgrößten Objektebeschaffer, Personenschützer, (etc.)! Ha! Der Held mustert den Hünen, in seinem Gesicht blitzt ein kurzes Grinsen auf: "Mit Deiner `Ich komm hier nicht rein'-Einstellung kommen wir nicht weit. Ich könnte jetzt mit Dir einige Argumente austauschen, doch wir beide wissen doch, worauf es hinausläuft." Lum beugt sich verschwörerisch zu dem Hünen hinüber und sagt etwas leiser, jedoch eindringlich: "Aber es gibt noch einen anderen Weg." Noch leiser, sodaß der Hüne näher kommen muß, fügt er hinzu: "Weißt Du, die Kuchedras und Vampire, die mir im Weg standen, haben mich nicht von meinem einmal eingeschlagenen Pfad abbringen können und Du, mein Freund-" Plötzlich explodiert der kleine, kräftige Iponese förmlich und mehrere Schläge und Tritte treffen den Kopf und die Weichteile des Türstehers, der bewußtlos zu Boden fällt, bevor er auch nur an eine Verteidigung denken kann. "Du, mein Freund, wirst es auch nicht." Mit zufriedenem Lächeln steigt Lum über den gefällten Koloss in das Dunkel des "Blutegels".
Als Yo Lum in den `Blutegel' eintritt, herrscht grimmiges Schweigen in der stickigen (und nach Fisch stinkenden) Kneipe. Alle Augen sind auf den Iponesen gerichtet und nicht wenige Hände liegen auf den mehr oder weniger verborgenen Griffen von Waffen. Von seinem Gesuchten ist vorerst nichts zu sehen. Yo hebt beschwichtigend seine Hände, und mit einem Ihr-scheißt-mich-nicht-an-ich-scheiß-euch-nicht-an-Gesichtsausdruck sagt er: "Also, ich hab in der Hauptstadt gehört, daß es hier das beste Essen gibt und die nettesten Trinkkumpanen." Ein freundliches Lächeln umspielt dann Lums Gesicht, als er auf den Türsteher deutet: "Doch er meinte, daß ich doch lieber bei meiner Mutter essen sollte. Die kann aber gar nicht kochen. Da hat das Essen auf der Gefängnisinsel Bal'Katracs besser geschmeckt. Also, was ist nun mit dem Essen hier?" Optimistisch, die Leute beschwichtigt zu haben schaut Yo sich um, steuert auf den leeren Tisch an der Wand zu und setzt sich mit dem Rücken zur Wand hin.
Er schaut sich nun genauer um ohne natürlich irgendwen zu lange direkt anzublicken. Durch Lums Geist sausen Überlegungen wie: "Wo würde ich mich verstecken? Ob ich hier echt was essen muß? Warum es immer so kompliziert sein muß, diskret jemanden zu beschatten? Ob er im Hinterzimmer ist oder woanders? Bitte laß es nicht die Diebesgilde sein und hier einer der Geheimeneingänge zum Unterschlupf der Gilde! Warum bin ich so neugierig? Ob ich gleich beim ersten Schluck des Gebräus hier kotzen muss?" Die Gäste sehen Yo noch einen Moment an, dann wenden sie sich wieder ihren Aktivitäten zu und ignorieren ihn - Bal'Katracs scheint ihnen nicht sehr imponiert zu haben, aber wenigstens lassen sie den Iponesen nun in Ruhe. Während er sich umsieht, klotzt ihm der Wirt einen Holzbecher mit Bier auf den Tisch, der sicher schon länger keinen Spüllappen mehr gesehen hat - und in dem merkwürdige Brocken schwimmen (was aber für ein Bier nicht ungewöhnlich ist, auch bei den Besten nicht). Da! Der Gesuchte sitzt an einem der Tische auf der anderen Seite des Lokals und hat gerade über seinen Tisch etwas einem anderen dratigen Kerl zugeschoben, der es wegsteckt und dann aufsteht, um dem Wirt zuzunicken und zu gehen...
"Kaum sitzt man richtig, schon geht's weiter", denkt sich Lum und seufzt leise, um dann am Bier zu nippen. Die bittere, beißende Brühe läßt ihn schaudern, und sobald der drahtige Kerl in Richtung Ausgang geht, wird das Bier ausgespuckt. "Mein Magen ist doch nicht bereit für sowas. Hier Wirt, ich komme besser heute Abend wieder.", meint der Iponese dazu und legt das Geld fürs Bier auf den Tisch. "Mal schauen wo mich diese Schnitzeljagd hinbringt", denkt sich Lum und macht Anstalten, die Verfolgung aufzunehmen. "Leck mich, Schlitzauge", hört er den Wirt noch brummen, bevor er auch schon wieder aus dem Blutegel raus ist. Obwohl der dratige Typ schnell und wendig durch die Gassen huscht, manchmal auch Haken schlägt und Lum unauffällig abzuhängen versucht (er hat offenbar bemerkt, daß er verfolgt wird), folgt der Welt größte Meisterverfolger seiner Beute durch allerlei Gassen und Straßen, bevor sein Weg in einer schmalen Sackgasse endet - sie zu betreten, riecht geradezu nach Falle... Kurz innehaltend legt sich Lum eine seiner Rauchbomben zurecht - nur für den Fall - und geht um die Ecke, um sich umzusehen.
Er blickt in eine trostlose, enge Gasse - die verwitterte Gravur an einer Hausecke deutet darauf hin, daß es die Rosengasse ist - die zu beiden Seiten von dreistöckigen Häusern vor der Sonne verdunkelt ist. Quer über die Rosengasse hängen aus den Fenstern einige Wäscheleinen und etwa in der Mitte sieht aus dem zweiten Stock eines linken Hauses eine verschrumpelte Oma, die wohl nichts besseres zu tun hat. Müll und menschliche Ausscheidungen sind hier wohl über Jahre hinweg einfach aus den Fenstern geworfen worden, so daß ein morastig anmutender Boden die Gasse bedeckt - käme die Sonne hier hin, würden eventuelle Rosen sicher gut gedeien.
Yo Lum fallen sofort 4 mögliche Positionen für Schützen in den Fenstern über der Gasse auf und er ist sich bewußt, daß - sollte er die Gasse betreten - aus irgendwelchen Türen kommende Schurken die Gasse hinter ihm dicht machen können. "Ha! Mit denen werd' ich schon fertig. Ich bin nicht umsonst der Größte.", denkt er sich und betritt wachsam die Gasse, den weichen, stark riechenden Boden unter den Füßen. Dann sieht er den Verfolgten: Dieser versucht gerade an einer Tür rüttelnd, aus der Sackgasse zu entkommen und wirft immer wieder Blicke zu Yo Lum. Als dieser näher kommt - ohne daß etwas passiert - weicht der kleine Gauner zurück an die Wand und zückt einen Dolch: "Keine Ahnung, was Du von mir willst, Schlitzi, aber Du wirst es teuer bezahlen müssen!", ruft er, eher Unsicherheit als Ärger in der Stimme, aber bereit, sich zu verteidigen. Ungerührt von dem Dolch bleibt Lum stehen. Mit einem Tonfall, der gefährlich ruhig klingt, sagt Yo: "Was ich will, fragst du? Ich möchte alles über Dein Gespräch mit dem Kerl im Blutegel wissen. Seinen Namen und alles, was er Dir zugesteckt hat. Und du solltest gleich anfangen zu reden oder..." Lum ballt kurz seine Fäuste, so daß seine gut entwickelten Muskeln deutlich hervortreten.
"Mein Gespräch mit Gero? Du bist gar nicht hinter mir her?" Die Tatsache scheint den jungen Mann zu verwundern und zu erleichtern gleichermaßen. "Hör mal, wenn Du willst, was er mir gegeben hat, können wir uns sicher einigen, Mann. Ich meine, ich kann Dir den Stoff schon geben, klar, aber was krieg ich dafür? Für den richtigen Preis bring ich Dich sogar zu Gero zurück und Du kannst von ihm so viel Patunyakerne haben, wie Du brauchst..." Er hält den Dolch nun lockerer an der Seite und kommt wieder ein wenig auf Dich zu, immer noch wachsam, aber nicht mehr so ängstlich wie vorher. "Gero heißt der? Ja, hinter dem bin ich her, sag mir alles, was Du über ihn weißt. He! Hab ich Dir erlaubt, Dich zu bewegen!?", ruft Lum mit leicht erhobener Hand und drohender Stimme. Dem Iponesen sieht man an seiner Miene nicht an, daß er anscheinend einen Fehler gemacht hat. "Mist!", denkt er sich, "Patunyakerne. Die Verfolgung war für die Katz. Und der Kerl hat auch kein Mal auf der Hand." Dennoch fährt Lum fort: "Jetzt fang an zu reden und glaub mir, wenn du lügst, komme ich wieder und dann reden wir noch mal über den Schlizi von eben. Vielleicht mit ein wenig Salz und deinem Dolch, was meinst Du?" Lum grinst bösartig. Dieses Spiel `Böser Stadtgardist - noch böserer Stadtgardist' ohne einen Partner zu spielen, macht auch Spaß.
"Hey, Mann, so läuft das hier nicht. Ich tu Dir'n Gefallen und Du tust mir einen." Er macht die reibende Dreifinger-Geste, von der Yo inzwischen weiß, daß die Rosenhäutigen sie bei der Erwartung von Geld verwenden. "Ich zeig ja auch meinen guten Willen: Gero ist ein häufiger Gast im Blutegel, er sondiert da immer die Lage für den Torwächter, der hier den Laden für das Syndikat schmeißt." Dann erhellt sich sein Gesicht noch etwas weiter. "Hör mal, ich arbeite für das Syndikat, Mann, ich hab Verbindungen. Die wären alle sehr sauer, wenn mir was passieren würde, also mach Dich mal locker, ja? Und andersrum können wir sicher auch viel füreinander tun..." - "Ich sage, was hier läuft!", erwiedert Lum, "Du tust Dir selbst einen Gefallen, wenn du mir jetzt sagst, was ich wissen will und Du kommst hier unbeschadet aus der Gasse!"
Lums Stimme klingt sehr gepresst vor zurückgehaltener Wut. "Also Gero ist der Laufbursche vom Torwächter. Was hast Du mit ihm besprochen im Blutegel? Was weißt du sonst noch über seine Aktivitäten?" Lum sieht nicht so aus, als ob er noch irgend etwas anderes hören will außer Antworten auf seine Fragen. "Sorgen würde ich mir machen, wenn ich richtig sauer bin. Denn meine Opfer wurden danach noch nicht mal mehr von ihren Frauen wiedererkannt, als man ihre Leichen fand."
Yo Lums Einschüchterung scheint endlich Wirkung zu zeigen, denn der Kerl hebt beschwichtigend die Hände: "Ist gut, ist gut, Mann. Ich sag ja alles, was ich weiß: Gero ist ein Mittler zwischen uns Fußvolk, die wir die Drogen unter's Volk bringen und dem Torwächter. Wir haben nur ein bißchen gequatscht im Blutegel, und dann hat er mir den Stoff für meinen Bezirk für diese Woche gegeben und das war's, ok? Ansonsten hat Gero drei Mädchen laufen unten in der Schirrgasse, und er kennt ne Menge Typen hier in Torbrücken, obwohl er die Drecksarbeit uns Jungs überläßt. Ich weiß, daß er ein, zwei Kontakte bei der Wache hat, damit er in Ruhe gelassen wird, dafür, daß er ihnen ihr Gehalt aufbessert, aber das ist echt alles. Ich schwör's!" Und tatsächlich hat Yo das Gefühl, daß die arme kleine Ratte hier nicht gelogen hat und auch nicht mehr weiß. "Hey, vielleicht kann ich Dich mit ihm bekannt machen, wenn Du so scharf auf ihn bist, wär das was? Wer bist Du überhaupt, wenn ich fragen darf?" Yo Lums Gesichtszüge zeigen ein diabolisches Grinsen: "Habe ich Dir erlaubt, Fragen zu stellen? Ich glaube nicht! Also, wer der Torwächter ist, weißt Du sicherlich auch, oder?" Als der Gauner angstvoll verneint, je direkt mit ihm zu tun gehabt zu haben, sagt Lum zu dem armen Tropf: "Du bist ja doch kooperativ... Gut. Wenn Du nichts von diesem kleinen Treffen erzählst, werde ich es auch nicht. Dann brauche ich nicht wieder auftauchen und Deinem erbärmlichen Leben ein Ende zusetzen." Lum verlässt die Gasse dann ohne viel Aufhebens.
Kurze Zeit später findet er sich wieder an der Stelle, wo er die Übergabe beobachtete, schlecht gelaunt, weil er im Blutegel der falschen Fährte gefolgt ist. Er wird 17 Silberlinge los, während er diverse Leute befragt, aber nachdem er mit der Gegend durch ist, hat er folgende Einsichten erhalten: Der eher reich gekleidete Mann ist Calvin Reibner, ein hier in Torbrücken sehr anerkannter Händler mit vielen Verbindungen auch zu einigen Adligen. Man sagt ihm ein unglaubliches Glück nach, weil er aus eher einfachen Verhältnissen stammt, aber durch harte (und wie es aussieht ehrliche) Arbeit zu einem wohlhabenen Mann geworden ist. Er wohnt in der Burgstraße in einem ansehnlichen Haus (im hier üblichen Stil: Erdgeschoß in Kalkstein, darüber 2 Fachwerk-Stockwerke) namens "Villa Complicitorum" (was Likandisch ist und in etwa "Haus der Mittäter" oder "Haus der Mitarbeiter" heißt). Er interessiert sich für Antiquitäten. Er ist nie ohne seine beiden Leibwachen außer Haus, aber sonst sehr umgänglich; nur mit den einfachen Leuten, von denen er abstammt, will er nichts mehr zu tun haben (einer hat ihn mal erklären gehört, daß, wenn er es geschafft hat, nicht ein armer Schlucker zu bleiben, andere das auch können und es die Armen nicht besser verdient haben, da sie dann wohl offensichtlich faul seien). Außerdem betet er häufiger im Golda-Tempel.
Nachdenklich geht Yo Lum - nun, da es Abend geworden ist - zurück zur Wäscherei von Xing Lu.
[1] In Ippon, wo man kein "r" aussprechen kann, heißt es "Leis". Wieso sollte der Rest der Welt, der Reis vorher nicht kannte, aus diesem "l" ein "r" machen? In Tantras heißt es überall "Leis".
[2]: Der Händler - Mittdreißiger, reiche Brokatkleider in Blau und Orange, einiges an Goldschmuck. Schlank, aber nicht unkräftig. Sein Gesichtsausdruck verrät, daß er für das normale Volk nicht viel übrig hat. 1,65m, braunhaarig und blauäugig.
[3]:
Die Bodyguards - Mittzwanziger, richtige Schränke in dunkler,
fester Kleidung, eine Beule darin läßt eine kurze Waffe
unter dem Stoff vermuten, aber bisher beschränken sie sich auf
das Wegschubsen und den gelegentlichen Knuff von anderen. Sehen aus
wie Brüder; beide ca. 1,75-1,80m, braunhaarig und
braunäugig.
[4]: Die Straßenratte - in dunkle Lumpen
gehüllt, die auch das Gesicht größtenteils verbergen.
ca. 1,65m. Hat eine Art Mal auf der Hand, glaubst Du (oder eine
Verbrennung oder so).
192 Von: Jens Roehling <jensroehling@gmx.de>
Datum: Mi, 4. Juni 2003 14:36
Betreff: Auf der Wache
"Natürlich, Meister! Jawoll!" Ryad versucht unbeholfen mit den Hacken zu klacken und haut sich dabei beinahe selbst die Beine unter dem Körper weg, "Mein Name ist Ryad Mur' Jebit Umos con Hangover de Selder Hrvarst Vrn Hrrg! Das letzte ist ein tatawazlanischer Ehrentitel, den ich auf meinen Reisen erworben habe.
Das ist übrigends eine interessante Geschichte: Ich war einst in den Bergen Tatawazlans unterwegs, als ich vom Sturm zerzaust in ein kleines Dorf kam. Damals setzte ich mich den Elementen aus, um die Kraft der Erdmutter und der Windgötter zu erfahren. Als ich in dem Dorf angekommen..." "Jaja, nun gut! Fassen Sie sich kurz, Zeit ist Geld, ich habe noch einige andere Kunden! Die Papiere!" fuhr ihm der Beamte dazwischen. Nachdem Ryad sich in der bis auf ihn und den zwei Beamten leeren Halle umgeschaut hatte, fing er enttäuscht an, in seinem Beutel zu kramen um schließlich einige vergilbte und reichlich gebrauchte Pergamente herauszuziehen. "Hier ist, was Ihr braucht!"
Mit diesen Worten übergibt er dem Beamten die Papiere, um ihm schliesslich noch ein zwischen den Ausweisen liegendes offensichtlich für einsame Herren bestimmtes Heftchen zu entreißen. "Äh, das gehört hier wohl nicht hin..."
193 Von: Guellaouen de Ouessant <Guellaouen@gmx.de>
Datum: Fr, 6. Juni 2003 11:37
Betreff: 2. Jusda im Abernack 28 - Und täglich grüßt das Behördentier
Hinweis: Im "Hammer und Sichel" warte ich noch auf die Beteiligung eines gewissen Ritters...
Ein entnervtes Augenrollen gönnt sich Oberwachtmeister Glock, bevor er die Papiere an sich nimmt, durchsieht und ein Formular ausfüllt. "Wenn ich dem werten Magus noch einen Tip geben darf: Drogenhandel ist hier verboten, ihr aber könnt so viel ... genießen, wie ihr wollt, aber das Zaubern unter Drogeneinfluß steht unter Strafe. Also entscheidet Euch gut. Und lüftet vielleicht einmal Eure Robe gründlich aus." Mit lautem Knall setzt er den Stempel auf das Formular und zückt eine Feder, um schwungvoll zu unterschreiben.
"So, das hätten wir.", meint er dann und überreicht Ryad lächelnd einen kleinen Wimpel, den man am Gürtel befestigen kann: Ein knallgelbes Tuch, etwa zwei Finger lang und anderthalb Finger breit, oben mit der roten Brücke Torbrückens bestickt, unten mit zwei blauen fünfzackigen Sternen und einem Stab, was wohl die Magier andeutet, sowie der roten Nummer `5923'. "Bitte tragen sie das offen sichtbar und jederzeit, wenn sie nicht alleine sind. Einen schönen Aufenthalt in Torbrücken, Bürger Umos."
194 Von: <ritter@puretec.de>
Datum: Fr, 6. Juni 2003 12:16
Betreff: ...
Er stand ersteinmal nur da und staunte über jenes Plappermaul. Als doch auch dieses einmal stillstand um Luft den wohl sicherlich schon brennenden Lungen zuzuführen, nutzte er seine Chance. "Auch mir würdet ihr gut Dienst tun mit einem Zimmer und Speis und Trank. Sagt was ihr bietet und für wieviel Münz..."
Dann klopfte er kurz auf sein Ohr... seit Kürze hatte er da so ein Summen, auch wenn es doch einmal still war, seit er dieses Weib kennenlernte... verwirrend.
195 Von: Guellaouen de Ouessant <Guellaouen@gmx.de>
Datum: Fr, 6. Juni 2003 15:08
Betreff: 2. Jusda im Abernack 28 - Im "Hammer und Sichel"
Herr Dreihammer nickt: "Zwei Doppel, en Bad, zwei Kaisermenüs für die Damen, ich werd's gleich richt'n. Saheeel!? Wo steckt dieses Weibsstück nur wieder? Und der Herr wollte die Preise erfahren: Also de Nacht kostet finf Tirme pro Person im Doppelzimmer, 8 pro Person im Einzelzimmer, en Bad en Turm extra, en Stallplatz drei Bierstückle extra, is aber nicht hier im Haus, sondern en Stückel die Straß hinunter. De Kaisermenüs sind bei 15 Tirmen, das normale bei 12 und de Kindertellerchen sind bei 8 Tirmen, 2 Getränke bei Zimmern umsonst, danach je nachdem, was 'er wollt."
Danach wendet er sich um und geht erstmal, "Stures Weib..." murmelnd (offenbar, um sich schon mal um die Zimmer und das Bad der Damen zu kümmern). Der andere Druide stellt sich nun auch vor: "Guten Tag, mein Name ist Chelos Ljivikh, das schreibt sich Ell-Ell-Eh-Vau-Ih-Zeka, ich bin ebenfalls Druide. Toll, daß ihr hier seid, echt knorke. Ich hab ja meinen Augen nich trauen wollen, aber... sach ma, Liv, is' das die echte-Au! Mann, Kalmir, was geeht'n mit Dir, also echt... zieht hier voll den Aggro ab..." Kalmir, der andere Druide, guckt Liv entschuldigend an: "Entschuldige, manchmal ist er nicht ganz bei sich. Chelos, maikh de ruuwn an roukh na ynn. Ech llydd ef chunn.", meint er dann im llydwenischen Akzent aus dem Südosten Kingisiens zu seinem Kumpanen, der sich daraufhin schmollend wieder an den Tisch verzieht.
Lächelnd setzt er sich zu Liv an den Tisch und packt einige Tontiegel und eine tönerne Flasche aus seinem Gewand auf den Tisch. "Ich hab genau den richtigen Tee für Dich, Lliv, keine Sorge." Im Hintergrund taucht eine kleine, rundliche Frau mit langen Zöpfen auf, die zwar offensichtlich von Menschen abstammt, aber zwergische Tracht (sprich: Rüstleder und Axt) trägt. "Hallo Leute, ich bin Sahel. Ich hab schon gehert, daß zwei Kaisermeniis anstehn, was kimmt'n da noch dezu?" - Kalmir fragt Liv: "So, wo hapert's denn überhaupt? Abgesehen davon, daß Du offenbar einen Krampf in der Hand hast." Er kichert kurz albern und fügt dann noch ein Säckchen mit Edelsteinen zu der Sammlung auf dem Tisch hinzu. "Steinmagie. Sehr alt, sehr mächtig, wenn's nötig ist, werd ich Dir auch damit helfen..." Er zwinkert.
Von Penny weiß ich, daß sie noch 29 $ilber hat, bei Euch anderen dürfte die Finanzlage ähnlich aussehen. 1 Goldstück ("Katze", wegen der Löwenprägung) = 100 $ilberstücke ("Prinzenrolle", wegen des Prinzenkopfes darauf) = 1.000 Kupferstücke (mehrere Prägungen, u.a. "Zwiebel, Messer, Zauberstück, Turmstück, Hammer") = 10.000 Zinnstücke ("Gerstenstück, Bierstück", wegen der Ährenprägung). Ihr könnt aber gern weiterhin mit Goldstücke, Silberstücke, Kupferstücke und Zinnstücke referieren. :-)
196 Von: Penelope <piratenpenny@yahoo.de>
Datum: Mo, 9. Juni 2003 15:47
Betreff: 2. Jusda im Abernack 28 - La Bestellung
Penelope nickt dem Ritter zu, schließlich wollte sie genau dasselbe wissen. Dann fängt sie an, murmelnd zu rechnen: "Hm...ein Kaisermenü für den captain, macht fuffzehn Türme, ein normales für zwölf, dann acht für das Zimmer für den captain und acht für mich, macht sechzehn Türme und noch einen für das Bad...viernvierzich...pff...nein, Tadiu, du kriegst kein eigenes Zimmer... und du wirst gefälligst brav sein in der Nacht..." Sie brummelt vor sich hin. Da sind ohnehin nur noch 290 von diesen "Türmen" in ihrem Geldbeutel, davon jetzt wieder 44 abknabbern? Obwohl, wenn sie nur für sich alleine zahlte, käme sie das auf etwa 21...und da lächelt sie schon wieder, als sie sich an Sahel wendet: "Nicht zwei Kaisermenüs, sondern eines bitte und dazu ein normales... für den Captain und mich ein Doppelzimmer und ein Bad dazu...und...ja...die Herren müssen das selber ausmachen..." Damit hält sie das für erledigt.
Die ganze Zeit lässt sie die beiden Druiden nicht aus den Augen, auch bleibt sie direkt bei Liv stehen. Ihr Lächeln wird etwas offener, als der zweite Druide sich wieder an seinen Tisch verzieht. Ihr Blick gilt dem, der noch bei ihnen hockt: "Hör zu, Kaviar...wir hätten einfach gern etwas Stärkendes, etwas, was den Captain wieder aufrichtet, mehr nicht. Wir wollen kein Ritual, keine Angeberei, kein gar nichts Unnötiges. Hilf schnell oder lass es, schließlich sind wir müde. Und wenn wir dann erst schlafen, können wir uns selber gut regieren... ähh... nein... regen... also... erholen. Ja?"
Und während sie sich noch näher zu Liv stellt, zischt sie hinter deren Sessel zu Boden: "Ja, ich weiß...ich verdeck sie ja schon..." Tatsächlich...sie steht so, dass die Riedklinge nicht mehr zu sehen ist, vorgebend, Liv stützen zu müssen. Dann guckt sie wieder den Druiden an, abwartend...
197 Von: eva krapf <post@evakrapf.de>
Datum: Do, 12. Juni 2003 0:08
Betreff: 2. Jusda im Abernack 28 - Die spinnen, die Druiden
"In was für ein Irrenhaus bin ich hier geraten?", denkt Liv vor sich hinmurmelnd, während es sie ihre letzte Beherrschung kostet, nicht die Augen zu verdrehen, als der zweite Druide zu sprechen beginnt. Sie nickt nur einerseits aufatmend, als sein Kollege ihn fortschickt, andererseits mißtrauischer geworden. Ihr Lächeln gleicht mehr einer höflichen Maske.
"Wie ich schon sagte... ", setzt sie zu sprechen an, doch ein Luftzug trägt einen neuen Hauch des dichten Qualms der Joints unter ihrer Nase vorbei. Unvermittelt stockt sie, lächelt dann mit einem etwas belehrenden Blick und fährt fort. Mit dem Wissen, Penelope in ihrem Rücken zu haben, entspannt sie sich, linst neugierig auf die Utensilien des Druiden und übergeht die Anmerkung über die Steine wortlos.
"Noch einmal: es hapert bei den Kratzern in meinem Gesicht, ein Umschlag heute Nacht mit Beinwell, Ringelblume und Blutulme wäre da genau das richtige. Eventuell noch Zaubernuss dabei - nein, ich denke da nicht an das, was Ihr sicher gleich... Und dann, um Euer Gedächtnis aufzufrischen, ich brauche einen Tee, ich bin erschöpft, möchte schlafen und daß es mir morgen besser geht. Ich schlage eine Mischung aus Thymian, Hopfen und Shatavari vor."
Nach ihrem Redeschwall seufzt Liv von Herzen. Nur sehr leise sind zwischen ihrem Gemurmel einzelne Wörter auszumachen ".... hätte mich lieber selbst kümmern sollen... aber jetzt durch..." Dann schweigt sie abrupt und blickt einigermaßen gekünstelt lächelnd ihr Gegenüber an.
198 Von: Guellaouen de Ouessant <Guellaouen@gmx.de>
Datum: Do, 12. Juni 2003 13:20
Betreff: 2. Jusda im Abernack 28 - Die spinnen eben nicht, diese Druiden *lach*
Kalmir schmunzelt kurz, als Penelope sich einmisch: "Friede, Schwester, hier sind alle Freunde. Kein Grund, etwas zu verbergen oder gar agressiv zu werden. Ich werd Deiner Freundin hier nur helfen, gell, und dann sehen wir morgen weiter." Dann wendet er sich zu Liv. "Danke, ich weiß, was Zaubernuß ist, ich hab nur leider keine da.", lächelt Kalmir und fügt ganz leise hinzu: "Keine Sorge, Deine schwere Bürde is' hier sicher vor der Entdeckung durch Leute, die sie nicht zu schätzen wissen. Wenn Du Morgn ausgeruht aufwachst, könn' wer vielleicht drüber reden, wenn Du möchtest - oder Du noch Fragen hast.", während er diverse Kräuter zerreibt, Umschläge vorbereitet und einen Lärchenschwamm in Alkohol einlegt. Kurz darauf kommt Sahel mit einer dampfenden Tasse wieder und der Druide wirft einige getocknete Erdbeeren, zwei Hanfblätter, etwas Hopfen und einige getrocknete und zerriebene Stengel von mehreren nicht mehr identifizierbaren Pflanzen hinein und deckt die Tasse dann ab.
"Der Tee wird Dir zu einem erholsamen und stärkenden Schlaf verhelfen." Dann fängt er an, Livs Wunden zu reinigen (wobei er so gründlich gegen den Dreck vorgeht, daß er sie nahezu alle nochmal aufreißt, was allerdings nicht weh tut - offenbar hat er Schmerzstiller im Alkohol, mit dem er die Schwämme tränkt): "So, jetzt schwemmen wir die Wunden nochmal aus, desinfizieren das ganze und machen Kräuterpflaster drauf. Dann trinkst Du den Tee und für die Nacht nimmst Du die Wickel mit auf's Zimmer. Und morgen solltest Du wieder munter sein." Er strahlt, als er seine Arbeit vollendet und die Reste wieder sorgsam einpackt.
Es dauert noch eine halbe Stunde, bevor das Essen dann endlich kommt, aber dafür wird es ein wahres Festmahl - obwohl die Preise hier etwas über dem Schnitt liegen, lohnt es sich also offenbar, denn die großen Teller sind bis an den Rand beladen und es schmeckt vorzüglich (ebenso wie das echte Zwergenbier, daß der Wirt natürlich vorrätig hat).
Liv, wenn Du das alles mitmachst, kriegst Du sofort 3 LP wieder und darfst die nächsten 3 Tage je 6 KO+1-Würfe machen statt nur einen unmodifizierten jede Nacht. :-) Lum, da diese Gaunerbande danach eh nur schläft, kannst Du ja dann demnächst mal anfangen, dich nach ihrem Aufenthaltsort zu erkundigen - Du weißt ja nicht, wo sie sind... Mail an mich.
199 Von: eva krapf <post@evakrapf.de>
Datum: Mo, 16. Juni 2003 2:13
Betreff: 2. Jusda im Abernack 28 - Zu Bett
"Na dann trinke ich den Tee wohl erst nach dem Essen, nicht dass ich vorher einschlafe und später schlafend verhungere!" Liv lächelt Kalmir leicht entschuldigend zu. "Aber ich danke Euch schon jetzt, was bin ich Euch schuldig? Bis morgend auert es wohl noch länger, als über Nacht, immerhin haben wir noch einen ganzen Nachmittag zu überbrücken." Liv schmunzelt, schließt die AUgen bis auf einen Spalt, während sie sich die Kratzer in ihrem Gesicht reinigen läßt und das auch sichtlich genießt, doch verlieren ihre Augen nichts von ihrer Wachsamkeit und ihr Griff um die Klinge lockert sich auch nur wenig.
Erst als das Essen auf den Tisch kommt, klemmt sie das Schwert unter ihren Gürtel, doch leger verdeckt ihre Lederweste den auffälligen Griff. Und ganz ungeachtet ihrer Worte, fällt Liv wohl für einen Moment über den Teller her, doch schon nach weniger als der Hälfte ihrer Portion schiebt sie den Teller Penelope zu. "Ich kann nicht mehr. Hast du noch Hunger? Sonst kann ich vielleicht den Wirt fragen, ob ich mir davon etwas mit ins Zimmer nehmen kann."
Liv hält sich die Hand vor den Mund und gähnt. Sie leert ihren Humpen und blickt in die Runde. "Entschuldigt mich, wenn ich mich schon zurückziehe.. hmm.. ich wünsche noch eine angenehmen Nachmittag und Abend." Zu Penny geneigt raunt sie noch kurz: "Behalte bitte noch diese Druiden im Auge, wenn du kannst. Ich trau denen immer noch nicht ganz." Sie steht auf, läßt sich vom Wirt das Zimmer zeigen, holt noch ihren Ranzen, den Gefährten und dem hilfreichen Druiden noch einmal etwas wie einen Gruß murmelnd zunickend, und verschwindet dann, um zu ruhen.
200 Von: Penelope <piratenpenny@yahoo.de>
Datum: Mo, 16. Juni 2003 19:46
Betreff: 2. Jusda im Abernack 28 - Und es schmeckt und schmeckt und schmeckt...
Penelope guckt den Druiden weiterhin leicht skeptisch an, auch wenn sie nach wie vor lächelt. "Oh, eine Freundin bin ich auch, vorwiegend von ihr hier...", dabei legt sie Liv _sehr_ demonstrativ eine Hand auf die Schulter, "...ich bin auch sicher nicht aggressiv, nur, wie ich schon sagte, wir sind alle müde von der langen Reise...ich wollte sicher niemanden verärgern und so." Natürlich lauscht sie auch mit, als der Druide flüstert, nah genug dafür steht sie ja. Dann dreht sie sich aber doch weg und zuckt die Schultern, mit Blick auf den Boden: "Ich weiß nicht, wie der auf 'Schwester' kommt... /ich/ für meinen Teil kenn den ganz sicher nicht..." flüstert sie.
Dann beobachtet sie wieder ganz genau und lauscht brav, welche Anweisungen der Heiler für den Tee und die Wickel gibt, macht sich dazu gedankliche Notizen. Überhaupt lässt sie ihn nicht aus den Augen, solange er am Tisch sitzt, auch den Druiden da hinten vergisst sie nicht.
Ihr Mahl vertilgt sie mit recht großem Hunger, weswegen auch ein oder zwei Fleischstückchen von Liv's Teller in ihrem Magen landen, nach einem "Och ja, bisschen..." auf deren Frage. Trotzdem aber hält sie sich zurück, weil vielleicht ist der Captain dann später ja doch noch hungrig.
Sie nickt Liv auf deren Bitte hin zu, setzt sich dafür unauffällig so, dass sie sowohl den Treppenaufgang, als auch die beiden Druiden im Auge hat und macht sich genüsslich über ihr Dessert her, sich natürlich wieder dem Ritter widmend. "Und, bist du schon lang unterwegs? Wir haben ja schon soooooo viel hinter uns, da kommt das Essen grade recht hier. Schmeckt es dir genauso? Ich find ja, die kochen hier ganz vorzüglich, dieses Fleisch und diese Sauce, das haben die wirklich ganz toll hinbekommen, ein Lob an die Küche. Muss ich dann dem Wirten sagen...wenn ich ihn frage, ob ich eine Folie für Liv's Essen..." und so erzählt sie dahin, sodass das Dessert wohl länger dauert als die Vor- und Hauptspeise zusammen...
201 Von: <ritter@puretec.de>
Datum: Di, 24. Juni 2003 13:02
Betreff: Sollte er es wagen?
Er mußte lange überlegen... Viel der Münzen ward ihm nicht geblieben. "Ein Einzelzimmer seys für mich bitte und ein einfaches Mahl für einen armen Reisenden wenn es euch recht sey..." Dann suchte er sich einen Platz bei den anderen..das gebot die Höflichkeit... und zudem waren sie die Einzigen, die er hier kannte...
Er fürchtete sehr einen neuen Redeschwall aber dann überkam ihn doch die Neugierde und vor allem das Verlangen nach etwas zu erleben... "Darf man fragen auf welchen Wegen ihr wandelt...was treibt euch durch das Land zu jener unsteten und rauhen Zeit?"
203 Von: Guellaouen de Ouessant <Guellaouen@gmx.de>
Datum: Mi, 25. Juni 2003 2:08
Betreff: 2. Jusda im Abernack 28 - Im Hammer und Sichel
Nachdem Liv sich verabsentiert hat um auszuruhen, scheint der junge Mann, der sich als Kilian vorstellte, aus seiner von Penelope induzierten Redeparalyse zu erwachen. ;-) Die beiden Druiden haben sich wieder an ihren Tisch gesetzt und diskutieren leise flüsternd in ihrem Dialekt des Kingisischen nur allzuleich erahnbare Dinge, während sie Halbedelsteine auf dem Tisch hin und herschieben - eine Art Spiel?
Sahel, die sich seit dem Essen der Damen um die Bedienung kümmerte, nickt nun auch Kilian freundlich zu und bringt einen halben Laib dunkles Brot mit einem Buttertöpfchen und einer reichhaltigen Wurst- und Käseplatte an den Tisch, zusammen mit einem ordentlichen Humpen "Mahlzahns" (Zwergenbier). Bei Penelopes Nachtisch handelt es sich um einen Teller aus Nußmehl gemachter Rosinenküchlein und einem Obstler. "Das Zimmer werde ich Line im zweiten Stock herrichten lassen, die Treppe hoch, den Flur ganz durch und das letzte Zimmer auf der linken Seite.", merkt Sahel noch an, bevor sie kurz verschwindet, um danach an der Theke auf Wünsche zu warten. Das Essen zieht sich hin und so langsam geht es auf Abend zu...
204 Von: Jens Roehling <je.ro@gmx.net>
Datum: Mi, 25. Juni 2003 22:06
Betreff: 2. Jusda im Abernack 28 - Hereinspaziert, hereinspaziert, es gibt viel zu... rauchen?
Erschöpft geht Ryad zu Penelopes Erstaunen an ihr vorbei, um sich bei den Druiden nieder zu lassen, die er mit einigen Grußworten, die man in Druidenkreisen so benutzt, in ein Gespräch zu verwickeln sucht. Penny grüßt er dabei flüchtig, dabei läßt er den Mann nicht aus den Augen. Der scheint sich aber wohl nicht weiter für ihn zu interessieren, eine Tatsache, die er dem Umstand zuschreibt, daß er im Moment nicht großartig anders aussieht, als seine neuen Tischnachbarn. Da der Mann wohlgekleidet und freundlich aussieht und auch Penny einen freundlichen Umgang mit ihm pflegt, beachtet er ihn dann auch nicht weiter. Statt dessen interessiert er sich mehr für seine Tischnachbarn und deren Gebahren. "Freunde, Hurg al Gabar, der alte Wanderer, grüße Euch! Es erhellt mein Herz, einige Gleichgesinnte hier zu treffen. Das zeigt, daß ich die richtige Herberge gewählt habe. Nachdem ihm dann auch noch eingefallen ist, wo er Pennys Begleiter schon gesehen hatte, den Wirt begutachtet hat und bei ihm ein Zimmer und ein fürstliches Mahl bestellt hat, fängt er an, entspannt eine große Tulpe aus seinen Pergamentvorräten zu bauen, gefüllt mit dem letzten Kraut aus seinem Beutel. Diese steckt er sich dann an, um sie seinen Tischnachbarn anzubieten. "Seid ihr schon länger in dieser Stadt?"
205 Von: Guellaouen de Ouessant <Guellaouen@gmx.de>
Datum: Fr, 27. Juni 2003 15:19
Betreff: 2. Jusda im Abernack 28 - Abends
Die Druiden betrachten Ryad erst verblüfft, dann aber - als er seine "Kräuter" auspackt, fangen sie an, wohlwollend zu lächeln. "Frieden, Bruder in der ewigen Natur, ich bin Chelos Llewick[1] und das ist mein Genosse Kalmir Gwyvvenlydd[2], wir sind aus Llydwen, vom Uigg Serynn[3]." Chelos nimmt die Tulpe an und atmet einen guten Zug ein, während Kalmir weiter ausführt: "Tja, wir sind hier seit gut zwei Jahren ansässig, und ich kann Dir sagen, diese Stadt hat Druiden gebraucht. Diese Gegend ist sowas von voller schlechter Schwingungen, ich kann Dir sagen, obwohl sich heute eine verdammt gute Besserung ergeben hat... Wo hast Du die Kräuter her, Hurg? Kein schlechter Stoff, das..."
Llydwenner [ljaidwenr] (mit gerolltem R) haben einen merkwürdigen Akzent, aber noch merkwürdiger ist ihre Art zu schreiben:
[1] Chelos' Nachname wird [ljiwi:x] gesprochen,
[2] Kalmirs Nachname [nwaild].
[3] [ljaidwin] und [w'ig serain] ausgesprochen.
206 Von: <ritter@puretec.de>
Datum: Fr, 27. Juni 2003 15:31
Betreff: Re: [Die Alten Länder] 2. Jusda im Abernack 28 - Abends
Während Kilian auf eine Antwort von den Damen wartete und dann auch einmal begann zu essen, lauschte er ein wenig. Er verstand kaum etwas von der Natur, fand es aber schon interessant. Und damit auch diese Gelehrten... diese Druiden...
207 Von: chaos_sebi <Waffe-X@gmx.de>
Datum: Fr, 4. Juli 2003 14:08
Betreff: [Die Alten Länder] 2. Jusda im Abernack 28 - der alte Man ist wieder da :-)
Nach gut einer halben Stunde geht die Tür der Schankstube auf und ein älterer Man tritt ein. Dieser wirft einen prüfenden Blick in den Raum. Er geht zum Magus: "Einen guten Abend wünsche ich, Magus, auch Euch, meine Herren." Er macht eine freundliche Geste zu den Druiden, "Wenn ihr gleich etwas Zeit habt, Herr Magus, könnten wir uns ja drüben am Tisch alle zusammen unterhalten."
Nun kommt der ältere Man zum Tisch, wo Kilian und Penelope sitzen. "Auch Euch einen guten Abend, wie ich ja heute morgen sagte, ich würde euch schon finden und hier bin ich." Lum setzt sich auch an den Tisch. "Wo ist denn unsere andere Reisegefährtin ? Geht es ihr nun besser ? Oh, entschuldigt, ich habe mich noch nicht vorgestellt, ich begleite diese Dame und ihre Freundin, genauso wie den Magus dort drüben, bei den Druiden. Ihr könnt mich Yo nennen." Da die Stimme nicht so ganz zu dem Äußerem passt, durchschaut Kilian nun die Verkleidung des Iponesen.
Mit einer Stimme, die zu einem älteren Man paßt, bestellt er sich beim Wirt eine kleine Portion zu Essen - nun scheint der Iponese wieder ganz in seiner Rolle zu sein.
208 Von: <ritter@puretec.de>
Datum: Fr, 4. Juli 2003 14:20
Betreff: Re: [Die Alten Länder] [Die Alten Länder] 2. Jusda im Abernack 28 - der alte Man ist wieder da :-)
Kilian schaut zunächst verdutzt und dann konnte er sich ein Grinsen nicht verkneifen. Kurz erhob er sich und nickte dem Ankömmling zu... "Mein Name sei für Euch Kilian....nun ward mir es per Zufalle gegeben, zu jenen Weibern zu stoßen. Mir sind diese Landen und jene Stadt hier fremd, so ich es mir erlaubt, ein wenig deren Gesellschaft zu geniessen. Wo kommet ihr her, wenns erlaubt sei, zu fragen..."
209 Von: chaos_sebi <Waffe-X@gmx.de>
Datum: Fr, 4. Juli 2003 15:14
Betreff: [Die Alten Länder] 2. Jusda im Abernack 28
"Ich kommt aus Ipon, dem Land der aufgehenden Sonne. Da es aber einige Probleme mit der hiesigen Regierung und meinem Heimatland gibt, ist der Großteil der Bevölkerung uns Ipoesen nicht sehr wohl gesonnen, deswegen die Verkleidung. Ihr seid hier also auch ein Fremder? Von wo kommt ihr denn, es ist wohl nun auch erlaubt zu fragen...."
211 Von: <jensroehling@gmx.de>
Datum: Mo, 7. Juli 2003 9:27
Betreff: 2. Jusda im Abernack 28 - Schwingungen und andere Katastrophen
Nachdem der Magus die beiden Druiden nicht nur in einen Vollrausch, sondern auch in ein Gespräch über Schwingungen und andere Katastrophen verwickelt hatte, wunderte er sich nicht schlecht, als der alte Mann, den er von irgend wo her zu kennen schien, ihn mit Namen ansprach. Das war ein Phänomen, dem er nachgehen mußte. Von der Neugierde getrieben verabschiedete er sich bei seinen neuen Freunden und ging zu dem Tisch rüber, an dem die anderen bereits saßen. Jetzt hatte er's! Der Typ erinnerte ihn an Yo Lum. Das mußte Yo Lum's Vater sein! Oder ein Onkel oder so...
Ich versuche die Druiden ein wenig dazu zu bringen, zu erzählen, was sie so über die Gegend wissen, mit wem man sich einlassen darf und mit wem nicht (wer so schlechte Schwingungen verbreitet). Kannst Du mir mal erzählen, was sie so auspaudern?
212 Von: Penelope <piratenpenny@yahoo.de>
Datum: Mo, 7. Juli 2003 23:29
Betreff: 2. Jusda im Abernack 28 - Ouh, es tut weh...
Penny nimmt Ryad's Auftauchen tatsächlich mit leichtem Erstaunen hin, schmunzelt dann aber nur und guckt wieder auf ihren Teller, um noch einen Bissen von diesem köstlichen Küchlein zu nehmen. "Also kochen können die hier ganz ausgezeichnet, ich hab mich wirklich mal wieder selbst übertroffen mit der Wahl dieses Gasthauses, ganz ehrlich, das hätt ich mir selbst nicht gedacht..." Sie lächelt Kilian gutgelaunt an, während natürlich ihr eines Ohr so groß wird, um am Nebentisch mitlauschen zu können, daß man fast drauftreten könnte, wenn man nich aufpasst...Und schon grinst sie, als Ryad sich mit "Hurg" vorstellt. Sonst aber kümmert sie sich scheinbar nicht weiter um den Magus, im Gegenteil sie beugt sich zur Seite, faßt scheinbar etwas mit der freien Hand und zischelt was von "Wir kennen ihn nicht, sei bloß still. Und bleib gefälligst hier sitzen!", bevor sie sich wieder aufrichtet, um Kilian anzulächeln.
Und gerade auch schon will Penelope anfangen, zu erklären, wie sie zu dieser Reisegesellschaft gestoßen ist, als sie "den alten Mann" bemerkt. Nichts sagt sie, gar nichts, aber sie legt laaaaaangsam den Löffel hin, schließt die Augen, stützt den Ellbogen auf und birgt das Gesicht in der Hand. Ein leises, langgezogenes Seufzen entkommt ihr, bevor sie sich wieder zusammennimmt und zu Yo aufsieht, lächelnd, versteht sich, wenn auch ein wenig... aufgesetzt vielleicht. "Da...bist...du ja. Wir...haben schon gewartet..." Plötzlich, ganz zufällig, fällt ihr der Löffel aus der Hand...und als sie sich danach bückt, kann ein feines Ohr ein weiteres Seufzen vernehmen: "Ja, Tadiu, du hast recht. Das macht sogar /mich/ sprachlos..." Sehr gediegen putzt sie den Löffel an ihrem Hemd ab, betrachtet ihn ausgiebig und ißt dann wieder weiter...schweigend, seltsamerweise...
213 Von: <jensroehling@gmx.de>
Datum: Mi, 9. Juli 2003 11:45
Betreff: 2. Jusda im Abernack 28 - Ouh, es tut weh...
Als Ryad an den Tisch der anderen tritt, grumelt er ein wenig. "Was ist denn, kann man denn nicht mal irgendwann entspannt einen rauchen? Und was Essen möchte ich auch endlich, He, Wirt! Wann ist wohl endlich mein Essen fertig?" Ryad setzt sich betont lässig. "Also, was ist? Und wer seid ihr, Ritter?"
214 Von: Guellaouen de Ouessant <Guellaouen@gmx.de>
Datum: Mi, 9. Juli 2003 13:21
Betreff: 2. Jusda im Abernack 28 - Immer späterer Abend...
Lum, bist Du besoffen? LOL! Da sitzen mehrere dabei, die Du nicht kennst und Du plauderst einfach drauflos? Mannomann... :-)
Line, die am Rahmen der Küchentür lehnte, patscht sich an den Kopf: "Das Essen!" und flitzt in die Küche... Nach kurzem Rumoren kommt sie mit einem Tablett wieder und serviert Ryad eine kleine Schüssel gemischten Salat, einen großen Teller Wildschweinragout auf Spätzle, eine Karaffe Rotwein und ein Schälchen in Rum eingelegter Früchte für den Nachtisch. "Entschuldigung, der Herr, Sie waren so ins Gespräch vertieft, daß ich nicht ans Stören dachte. Wohl bekomms.", wünscht die kleine Frau mit einem breiten Grinsen...
Dann setzt sie sich zu Broggo und den Bediensteten Matze, Kor und Sahel (alles Menschen), die sich an einem Tisch versammelt haben und nun ebenfalls zu Abend essen und trinken. Kurze Zeit später gesellt sich auch ein etwa 1,20m hoher Goblin (in grün, mit drei vereinzelten Haaren auf dem Kopf und einem mordsmäßigen Zinken im Gesicht) dazu, den die anderen Iiek nennen und der offenbar auch zum Haus gehört... sehr ungewöhnlich, daß ein Mitglied dieser primitiven, verschlagenen Rasse von Dieben und Mördern ausgerechnet von einem Zwergen aufgenommen wurde...
215 Von: <jensroehling@gmx.de>
Datum: Mi, 9. Juli 2003 13:30
Betreff: Re: [Die Alten Länder] 2. Jusda im Abernack 28 - Immer späterer Abend...
Die Miene des Magus hellt sich in dem Moment, als das Essen vor ihm steht, merklich auf. Eigentlich erinnert er von nun an an ein kleines Kind, das vor seinen Geburtstagsgeschenken sitzt. "Vielen Dank, Verehrteste! Großartig, das ist genau das, was ich jetzt brauche! Ihr seid meine Heldin!" Die letzten Worte klangen schon etwas gedämpft, da er schon einen großen Fleischfetzen von dem Wild abgerissen hatte und sie mit vollem Mund aussprach. "Nun, was gibts?" Wo habt Ihr euren Neffen gelassen? Und warum die Eile?"
216 Von: <ritter@puretec.de>
Datum: Mi, 16. Juli 2003 8:37
Betreff: Re: [Die Alten Länder] - 2. Jusda im Abernack 28 - Ouh, es tut weh...
Kilian versucht zum Einen, zu essen, zum Anderen, alle Gespräche irgendwie mitzubekommen und die ganzen Personen ein wenig im Auge zu behalten. Ein wenig damit überfordert, stürzt er sich darauf, als er angesprochen wird: "Nennt mich Kilian... Und ich möcht' auch den Euren Namen erfahren; verzeihet wüllts gewesen sein, daß ich ihn verpaßt hätt..."
217 Von: Waffe-X <Waffe-X@gmx.de>
Datum: Do, 17. Juli 2003 22:41
Betreff: [Die Alten Länder] -
"Tja ich hatte es nie eilig ... Magus" Lum schaut etwas verwirt wegen dem Neffen. "Ich wollte mich nur mit allen unterhalten, da aber jemand fehlt, können wir das Gespräch auch auf morgen verschieben."
218 Von: Guellaouen de Ouessant <Guellaouen@gmx.de>
Datum: Di, 22. Juli 2003 13:26
Betreff: Fwd: 2. Jusda im Abernack 28 - Noch vor Mitternacht...
An jenem Abend wurde noch ein bißchen geschwätzt und die anderen bekamen mit, daß Kilian ursprünglich aus der Reichsprovinz Mynnien nahe der asprinischen Grenze stammt, daß er mal "von daheim weg mußte" und nun ein Ritter auf Wanderschaft ist, und ihn "der Pfeffer juckt", eine "Aventüre" zu erleben, was ja durchaus zu den ritterlichen Tugenden gehört, so wie Ehre, Tapferkeit, Freigiebigkeit, Mäßigung, Frauendienst, Güte, Schönheit, Edelmut, Glückseligkeit, Treue, Würde, Zucht/Bildung und Demut.
Dann gingen sie alle schlafen und erholten sich von der anstrengenden Reise.
219 Von: Penelope <piratenpenny@yahoo.de>
Datum: Do, 24. Juli 2003 16:11
Betreff: 2. Jusda im Abernack 28 - Schlaf, Pennilein, schlaf...
Nachdem Penelope fertiggegessen hat, fragt sie um eine Serviette und wickelt darin noch ein, zwei Fleischstückchen und ein paar Kartoffeln, vielleicht sogar ein wenig Reis ein, immer mal wieder mit einem brummeligen Blick Richung Boden und einer Bemerkung wie: "Nein, du gefräßiger Wanst kriegst davon sicher nichts...und wehe dir, morgen beschwert sich der Captain von mir, daß ich ja nur ein leeres Tuch mitgebracht hätte, dann kannst du aber was erleben, glaub mir..."
Ein wenig lauscht sie noch den Herren und wirft vorallem Ryad von Zeit zu Zeit ein amüsiertes Lächeln zu, weil: der kriegt das eh nimmer mit. Lum betrachtet sie eher weniger, lieber beobachtet sie den Ritter, den holden jungen Recken, der da auszog, um vier Fremde kennenzulernen... Nach einer Weile scheint sie wohl vom Boden etwas auf ihre Schulter zu setzen, dem sie zuweilen auch etwas zuraunt. Wer gute Ohren hat, mag Worte vernehmen wie "Ritter", wobei ihre Augen leuchten, oder "tapfer" und auch mal ein eher drohendes "Fingers von!".
Allzu lange allerdings scheint sie es nicht mehr auszuhalten, zumal auch ihre Augen fast sichtbar schmäler werden. Irgendwann, wahrscheinlich so kurz nach Mitternacht, erhebt sie sich, verabschiedet sich bei Ryad persönlich, bei Killian eingehend, bei Lum fast gar nicht und dem Wirten, dem mit dem guten Essen, winkt sie. Und dann entschwindet sie nach oben, samt "Care Paket"...
220 Von: chaos_sebi <Waffe-X@gmx.de>
Datum: So, 27. Juli 2003 17:22
Betreff: Betrifft: 2. Jusda im Abernack 28 - schon so spät...
Als die Dame sich verabschiedet stellt Lum fest, daß es doch schon spät geworden ist und verabschiedet sich auch und geht. "Bis morgen früh und eine angenehme Nachtruhe."
221 Von: <jensroehling@gmx.de>
Datum: Mo, 28. Juli 2003 10:10
Betreff: 2. Jusda im Abernack 28 - schon so spät...
Als der Magus merkt, daß die anderen wohl nichts mehr von ihm wollen, geht er grummelnd wieder zurück zu seinen neuen Freunden, um noch ein wenig mit ihnen zu philosophieren, nicht ohne jedoch vorher ein Zimmer für die Nacht klar zu machen. Damit wird auch er den Tag beschliessen...
223 Von: <ritter@puretec.de>
Datum: Mo, 4. Aug 2003 14:22
Betreff: betterl
Nachdem er nun doch ein wenig die Leute kannte und vor allem diese auch ihn ein wenig, das Mahl vorüber war und er nun mehr als nur müde, zog sich Kilian zurück. "Dank Euch für Euer Gesellschaft, aber meine müden Knochen brauchen nun deren wohlfeil verdiente Ruhe..." Dann ging er auf sein Zimmer.
225 Von: Guellaouen de Ouessant <Guellaouen@gmx.de>
Datum: Fr, 25. Juli 2003 16:32
Betreff: 2. Imdrit im Abernack 28 KR - Ein neuer Morgen...
Kleine Info zur Jahreszeit und so: der 2. Imdrit im Abernack entspricht im Gregorianischen Kalender dem dritten Freitag im Februar, im Reich bricht überall der Frühling durch, aber mit einer kleinen Frostwelle im kommenden Monat "April" kann trotzdem noch gerechnet werden und das Wetter wechselt sehr oft. Derzeit schwanken die Temperaturen so zwischen 2°C Nachts und 14°C Tags, erste Blumen strecken ihre Halme aus der Erde, und die Bauernweisheit sagt: "Abernack bringt Schabernack." Tatsächlich ist es nicht mehr so lang hin bis zum Narrenfest am 3. Helwet, wo es überall Kirmesse gibt und die Leute sich Streiche spielen. Der Monatsgott ist Merri, der Schelm der Götter, der auch vor Bösen Geistern und Stadtwachen schützt und das Glück verteilt, wenn man ihm zu Ehren einen Streich spielt.
Ein neuer Morgen dämmert herauf über dem Städtchen Torbrücken, als unsere Reisenden im Druiden- und Zwergen-frequentierten "Hammer und Sichel" erwachen. Ein kurzer Blick aus dem Fenster verrät... nicht viel, denn es regnet beständig und man sieht kaum die gegenüberliegende Hauswand, außerdem ist es noch recht kalt und dunkel.
Davon unbeeindruckt marschiert eine gut 20 Mann starke Patrouille über die Niederwaldstraße, deren Stechschritt in metallverstärk- ten Schuhen wohl allen außer den hartnäckigsten Schläfern die morgendliche Ruhe raubt. Unten in der Stube ist dann nach genauerem Horchen auch schon das Klappern von Töpfen zu hören und ein Geruch von Frühstück beginnt sich auszubreiten, der dann doch wieder versöhnlich stimmt. Und so bleibt es noch den einen oder anderen Augenblick bei der schwierigen Frage: Im warmen, kuschligen Bett bleiben oder aufstehen und nach einigen nur allzu sicheren Momenten der Kälte ein warmes Frühstück genießen?
226 Von: Harald Schlindwein <ritter@puretec.de>
Datum: Di, 26. Aug 2003 8:55
Betreff: Re: [Die Alten Länder] 2. Imdrit im Abernack 28 KR - Ein neuer Morgen...
Schon früh war Kilian aufgestanden, begrüsste mit den ersten Vögel die aufsteigende Sonne. Es war unwirtlich da draussen und so bereute er es nicht, diesmal nicht unter freiem Himmel genächtigt zu haben... schließlich das erste Mal seit Wochen. Dann sah er wie jeden Morgen nach seiner Waffe, fast zärtlich überprüfte er die Qualität der Schneide und die kleinste Scharte merzte er sofort mit dem Stein aus.
Dann holte er den Leinenlappen hervor der nur dafür war und sein Tonfläscherl Öl und rieb das Schwert ein. Gerade bei solch einem Wetter wollte er es gut gegen den Regen geschützt wissen. Als der Geruch nach Frühstück versprach, dass es nun auch wirklich gleich zu bekommen sei, wusch er sich kurz, zog sich rechtens an und ging hinunter...
227 Von: chaos_sebi <Waffe-X@gmx.de>
Datum: Di, 26. Aug 2003 14:43
Betreff: 2. Imdrit im Abernack 28 KR - Morgens vor dem Frühstück
Am Morgen von der freundlichen Iponesenfamilie geweckt, macht sich Lum auf, um mit seinen neu gewonnen Kameraden zu frühstücken. Mißmutig über das Wetter wirft er sich seinen Umhang über und schreitet ihn den regnerisch kalten Morgen. Bei seinen ersten schritt auf die Straße merkt Lum das eine Stunde länger im Bett nicht geschadet hätte.
228 Von: <jensroehling@gmx.de>
Datum: Di, 26. Aug 2003 16:00
Betreff: 2. Imdrit im Abernack 28 KR - Ein neuer Morgen...
Nachdem die ersten Sonnenstrahlen durch das milchige Fensterglas gedrungen waren, die der Magus Ryad Mur' Jebit-Umos genüsslich auf seiner Haut brennen ließ, stellte er recht bald fest, daß dieses Vergnügen wohl nicht allzu lange anhalten würde, denn schon zogen die ersten Wolken auf und noch bevor die Zeit kommen sollte, an der ein normaler Mensch aufstehen würde, goß es wie aus Eimern. Da Ryad eine nasse Kutte haßte, blieb er erst einmal in seinem warmen, wenn auch ein wenig verlausten Bett, bevor der Hunger ihn dann doch in Richtung Schankraum trieb. Schnell noch gewaschen, die Läuse aus Bart und Haaren gekämmt, sich darüber geärgert, daß man kein besseres Zimmer genommen hatte, die Kutte übergestreift und dann nichts wie ab an den Frühstückstisch! An dem der Ritter, dem sie am Stadttor begegnet waren schon saß, ebenso wie einige Druiden, die gerade mit einem Frühtütchen beschäftigt waren. "Einen wunderschönen guten Morgen" wünschte er allen, ehe er zu dem eigentlichen Thema seines morgentlichen Kampfes mit sich selbst kam: "Wirt, was gibt's zu Essen?"
231 Von: Guellaouen de Ouessant <Guellaouen@gmx.de>
Datum: Mo, 1. Sep 2003 23:45
Betreff: 2. Imdrit im Abernack 28 KR - Ein neuer Morgen, ein neues Frühstück!
Broggo Dreihammer, der Wirt des Hammer und Sichel, lacht lautstark, als Ryad so nach dem Essen verlangt und meint: "Euer Tisch ist schon gedeckt, da drüben! Der für die ganze Gruppe, meine ich, aber wenn ihr nachbraucht, sagt Bescheid. Sind unter Euch auch Langschläfer, hm? Da fehlen doch die Maiden, bei Euch!"
Die beiden Druiden von gestern winken Ryad kurz und grinsen, bevor sie weiterhin ihren Gutenmorgenhunger stillen...
232 Von: <jensroehling@gmx.de>
Datum: Di, 2. Sep 2003 9:02
Betreff: 2. Imdrit im Abernack 28 KR - Ein neuer Morgen, ein neues Frühstück!
"Ahh, das ist, was ich suche! Wirt, Ihr seid mein Held!" ruft Ryad in den Raum, den letzten Satz sschon kauend. Das gereichte Frühstück, üppig und abwechslungsreich für eine Schänke dieser Preislage, scheint ihm sehr zu munden: Immer wieder gibt er einige Grunzlaute des Vergnügens von sich, während er Eier, ein Stück Schinken, scheibenweise Graubrot (übrigends sehr frisch), etwas selbstgemachtes Fruchtkompott, eine merkwürdig aussehende Wurst mit rotem Fleisch und weißen Fettstücken, scharf gewürzt, einen halben Käse, einige Tomaten, einen Salat aus Wurst und Käse in einer pikanten weissen Soße sowie zum Abschluß etwas vergorene Milch mit Früchten in sich reinschaufelt. Bei dieser Menge, die er ißt, wundert sich nicht nur der Wirt, daß dieser Magier keine Zwergenstatur hat. "He, Wirt! Diese Wurst mit dem roten Fleisch, wie heißt die? Die ist vom köstlichsten!" Gemütlich klopft er sich auf den Bauch und scheint erst jetzt seine Umgebung wieder wahr zu nehmen.
233 Von: Guellaouen de Ouessant <Guellaouen@gmx.de>
Datum: Di, 2. Sep 2003 11:01
Betreff: 2. Imdrit im Abernack 28 KR - Ein neuer Morgen, ein neues Frühstück! [2]
"Die Wurst nennt sich Speckklopfer. Eigentlich ist sie eine Variation auf die likandische Silwami-Wurst, aber ich mach' sie mit Bier drin.", erklärt der Wirt stolz.
234 Von: chaos_sebi <Waffe-X@gmx.de>
Datum: Do, 4. Sep 2003 9:07
Betreff: Betrifft: 2. Imdrit im Abernack 28 KR - Frühstück!
Durch den Regen stapfend sieht Lum endlich das Gasthaus Hammer und Sichel wo seine Kameraden untergekommen sind. Froh da zu sein, legt Lum einen Schritt zu: Das Wetter ist echt unangenehm an diesem Morgen!
Lum betritt den Schankraum und lüftet seinen Umhang der ihn vom Regen geschützt hat. Mit einem Lächeln auf dem Gesicht wünscht er den Anwesenden einen "Guten Morgen" und setzt sich zum Magus, der sich anscheinend gerade über eine silwami-ähnliche Wurst hermacht. Zum Wirt gewandt meint er: "Ich beteilige mich an diesem Frühstück, wenn ihr mir gleich sagen könnt, was es machen wird." Lum fängt an, sich Essen auf seinen Teller zu schaufeln. "Habt ihr gut genächtigt, Herr Magus?"
235 Von: Harald Schlindwein <ritter@puretec.de>
Datum: Do, 4. Sep 2003 9:16
Betreff: früüüüüühstüüüüüück
Kilian setzte sich zu und fing ebenfalls an zu essen... ein wenig gesitteter, aber um kein Stück weniger. Scheinbar seit längerem das erste Mal, daß wieder der Tisch reichlich gedeckt war. "Die Vorzüge einer Stadt... zu wenige Dörfer und Städte säumten für die letzten Reisetage meinen Weg. Ich vergaß schon zur Gänze, was es bedeuten mugg, ein wohlig warm Bett und ein gar vortrefflich Speis am Morgen haben zu dürfen..."
236 Von: <jensroehling@gmx.de>
Datum: Do, 4. Sep 2003 13:03
Betreff: Re: [Die Alten Länder] früüüüüühstüüüüüück
Der Magus ist ein wenig verwundert über seine Tischgenossen. Und das heißt schon was, denn normalerweise wundert er sich nie über etwas. "Lum, wo kommt Ihr denn her? Und bei diesem Wetter?" Kilians Andeutungen klingen ihm dann auch ein wenig zu poetisch, aber das ist man bei Rittern ja gewohnt. Insofern erspart er sich einen Kommentar zu dem Thema. Nachdem er denn auch ausgiebig die Kochkünste unseres Gastgebers gewürdigt sowie lobend erwähnt hat, macht sich der Magus auf, sich selber in die Fluten zu stürzen, die vom Himmel fallen. Nich ohne jedoch zuvor seinen gewachsten Umhang überzuwerfen, denn ein kluger Magier sorgt vor.
Er gedachte, sich zuerst gen Magiergilde zu wenden und sich nach dem Zustande Gunnars zu erkundigen. Danach wollte er die Stadt erkunden, und sich nach Märkten, Geschäften oder ähnlichem umschauen. Vielleicht würde er ja etwas Interessantes finden.
237 Von: chaos_sebi <Waffe-X@gmx.de>
Datum: Do, 4. Sep 2003 14:35
Betreff: Betrifft: [Die Alten Länder] früüüüüühstüüüüüück
"Also ich habe hier in der Stadt eine andere Unterkunft und deswegen mußte ich mich mit diesem Wetter auseinander setzten." Wobei Lum den Mund ein wenig voll hat und das gute Frühstück weiter genießt.
Als Ryad sich aufmachen will, meint Lum zu Ryad "Wartet Magus! Wo wollt ihr den so schnell hin? Kann ich euch begleiten, da die Damen noch nicht anwesend sind? Außerdem möchte ich nicht die ganze Zeit hier rumsitzen."
238 Von: <jensroehling@gmx.de>
Datum: Do, 4. Sep 2003 14:45
Betreff: früüüüüühstüüüüüück
Als der Magus Lum rufen hört, bekommt er gerade nocheinmal den Dreh zurück in den Raum, wobei er fast von der schweren Eichentür erschlagen wird, die die Schänke von der Außenwelt abschneidet. "Aber klar doch, ich fürchte nur, es wird für Euch ein wenig langweilig werden, ich will mal schauen, was die Stadt so für Magier bereit hält. Zauberutensilien und so weiter. Aber vielleicht erleben wir ein kleines Abenteuer unterwegs. Kommt nur mit!"
239 Von: Harald Schlindwein <ritter@puretec.de>
Datum: Do, 4. Sep 2003 14:57
Betreff: Re: [Die Alten Länder] früüüüüühstüüüüüück
"Und würd das auch für mich gelten, den Weg mit euch teilen zu dürfen? Auch mir geht das Warten hier sonst sicherlich baldigst aufs Gemüte..."
240 Von: chaos_sebi <Waffe-X@gmx.de>
Datum: Do, 4. Sep 2003 15:41
Betreff: [Die Alten Länder] auf auf und davon.....
"Ja dann werde ich euch mal bei euren Einkäufen begleiten", lächelt Lum, "Ein kleines Abenteuer, meint ihr, werter Magus? Als ob das vor unserer Ankunft nicht reichte."
Lum wirft sich seinen Umhang wieder über und läßt dem Frühstück entsprechend Münzen auf dem Tisch zurück. "Aber an mir sollte es nicht liegen, mit dem kleinen Abenteuer." Lum reibt sich die Hände. "Etwas Training schadet nie. Mmh... Zauberutensilien, klingt interessant, kann man dort auch Tränke und magische Gegenstände finden?" Lum macht einige Schritte zur Tür, als Kilian sich zu Wort meldet: "Oh, der werte Ritter will uns begleiten! Was meint ihr, Magus?" Lum schaut zwischen Ryad und Kilian hin und her.
241 Von: <jensroehling@gmx.de>
Datum: Do, 4. Sep 2003 15:49
Betreff: Shoppingtour
Nachdem der Magus nun zum Zweiten mal die Tür aufgestemmt hat, schimpft er ein wenig in seinen Bart, bevor er ein "Natürlich, kommt mit." herausbringt, schon wieder recht fröhlich gestimmt.
242 Von: Guellaouen de Ouessant <Guellaouen@gmx.de>
Datum: Sa, 6. Sep 2003 0:08
Betreff: 2. Imdrit im Abernack 28 KR - Torbrücken ist einen Einkauf wert...
So ziehen die drei ungleichen Einkaufsbummler hinaus in die feuchte Stadt Torbrücken, die Niederwaldstraße hinauf zur Einkaufsmeile, der Justus-von-Marthenburg-Allee, deren Seitenstraßen ebenfalls viele rennomierte Geschäfte aufweisen und deren östlicher Teil in ein Viertel kleiner (manchmal sonderbarer) Lädchen und Handwerksgeschäfte ausläuft...
Bei diesem Wetter sind allerdings keine Stände draußen, wie es normalerweise der Fall wäre, und nur wenige Gestalten huschen eng in ihre Mäntel gehüllt durch die Straßen, und selbst die Stadtwache hat sich größtenteils unter dem Dach des Luisenbrunnens in Halbtrockenheit gebracht. Um so verlockender ist es, die trockene Wärme der Läden zu betreten und sich einfach nur umzusehen, oder gar ein Stück zu erstehen (nicht ohne zu verhandeln, um länger die Gemütlichkeit gegenüber draußen auszukosten).
243 Von: Penelope <piratenpenny@yahoo.de>
Datum: Mo, 8. Sep 2003 15:47
Betreff: 2. Imdrit im Abernack 28 KR
"...über Bord!" Kerzengerade schießt ein verwuschelter Lockenkopf in die Höhe, die Augen weit aufgerissen. Dann räuspert sich das momentan eher noch ein wenig halbtote Ding, sieht sich verwirrt um und streckt eine Zehe ausm Bett. Brummelnd schlägt es die Decke zurück, zieht zischend Luft zwischen den Zähnen ein und huscht schnell zu seinem Krimskrams rüber, wo es ein bißchen herumwühlt und dann mit irgendwas ins Bad eilt. Eine dreiviertel Stunde (und eine immense Pfefferminzwolke, als die Badezimmertür oben aufgeht) später stolziert eine gut gelaunte Penelope die Treppe herunter und winkt sogleich dem Wirt, während sie sich an einen der Tische setzt, wohlweislich schön weit weg von den süßlich "riechenden" Druiden.
"Du hattest deine Morgenwäsche, also sei bloß still und vorallem artig!" raunt sie ihrer Schulter zu, bevor sie dem Wirt strahlend entgegenlächelt: "Also ich hätte gerne ein schönes großes Frühstück, weil...aber wenn ich es...hm..." Nachdenklich zieht sie die Nase kraus. "Ich glaube, ich hätte erstmal nur gerne einen Tee, einen schönen heißen Früchtetee, der alle Lebensgeister weckt, bitteschön! Und mit viel Honig, damit der Tee auch ja schön süß wird, weil nur dann mag ich ihn und...ja." Und weil es doch noch recht kühl ist, schlüpft sie in eine schon ein bißchen abgenutzte Wolljacke, die aber mit Sicherheit noch ihre Dienste tut, und sieht sich aufmerksam um, ob vielleicht von den Ihren schon einer da ist...
244 Von: <jensroehling@gmx.de>
Datum: Mi, 10. Sep 2003 12:41
Betreff: 2. Imdrit im Abernack 28 KR
Die Straßen scheinen wie leergefegt, als drei Gestalten, verhüllt, so gut es geht, durch den morgentlichen Regen stapfen. Ein wenig irren sie umher, bis sie endlich die Art von Stadtteil suchen, in dem es alles zu kaufen gibt, was man als Abenteurer so braucht.
Nach einigen erfolglosen Versuchen in diversen Läden findet der Magier ein Antiquariat, das eine Ecke mit magischen Schriften beherbert, in die er sich gleich vertieft. Neugierig darauf, ob sich unter den alten Schinken vielleicht ein Schatz verbirgt, vergisst er alles um sich, sogar seine Kameraden, die ihn so tapfer begleitet haben (mit einem Magier einkaufen zu gehen ist, wie mit einer Frau in einem Schuhladen zu sein...).
245 Von: Guellaouen de Ouessant <Guellaouen@gmx.de>
Datum: Mi, 10. Sep 2003 23:24
Betreff: 2. Imdrit im Abernack 28 KR - So gegen halb Acht morgens
- Im Hammer und Sichel -
Als Penelope unten ankommt und ihre Fragen stellt, ist sonst nur Sahel im Raum, eine Mittvierzigerin mit angegrautem Haar aber einer sehr gut gehaltenen Figur und einem sehr fröhlich wirkenden Lächeln. "Die Herren sind schon außer Haus, nur Deine Begleiterin mit dem asprinischen Akzent ist noch oben. Sie sind noch nicht allzulange weg und wollten einkaufen, wenn Du die Straße hochläufst, erwischst Du sie vielleicht noch. Aber wenn Du hierbleibst, verspreche ich Dir ein erstklassiges Frühstück, junge Dame." Und Sahel würde ihr Wort halten...
- Etwa 400m davon entfernt und eine Viertelstunde später, in der Gräfenheimer Allee 4 -
Es riecht etwas muffig in dem kleinen Laden mit dem halbverwitterten Schild "Ignazius Stocks Wundersamer Antikladen" und die alten Regale bersten von Haushaltsgegenständen, Rüstteilen, der ein oder anderen alten Waffe, gesprungenen Kristallkugeln, Talismanen und Amuletten gegen alles Mögliche und Unmögliche, gebrauchten Kleidern (zum Teil sogar höfische Ballkleider), einer Sammlung von Wander- und Kampfstäben, mehreren Büchern (Romane, Religiöse Werke der anerkannten Religionen, wissenschaftliche Werke von Kunst bis Mathematik, Benimmregeln, ein Buch in Altem Skevus [ja, das ist magisch]), Kinderspielzeuge von Brummkreiseln bis Zinnsoldaten, Kisten aller Art, unetikettierte und verkorkte Flaschen, ein Glas mit einem mißgebildeten Fötus, ein runenverziertes Schwert in einer mit rotem Samt verzierten Scheide, ein auseinandergebautes Bauernbett und zwei gleichermaßen zerlegte Schränke, ... Und dann ist da - in einem Schaukelstuhl, unbewegt und leicht zu übersehen - ein altes, graues Männchen, von dem nur die von Zeit zu Zeit aus der Pfeife aufsteigenden Wölkchen verkünden, daß es noch lebt.
246 Von: chaos_sebi <Waffe-X@gmx.de>
Datum: Fr, 12. Sep 2003 9:43
Betreff: 2. Imdrit im Abernack 28 KR - halb Acht morgens
Lum fängt an, die Regale abzugehen, etwas verwirt über der Tatsache, daß die Regale nicht brechen vor dieser Masse an Gegenstände. Nach einigen Minuten des Begutachtens, natürlich, ohne etwas anzufassen, schlendert Lum zum Magus und flüstert ihm zu: "Könnt ihr mir sagen, ob unter den Rüstteilen oder Waffen einige Magische dabei sind und dies mir unauffällig mitteilen? Mit alten Menschen läßt es sich immer schwer feilschen." Dann geht Lum weiter, um sich die gebrauchten Kleidungsstücke mal anzuschauen. Seinen dummen Gedanken noch immer vor Augen, ob er nicht einfach mal den "Kann-ich-ihnen-Helfen-Blues" spielen soll und irgend etwas fallenzulassen, um zu schauen, ob das alte Männchen noch lebt.
247 Von: Harald Schlindwein <ritter@puretec.de>
Datum: Mo, 15. Sep 2003 9:25
Betreff: Re: [Die Alten Länder] 2. Imdrit im Abernack 28 KR - So gegen halb Acht morgens
Kilian schaute, ob bei den Waffen und Rüstungen etwas brauchbares - vielleicht gar besseres als seine eigene Ausrüstung - zu finden war. Aber auch die restlichen Dinge inspizierte er sehr neugierig, war im solches Zeug doch recht unbekannt und daher einfach sehr interessant....
248 Von: Eva Krapf <post@evakrapf.de>
Datum: Mo, 22. Sep 2003 18:08
Betreff: [Die Alten Länder] 2. Imdrit im Abernack 28 KR - im "Hammer und Sichel" ... der späte morgen ...
"Jetzt reichts", murmelt Liv vor sich hin, schwingt die Beine aus dem Bett und bleibt erst einmal kurz auf der Bettkante sitzen. Missmutig fällt ihr Blick auf das Schwert, das neben ihr liegt, dann seufzt sie, steht mit einem unterdrückten Stöhnen auf und stützt sich nach zwei Schritten auf den nächsten Stuhl. "Hunger!", brummelt sie vor sich hin. Möglichst schnell kleidet sie sich an, ihren Magen hört sie laut knurren, geht zur Tür, stockt in der schon geöffneten Tür, als hätte irgend etwas sie aufgehalten und blickt dann lange auf die Klinge. Nach einem ausgewachsenen inneren Ringkampf versperrt sie die Tür sorgfältig. "Bin ja gleich wieder da... ", murmelt sie, dann dann hastet sie zum Waschraum. Ein Schreck durchfährt sie, als sie sich in dem kleinen Spiegel selbst sieht. Ihre Kratzer im Gesicht scheinen zwar nach der Behandlung des Abends vorher gut zu heilen, doch zwei Blutergüsse haben am heutigen Tag ihre intensivste Färbung entwickelt. Vorsichtig drapiert sie ihr la